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DMAX mit eigenem Channel auf Sevenload

Der zu Discovery Networks gehörende Fernsehsender DMAX ist ab sofort mit einem eigenen Channel auf der Web 2.0 Website Sevenload, die ihren Schwerpunkt im Bereich Videos hat, vertreten. Für Videoportale sind Sendungen von TV-Sendern eine willkommene Möglichkeit, ein zusätzliches hochwertiges und nicht zuletzt kontrollierbares Werbeumfeld anbieten zu können.

Auf einem eigenen "Branded Channel" kann man sich bei Sevenload nun Eigenproduktionen des TV-Kanals DMAX, der sich an ein überwiegend männliches Publikum richtet, anschauen, darunter "Die Ludolfs" und "D Motor". Für einen Free-TV-Sender wie DMAX, der nicht hauptsächlich Programmware einkauft, sondern einen hohen Anteil an Eigenproduktionenaufweist, eröffnen sich im Internet neue Möglichkeiten.

"Der Branded Channel bei sevenload ist ein weiterer Schritt in unserer digitalen Markenstrategie, die uns neben einer Steigerung der Reichweite auch neue Potenziale innerhalb der Kernzielgruppe von DMAX eröffnet", erläutert Nicole Agudo Berbel, Director Affiliate Sales bei Discovery Networks Deutschland. "Mit diesem Angebot stellen wir unseren internetaffinen Zuschauern ab sofort eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, die beliebtesten DMAX-Eigenproduktionen zu verfolgen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und spannende Partnerschaft mit sevenload."

Gerade für kleinere Fernsehsender dürften derartige Kooperationen mit reichweitenstarken Videoportalen eine große Werbewirkung entfalten. Doch selbst große Sendeanstalten drängen mit ihren Inhalten auf die Videoportale, vorige Woche ging die ARD mit ihrem eigenen Channel bei YouTube an den Start.

"Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unseren Nutzern hochwertige Sendeformate von DMAX innerhalb der sevenload Kanäle anbieten können. Die Partnerschaft zwischen DMAX und sevenload zeigt, dass TV-Formate immer stärker über das Internet verbreitet werden. Branded Channels sind das optimale Angebot für die medienübergreifende Präsenz von TV-Sendern. Die Nähe zur werberelevanten Zielgruppe und ein hohes Maß an Interaktivität zeichnen diese Form der Programmgestaltung aus", so Andreas Heyden, COO bei sevenload in einer Presseerklärung.

Obwohl bei derartigen Kooperationen beide Seiten profitieren, gehen die TV-Sender ein gewisses Risiko ein, während sich für Videoportale nur Vorteile bieten. Wenn sich die Zuschauer Sendungen statt im Fernsehen im Web ansehen, geht das zulasten der Einschaltquote. Es werden ja auf Dauer nicht nur zusätzliche Zuschauer erreicht. Und dann ist es noch nicht einmal die eigene Website des Senders, sondern die eines Dritten, auf der die Zielgruppe bedient wird.

Allerdings könnte es sein, dass es für die Produzenten hochwertiger Inhalte in Zukunft gar nicht so wichtig ist, wo sie ihre Zielgruppen erreichen. Die britische Tageszeitung The Guardian öffnet sich für das Web und stellt ihre Inhalte zur Einbindung in andere Websites zur Verfügung. Im Gegenzug sollen die Websites, welche die Inhalte der Zeitung nutzen, Werbung einblenden, die sozusagen zusammen mit den Inhalten angeliefert wird.

Für Videoportale sind Inhalte von TV-Sendern schon immer sehr wichtig gewesen, nur wurden sie bis vor nicht langer Zeit meist illegal von den Nutzern hochgeladen. Über offiziell freigegebene Videos in eigenen Channels dagegen können die Fernsehsender mitverdienen. Die Betreiber von Websites wie Sevenload stehen damit rechtlich auf der sicheren Seite und erhalten ein sehr attraktives Umfeld, das sie Werbekunden anbieten können. Bei von Nutzern erstellten Inhalten sind vielen Werbetreibenden die Risiken zu groß bzw. genügt deren Qualität oft nicht den Ansprüchen der Markeninhaber.

Wie sieht die Zukunft des Fernsehens aus? Werden am Ende TV-Kanäle, wie wir sie heute kennen, verschwinden und die Sendungen aus dem Free-TV auf Videoportalen wie Sevenload und YouTube und Sendungen, die heute im Pay-TV zu sehen sind, bei Video on Demand-Diensten wie Maxdome angeschaut werden?

Kommentare

  1. Fernsehzuschauer wollen Video on Demand | TV auf Abruf | Der Kabel Blog

    [...] als auch über Videoportale, die die Rechteinhaber an den Werbeerlösen beteiligen. So bringt Sevenload immer mehr “Branded Channels” auf sein [...]





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