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Die Fernsehzuschauer in Deutschland nutzen für den TV-Empfang verstärkt das Internet. Dabei ist kostenlos Fernsehen über das Internet zwar im Kommen, doch nach Anlaufschwierigkeiten kommen die Fernsehzuschauer jetzt endlich auch beim IPTV auf den Geschmack.
Das meldet der Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) in einer Pressemitteilung. Beim Verband geht man von einem regelrechten IPTV-Ansturm aus: Das Fernsehen über das Internet in Form von IPTV werde im Laufe des nächsten Jahres 1,8 Millionen zahlende Fernsehzuschauer haben. Das wäre eine Steigerung um satte 50 %. Bis zum Jahreswechsel sollen es immerhin schon 1,2 Millionen IPTV-Zuschauer sein.
Die gewagten Prognosen veröffentlichte der Hightech-Verband gestern auf dem 2. BITKOM IPTV-Summit in Berlin. “Fernsehen über das Internet ist das Fernsehen der Zukunft”, verkündete BITKOM-Vizepräsident Achim Berg bei seiner Rede auf dem IPTV-Summit. “Die Online-Generation erwartet individuelle Fernsehangebote und Interaktion, wie sie nur Internet-Fernsehen bietet”, so Berg.
Es ist erst drei Jahre her, dass die ersten IPTV-Anbieter in Deutschland an den Start gingen. Die Fernsehzuschauer haben den DSL-Providern ihre IPTV-Angebote zwar nicht aus den Händen gerissen, doch die Zahl der Kunden wuchs stetig: Gab es Ende 2007 erst 180.000 IPTV-Nutzer in Deutschland, waren es Ende 2008 schon 536.000.
Arcor, Deutsche Telekom und HanseNet (Alice) bieten ihren DSL-Kunden als Alternative zum digitalen Kabelanschluss verschiedene Pakete an. IPTV bietet aber nicht nur neue Sender, sondern “zusätzliche Features wie zeitversetztes Fernsehen, Video-on-demand und umfassende Zusatzinformationen zum Programm”, wie es im Informationtext des BITKOM heißt. “Dazu kommen weitere Funktionen und Anwendungen, die zum Teil bereits von heutigen Online-Angeboten bekannt sind, zum Beispiel das Lesen von E-Mails auf dem Fernseher.”
Die Vielzahl der Möglichkeiten von IPTV sind faszinierend, doch viele weniger technikbegeisterte Fernsehzuschauer dürften angesichts der BITKOM-Informationen innerlich kapitulieren, weil sie höchstens die Hälfte davon verstehen: “Internet-Fernsehen ist außerdem nicht an das TV-Gerät gebunden. So können via IPTV zentral gespeicherte Dateien wie Bilder, Videos oder Musik auf internetfähigen Mobiltelefonen angezeigt oder abgespielt werden. Auch die Freigabe dieser Daten an Dritte, sogenanntes Filesharing, ist möglich. Die Vernetzung via Set-Top-Box erlaubt auch die Steuerung und den Zugriff von anderen Geräten. So wird es möglich, vom Computer im Büro aus die Aufzeichnung einer Sendung zu starten, wenn man es nicht mehr rechtzeitig vor den heimischen Fernseher schafft.”
Da ist es verständlich, dass viele Fernsehzuschauer Internet-Fernsehen lieber kostenlos im Web suchen. Auf das Fernsehgefühl setzen immerhin mehr und mehr Internetangebote. Videoplattformen, die einmal angetreten waren, von Nutzern selbst gedrehte Videos online zu zeigen, suchen ihre Geschäftsmodelle inzwischen bei Premium-Content bzw. dem, was so bezeichnet wird: Inhalte von professionellen Bewegtbildproduzenten wie TV-Sendern. Bei Sevenload gibt es inzwischen Channels von TV-Sendern wie DMAX und die ProSiebenSat.1-Gruppe hat ihren Free-TV-Sendern kabel 1, Sat.1 und ProSieben erst kürzlich zusätzlich zu den Sender-Websites eigene neue Videoportale spendiert, obwohl man doch schon MyVideo.de und die Video on Demand-Plattform Maxdome betreibt.
Da Schmalband-Internet kaum noch eine Rolle spielt und DSL-Komplettanschlüsse, DSL ohne Festnetz oder gleich die Alternative Kabelinternet sich sehr stark verbreitet haben, können die Fernsehzuschauer Videos gratis über Online-Portale oder Mediatheken wie die vom NDR in guter Qualität gucken. Dennoch können diese Gratis-TV-Angebote allgemein nicht mit den IPTV-Angeboten mithalten, wie Achim Berg vom BITKOM verdeutlicht: “Die IPTV-Anbieter können jetzt den Vorsprung nutzen, den sie durch qualitativ hochwertige Technologien und Content haben, um sich bei den Kunden als Premiumplattform zu etablieren.”
Die steigende Anzahl WebTV-Angebote sei kein wirklicher IPTV-Ersatz, denn die IPTV-Anbieter hätten Premiuminhalte sowie ein besonders hohes technisches Übertragungsniveau. WebTV wird momentan noch größtenteils über den Computer genutzt. Doch mit neuen TV-Geräten, die einen Internetanschluss mitbringen, könnte sich WebTV auch im Wohnzimmer durchsetzen, glaubt man beim BITKOM. IPTV dagegen kann nicht jeder kostenlos emfpangen, sondern es ist nur für Abonnenten verfügbar und wird meistens auf dem TV-Gerät im Wohnzimmer konsumiert.
FAZIT: Es ist gut möglich, dass für Fernsehzuschauer, die heute noch analog fernsehen nicht ein digitaler Kabelanschluss die Zukunft ist, sondern IPTV. Viele neue Sender in Pay-TV-ähnlichen Abo-Paketen mit Programmen wie 13th Street und Kinowelt Television können sie immerhin auch über das Internet empfangen.
8 Kommentare zum Thema Fernsehzuschauer gucken immer mehr Sender online
[...] für die Unterschiede zwischen IPTV und WebTV interessiert, kann im Kabel-Blog beim Artikel “Fernsehzuschauer gucken immer mehr Sender online” mehr über das Thema Internet-Fernsehen [...]
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[...] braucht Ihr allerdings einen schnellen Internetzugang, aber der ist ja bald Standard hierzulande. Fernsehen über das Internet wird so immer beliebter. Tags: Jermaine Jackson, Michael Jackson, Sarah Connor, The Pointer [...]
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