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Spiegel TV startet eigenen Kanal auf YouTube

Mit einem eigenen Premium-Kanal ist Spiegel TV ab sofort auf dem Videoportal YouTube vertreten und möchte Dokus, Reportagen und aktuelle Beiträge zeigen. Neben dem Anbieten von Interaktionsmöglichkeiten möchte man Erfahrungen hinsichtlich der Reichweite sowie mit den Zielgruppen gewinnen.

Erreichbar ist das neue Onlineangebot unter der leicht zu merkenden Adresse youtube.com/spiegeltv. Bestückt wird der neue YouTube Channel mit Inhalten aus sämtlichen Spiegel TV-Formaten. Wer den Fernsehsender Spiegel TV Digital über seinen Kabelanschluss oder via IPTV empfangen kann, wird sich vermutlich am besten vorstellen können, dass ein Mangel an Content nicht zu befürchten ist. Beiträge von Spiegel Online, wo sich ja inzwischen einige Videos unter die Inhalte des Nachrichtenportals mischen, werden ebenfalls auf dem neuen YouTube-Kanal zu sehen sein.

"Mit unserem Kanal auf YouTube vollziehen wir einen logischen Schritt: Wir verbinden unsere Inhalte mit den interaktiven Möglichkeiten der Plattform und wollen Erfahrungen mit der Reichweite und den Zielgruppen machen", erläutert Nabil Moghib, Herstellungsleiter Neue Medien bei SPIEGEL TV, in einer Presseinfo das Engagement auf dem Videoportal.

Andreas Briese, Strategic Partnership Development Manager für YouTube in Deutschland, kommentiert den Start so: "Die interaktiven Möglichkeiten von YouTube und das SPIEGEL TV-Programmangebot ergänzen und bereichern sich gegenseitig. Davon profitieren sowohl die SPIEGEL TV-Fernsehzuschauer als auch die YouTube Nutzer. SPIEGEL TV setzt Maßstäbe für professionellen TV-Journalismus und deshalb freuen wir uns sehr, SPIEGEL TV als neuen Partner mit seinen hochwertigen Inhalten auf unserer Videoplattform begrüßen zu können."

Der Schritt von Spiegel TV ergibt Sinn, schließlich möchten immer weniger Menschen an feste Sendezeiten gebunden sein, sondern fernsehen, wann immer sie wollen, weshalb Video on Demand in der einen oder anderen Form auf großes Interesse stößt. Noch ist nicht klar, welcher Verbreitungsweg sich für TV-Inhalte künftig durchsetzen wird. Einige Sender setzen auf eigene Videoportale, so gibt es separate Websites mit Inhalten von kabel eins, Sat.1 und ProSieben. Auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten der ARD haben wie beispielsweise der NDR eigene Mediatheken ins Netz gestellt.

Umgekehrt finden sich immer mehr professionelle TV-Inhalte auf den Videoportalen; dazu habe ich gerade heute übrigens einen interessanten kleinen Artikel auf dem Blog wortgefecht.net gelesen, der mit "TV dominiert auch im Web" überschrieben ist. Darin geht es um eine Befragung aus den USA, wonach die professionellen TV-Inhalte in der Gunst der Konsumenten weit vor User Generated Content liegen. Nicht nur die technisch hohe Qualität sei dabei ein Faktor, sondern zudem das Vertrauen in die Qualitätsstandards der TV-Sender.

Insofern sieht es für das Leitmedium Fernsehen gut aus, weiterhin eine sehr wichtige Rolle zu spielen, auch wenn das Internet auf den Fernseher im Wohnzimmer kommt. Für die Pläne einiger Free-TV-Sender, künftig nur gegen Gebühr die dann verschlüsselten HDTV-Signale zugänglich zu machen und eventuell sogar die Aufnahmen mit digitalen Videorekordern durch einen Kopierschutz zu unterbinden, sehe ich vor diesem Hintergrund keine großen Erfolgschancen. Es ist nicht allein ein Vorgehen, was den Interessen der Zuschauer zuwider läuft, sondern es gibt über das Internet einfache Alternativen.





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