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Überblick zur Heimvernetzung

Einen umfassenden Leitfaden zur Heimvernetzung bietet der BITKOM kostenlos zum Download an. Dabei beschränkt man sich nicht alleine auf Unterhaltungselektronik und Computer, sondern betrachtet das Thema umfassend mit dem Ziel, am Ende das ganze Haus mit nur einer Fernbedienung steuern zu können und dabei noch Energie zu sparen.

Über Heimvernetzung haben viele von uns bestimmt schon einmal nachgedacht und im Ansatz vielleicht das eine oder andere umgesetzt. In einem vollständig vernetzen Haushalt dürfte kaum jemand schon wohnen, doch dass in der vollständigen Vernetzung die (mehr oder weniger) ferne Zukunft liegt, werden zumindest die Technikliebhaber nicht bestreiten wollen. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat auf rund 40 Seiten einen "Leitfaden zur Heimvernetzung" als kostenloses PDF zusammengestellt, der "Bedeutung und Nutzen der Heimvernetzung", "Ausgewählte Anwendungsmöglichkeiten", "Technologien" sowie "Planung und Einrichtung eines Heimnetzwerkes" behandelt

"Dieser Leitfaden möchte dem Verbraucher helfen, die möglichen Technologien zu verstehen, eine individuelle Infrastruktur daraus zu entwickeln und diese dann schließlich auch umzusetzen", steht im Vorwort. Den durchschnittlichen Verbraucher würde dieser "Leitfaden zur Heimvernetzung" stark überfordern, doch wer regelmäßig Blogs wie dieses hier liest, wird darin bestimmt eine Hilfe finden. Dabei muss gar kein großes Heimvernetzungsprojekt anstehen.

Schon wenn es darum geht, im ganzen Haus mit verschiedenen Geräten (Desktop-PC, Notebook, WLAN-Radio, Set-Top-Box für Video-on-Demand, Smartphone...) mittels WLAN-Technik den schnellen Internetanschluss nutzen zu können, erfährt man Nützliches. Es gibt eine Reihe verschiedener WLAN-Standards, die nicht bloß für unterschiedliche Bandbreiten, sondern auch unterschiedliche Reichweiten stehen. Wo der alte WLAN-Router nicht weit genug kam, würde ein Gerät nach neuestem Standard möglicherweise eine schnelle Verbindung zum Internet bieten. Die Übersichten zeigen zudem, dass es heute schon sinnvolle Szenarien gibt, bei denen Bandbreiten von 50 MBit/s, wie ihn VDSL und Kabelinternet bieten, tatsächlich benötigt werden.

Da WLAN im Heimbereich (nicht zuletzt, weil man sich das Verlegen von Kabeln erspart) zum Standard für die Nutzung des Internets geworden ist und die Geräte oft schon weit mehr können, als die meisten Nutzer ahnen, ist es eine gute Idee, hier anzusetzen, um schrittweise ein Heimnetzwerk aufzubauen. Doch das ist erst der Anfang: "Die Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der Heimvernetzung sind unbegrenzt: Sie reichen von der einfachen Übertragung und zentralen Speicherung von Musik oder Videos über das automatische Erkennen und Melden eines Einbruchs oder Wasserschadens bis zur intelligenten und umweltfreundlichen Steuerung der Heizung in ungenutzten Räumen", sagt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

In vielen Haushalten gibt es schon Ansätze für Heimvernetzung, doch leider handelt es sich meistens um "Insellösungen", die untereinander nicht verbunden sind. "Verbraucher schrecken beim Begriff der Heimvernetzung oft zurück, dabei kann das vernetzte Heim die Bedienung der verbundenen Geräte enorm erleichtern und die Lebensqualität erhöhen", so Berg. Fünf Anwendungsgebiete nennt der Leitfaden: "Entertainment & Lifestyle, Arbeit & Kommunikation, Haushaltsführung, Wohnsicherheit sowie Gesundheit & Ernährung."

Das ganze Haus zu vernetzen, ist eher ein langfristiges Projekt. Doch immer wenn Neuanschaffungen ins Haus stehen oder Renovierungsarbeiten bzw. sogar Umbauten anstehen, kann man ein paar Schritte vorankommen. Den "Leitfaden zur Heimvernetzung" liest man nicht am Stück, doch "technisch interessierte Verbraucher", wie der BITKOM in seiner heutigen Pressemitteilung die Zielgruppe seines Leitfadens bezeichnet, bekommen eine große Portion Basiswissen für ihre zukünftige Planung.

Kommentare

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