Kabelinternet: Neue Einstiegsangebote von Unitymedia
Mit Preissenkungen und Geschwindigkeitserhöhungen startet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia in den Frühling. Die Bandbreite in den Einstiegsangeboten wird von 10 auf 16 MBit/s erhöht. Das kleinste Triple-Play-Paket kostet während der Mindestvertragslaufzeit 20 Euro im Monat. Die benötigte Hardware ist inklusive.
Internet über den Kabelanschluss ermöglicht sehr hohe Bandbreiten, die deutlich über denen von VDSL-Anschlüssen liegen. Doch nicht nur am oberen Ende versuchen die Kabelnetzbetreiber mit ihren Triple-Play-Angeboten, den Telekommunikationsunternehmen Marktanteile abzunehmen. Viele Internetnutzer sind mit DSL-Geschwindigkeit zufrieden und wollen lieber niedrigere Preise.
Unitymedia zielt mit den Aktionsangeboten für den April auf diesen Bereich. Bisher lag die Geschwindigkeit in den kleinsten Paketen von Unitymedia bei 10 MBit/s, was in der Praxis sogar etwas mehr ist, als durchschnittlich tatsächlich an DSL-Anschlüssen mit 16 MBit/s erreicht wird. Mit den neuen Angeboten erhöht Unitymedia sozusagen die Mindestgeschwindigkeit auf 16 MBit/s.
Internet-Neukunden erhalten Kombi-Pakete während der Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten für 20 Euro. "Eine Telefon-Flatrate mit kostenlosen nationalen Festnetzgesprächen (kein Call by Call) und Digital TV mit über 70 Programmen sind inklusive; Kabelmodem, W-LAN-Router und Digital-Receiver ebenso", informiert der Pressetext. "Für nur 2,50 Euro mehr im Monat (durchschnittlich während der Mindestvertragslaufzeit) gibt es das noch rasantere 3play-Paket mit der doppelten Geschwindigkeit von bis zu 32 Mbit/s im Download. " Wer Kabelinternet mit 32 MBit/s möchte, zahlt für das größere Paket (während der Mindestvertragslaufzeit) 30 Euro pro Monat. Bei diesem "Highspeed-Paket", wie der Kabelnetzbetreiber es nennt, sind die ersten vier Monate kostenfrei, wodurch man sich allerdings für 16 Monate an Unitymedia bindet.
Wer Hilfe bei der Installation benötigt, kann diese kostenlos in Anspruch nehmen. So einen Installationsservice bieten längst nicht alle Internetanbieter.
"Unser Internet-Tempo fängt da an, wo DSL aufhört", kommentiert Gene Musselman, Geschäftsführer von Unitymedia, "mit hochauflösenden Videos auf YouTube, großen Daten-Downloads und anderen Online-Anwendungen steigt der Bedarf an hohen Internet-Bandbreiten immer schneller. Wir freuen uns, dass unsere Kunden alle Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen können – mit Geschwindigkeiten, an die DSL oft nicht herankommt. Das gilt nicht nur für Verbraucher in Ballungsräumen, sondern für nahezu alle unsere Kunden auch in ländlichen Regionen."
Wie Kabel BW in Baden-Württemberg arbeitet auch Unitymedia in Hessen und Nordrhein-Westfalen am flächendeckenden Netzausbau, um allen Kabelhaushalten hohe Bandbreiten anbieten zu können. Hier sind die Kabelnetzbetreiber den klassischen Telekommunikationsunternehmen oft weit voraus. Für Triple-Play sind derzeit schon 92 Prozent des Unitymedia-Netzes aufgerüstet worden.
Die Konkurrenz aus dem Kabel müssen die etablierten Telekommunikationsunternehmen aber nicht bloß auf dem flachen Land fürchten. Im Kölner Raum, in Bergisch-Gladbach und in Aachen bietet Unitymedia sogar schon Geschwindigkeiten von bis 120 MBit/s im Downstream an. Damit ist Internet über Kabel aber noch lange nicht am Limit, denn durch den neuen Kabelstandard DOCSIS 3.0 sind weit größere Internetbandbreiten möglich. Kabelinternet ist deshalb nicht nur eine DSL-Alternative bzw. eine VDSL-Alternative, sondern kann sogar mit bis ins Gebäude reichenden Glasfaseranschlüssen konkurrieren.
Die Kabelnetzbetreiber haben einen großen Vorteil: "Im Gegensatz zu einem Hausanschluss mit Glasfaser (Fibre to the Home), bei dem für die Verlegung von Glasfaser zuerst Straßenzug um Straßenzug aufgebrochen werden muss, kann Unitymedia Ultrahighspeed weiträumig und ohne aufwändige Tiefbauarbeiten bereitstellen", stellt der Pressetext diesen Vorteil heraus. "Das Unitymedia-Netz besteht bereits in großen Teilen aus Glasfaser, die nachfragegetrieben immer näher zum Kunden rückt."
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