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Nachfrage nach HD-Sat-Receivern zieht stark an

Die Nachfrage nach HD-Receivern für den Satellitenempfang hat sich in den ersten drei Monaten 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als vervierfacht. Statt ungefähr 100.000 Sat-Receivern für den HD-Empfang wurden im ersten Vierteljahr dieses Jahres mehr als 450.000 HD-Sat-Empfänger gekauft. Weiterhin dominieren beim Digital-TV die Satellitenhaushalte. 73 Prozent aller Digital-Receiver sind für den Satellitenempfang gedacht, Kabel (DVB-C) und digitales Antennenfernsehen (DVB-T) rangieren weit dahinter.

Das sollte die Kabelnetzbetreiber aufschrecken: Im Gegensatz zu den Fernsehzuschauern, die ihre Programme via Satellit empfangen, scheint sich in den Kabelhaushalten nur eine Minderheit für digitales Fernsehen zu interessieren. Unter Berufung auf Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) meldet SES Astra frische Vergleichszahlen zum Verkauf von Digital-Receivern in Deutschland.

Die Zahl von mehr als 1,1 Millionen Digital-Receivern im ersten Quartal 2010 belegt: Die Fernsehzuschauer in Deutschland sind an digitalem Fernsehen interessiert. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 steigerte sich der Absatz um 22 Prozent. Die Verteilung zwischen Sat- und Kabelempfang ist jedoch weiterhin extrem groß, denn 73 Prozent bzw. 800.000 Stück davon waren Empfangsgeräte für digitales Fernsehen über Satellit.

Digitale Kabel-Receiver lagen mit einem Anteil von 12 Prozent noch hinter den 15 Prozent für DVB-T-Empfänger. Natürlich sollte man hier berücksichtigen, dass das terrestrische analoge Fernsehen längst abgeschaltet wurde und man bei Kabelnetzbetreibern passende Set-Top-Boxen meistens auch mieten kann. Am enormen Ungleichgewicht ändert das aber nichts.

Vergessen sollte man nämlich ebenfalls nicht: Im Gegensatz zu den Satellitenbetreibern wie SES Astra und Eutelsat haben die Kabelnetzbetreiber eine direkte Kundenbeziehung. Sie kennen ihre Kunden namentlich, verfügen zumindest über Postadressen, teilweise aber auch mehr. Damit könnten die Kabelnetzbetreiber gezielte Maßnahmen ergreifen, um ihre Kunden zum Umstieg vom analogen zum digitalen Fernsehen zu überzeugen.

Besonders gut entwickelte sich die Nachfrage nach HD-Sat-Receivern, die sich im Quartalsvergleich mehr als vervierfachte: von 100.000 auf 450.000 Stück. "Das entspricht einem Anteil von über 80 Prozent aller im Handel abgesetzten HD-Receiver, insgesamt wurden in den ersten drei Monaten rund 540.000 HD-Receiver abgesetzt", schreibt SES Astra. Im März kauften die Kunden mit 125.000 HD-Sat-Receiver im vierten Monat in Folge mehr HD-Receiver als SD-Receiver für den Satellitenempfang.

"Die sehr erfreuliche Entwicklung der Zahlen unterstreicht, dass der Satellit eindeutig der attraktivste Empfangsweg für digitales Fernsehen und HDTV ist – für den Zuschauer, für den Handel und für die Hersteller", kommentiert Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von ASTRA Deutschland. "ASTRA hat die Digitalisierung in den letzten Jahren konsequent vorangetrieben und sich als führende Infrastruktur für die Übertragung von HD-Programmen etabliert. Deswegen freuen wir uns besonders über den HDTV-Boom im Bereich Satellit und die hohe Nachfrage der Zuschauer."

Kommentare

  1. HDTV: Zuschauer kaufen verstärkt Flachbildfernseher zur WM 2010 | Der Kabel Blog

    [...] Bei der letzten WM fehlte HDTV noch als Verkaufsargument. Dafür spricht die ebenfalls starke Nachfrage nach Set-Top-Boxen für den Empfang von [...]





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