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Verbraucher investieren in Fernseher

Die Hersteller von Unterhaltungselektronik rechnen mit weiterem Wachstum. Vor allem TV-Geräte sorgen für steigende Umsätze. Letztes Jahr wurden weltweit 238 Millionen Fernseher verkauft, dieses Jahr sollen es 252 Millionen Geräte werden, prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). LED-Technik und 3D-fähige Bildschirme gewinnen an Bedeutung, außerdem wird der Zugriff auf das Internet über den Fernseher wichtiger.

Der weltweite Markt für Unterhaltungselektronik wächst dieses Jahr um 5 Prozent, informiert die GfK anlässlich der GfK Consumer Electronic Conference 2010, die am Montag stattfand. Die Konsumenten investieren wieder stärker in Unterhaltungselektronik, vor allem die Zahl der verkauften Fernseher steigt und zwar im Jahresvergleich von 238 Millionen auf 252 Millionen. Damit sind sie nach wie vor der wichtigste Umsatzträger der Branche.

Flachbildfernseher haben sich inzwischen allgemein durchgesetzt, der Trend geht zur hochwertigen Ausstattung und zu noch größeren Bildschirmen als bisher. Verstärkt angeboten werden Flachbildfernseher mit LED-Technologie, die neben einem geringeren Strombedarf für bessere Bildqualität steht. Dagegen stehen 3D-TV-Geräte noch ganz am Anfang, aber die meisten wichtigen Hersteller bieten entsprechende Fernseher schon an bzw. starten den Verkauf in Kürze. Bis Ende letzten Monats kauften die Verbraucher in Europa bereits über 25.000 dieser 3D-fähigen Fernsehgeräte. Laut einer Umfrage in Deutschland, Großbritannien und Frankreich unter 120 Elektrofachhändlern gehören 3D-Fernseher in Zukunft unverzichtbar zum Sortiment. Und 90 Prozent der Händler sprachen in derselben Umfrage von einem Interesse an Internetfernsehen bei ihren Kunden.

Ein strikte Trennung zwischen Fernsehen und Internet gibt es nicht mehr, der Zugriff auf Internetinhalte ist dabei nicht auf Videos beschränkt, auch Social Media Content und News gelangen auf die Fernsehschirme. Diese Woche hat Yahoo die Verfügbarkeit seiner Widget Engine auf zahlreichen Sony-Fernsehern angekündigt. Fernseher, die über spezielle Anwendungen den Zugriff auf Online-Inhalte ermöglichen, gibt es schon seit letztem Jahr. Doch mit Sony (übrigens auch bei Google TV dabei) als Partner besteht die Chance, die Nutzerbasis erheblich zu vergrößern.

"Durch die erweiterte Zusammenarbeit mit Sony sind die Yahoo! TV-Widgets in fast siebenmal so vielen Ländern verfügbar wie bisher. Dadurch haben Millionen zusätzliche Nutzer direkt von ihrem Fernseher aus Zugriff auf attraktive Internetinhalte und -anwendungen", erklärt Jeff Kinder, Senior Vice President, Media Products and Solutions, Yahoo! Inc. "Künftig stehen für die Nutzer auf Wunsch tausende Inhalte, Filme, Fernsehshows und Internetdienste schnell und einfach auf Abruf bereit", informiert der Konzern in einer aktuellen Presseinformation.

Bis die Lücke zwischen Fernsehen und Internet überwunden ist, wird es jedoch noch eine Weile dauern. Nach GfK-Angaben verfügen zwar immer mehr Menschen über Geräte mit solchen "multimedialen Zusatzfunktionen", aber die Nutzungsgewohnheiten ändern sich nur langsam. Kurz gesagt: Mit dem Fernseher schauen sich die allermeisten Leute vor allem Fernsehsendungen an.

"Der Handel steht daher in Zukunft vor der Aufgabe, die innovativen Technologien den Konsumenten zu vermitteln und ihnen als kompetenter Berater zur Seite zu stehen", heißt es deshalb in der Pressemitteilung der GfK. Das liest sich gut, aber ist das realistisch? Ich habe jedenfalls noch in keinem Elektrofachmarkt beobachtet, dass die Internetfunktionen von TV-Geräten jemandem vorgeführt wurden.

Kommentare

  1. COMPUTERBILD testet USB-Multimedia-Spieler | rap2soul

    [...] für unterwegs bietet sich für Musikvideos vor allem was an? Genau, der große Flachbildfernseher im Wohnzimmer! Aber wie kommen Music Video Clips und andere Inhalte vom Computer eigentlich auf den [...]





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