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128 MBit/s für Bochum, Münster und Paderborn

Viermal schneller als bisher können Internetkunden von Unitymedia in Bochum, Münster und Paderborn seit kurzem im Netz surfen. Der Kabelnetzbetreiber hat im Rahmen des aktuellen Netzausbaus die maximal mögliche Bandbreite in weiten Teilen dieser drei Städte auf 128 MBit/s angehoben. Möglich wird das durch die Umstellung auf den Breitbandstandard EuroDOCSIS 3.0.

Langsam war Kabelinternet in Münster, Paderborn und Bochum schon vorher nicht. Immerhin bietet Unitymedia seinen Kabelkunden in Nordrhein-Westfalen und Hessen standardmäßig Internetanschlüsse mit bis zu 32 MBit/s im Downstream an. Herkömmliche DSL-Anschlüsse erreichen normalerweise nur Geschwindigkeiten bis zu 16 MBit/s, doch wird dieser Wert in der Realität nur selten erreicht.

"Dreiviertel der deutschen DSL-Haushalte können maximal 6 Mbit/s aus ihrem Anschluss erwarten; selbst in Großstädten endet der herkömmliche DSL-Anschluss meist bei 16 Mbit/s", schreibt Unitymedia. "Da immer mehr Internet-Angebote mit Bildern und Videos angereichert und das Internet zunehmend zum zentralen Informations- und Kommunikationsmedium wird, erwartet Unitymedia eine stark steigende Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen."

Insofern stellt Kabelinternet mit 32 MBit/s eine interessante Alternative zum DSL-Anschluss dar, doch auf lange Sicht werden 32 MBit/s nicht ausreichen, für manche Zwecke lohnt es sich schon heute, einen deutlich schnelleren Internetzugang zu buchen. Besonders wenn mehrere Personen in einem Haushalt gleichzeitig das Netz nutzen, kommen die Vorteile höherer Geschwindigkeiten zum Tragen. Besonders für Video-on-Demand, Film-Downloads, Internet-TV und andere Bewegtbildangebote werden schnelle Internetzugänge benötigt.

Mit dem Netzausbau im Rahmen des "Fiber Power"-Projekts bringt sich Unitymedia deshalb in eine starke Position gegenüber Telekommunikationsunternehmen wie Vodafone, Telefónica O2 Germany, 1&1, Versatel und natürlich der Deutschen Telekom, die an ihren VDSL-Anschlüssen nur Bandbreiten bis zu 50 MBit/s im Downstream ermöglicht. Das Netz von Unitymedia basiert zu großen Teilen schon auf Glasfasertechnologie, sodass große Reserven für weitere Steigerungen bei der Internetbandbreite bestehen.

In Konkurrenz zu DSL- und VDSL-Anschlüssen tritt der Kabelnetzbetreiber nicht nur in den Großstädten, sondern auch dort, wo die Konkurrenten oft nur langsame Internetzugänge anbieten. Gene Musselman, Geschäftsführer von Unitymedia in Köln: "Bis Jahresende wollen wir nicht nur die Ballungszentren in den Regionen Rhein-Main und RheinRuhr, sondern weite Teile unserer Netze in eher ländlichen Gebieten aufgerüstet haben. Damit erfüllen wir die Breitbandziele der Bundesregierung nahezu im Alleingang – nicht nur deutlich früher, sondern auch mit mehr als der doppelten Internet-Geschwindigkeit als gefordert. Das flächenmäßig größte Breitband-Aufrüstungsprojekt in NRW und Hessen nennen wir Fiber Power – die Kraft der Glasfaser. Besonders wichtig ist uns, dass wir unseren Fiber Power-Anschluss weiten Bevölkerungskreisen zugänglich machen können – einmal durch die Reichweite unseres Netzes, aber auch durch unsere niedrigen Preise."

Kabelinternet mit 128 MBit/s im Downstream bot Unitymedia bisher in Köln, Aachen und Bergisch-Gladbach an. Jetzt sind 94.060 Kabelhaushalte in Paderborn, 157.700 Kabelhaushalte in Münster sowie 257.500 Kabelhaushalte in Bochum hinzugekommen. Eine Verfügbarkeitsprüfung im Internet gibt Auskunft darüber, ob an der eigenen Adresse die neue Höchstgeschwindigkeit von 128 MBit/s angeboten wird.





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