Startseite > DSL und VDSL > 1&1 SmartPad soll Multi-Media-Zentrale sein

1&1 SmartPad soll Multi-Media-Zentrale sein

Mit seinem SmartPad reagiert 1&1 auf den durch Apple mit dem iPad ausgelösten Hype um Tablet-Computer. Wer im Juli als DSL-Neukunde den Tarif 1&1 Doppel-Flat 16.000 bucht, bekommt das 1&1 SmartPad ohne Aufpreis dazu. Bestandskunden können den neuen Tablet-Computer noch nicht bestellen.

Ein iPad-Killer ist das 1&1 SmartPad nicht, das zeigt schon ein flüchtiger Blick auf die Austattungsmerkmale: Im Inneren des Geräts arbeitet ein mit gerade mal 500 MHz getakteter ARM11-Prozessor. Die Apple A4 CPU des iPad läuft doppelt so schnell. Der Arbeitsspeicher des Media-Tablets von 1&1 ist 256 MB groß, ansonsten sind auch nur 1 GB Speicherplatz an Bord. Letzteres fällt allerdings nicht ins Gewicht, denn es können SD-Karten mit bis zu 64 GB eingesetzt werden. Diese Flexibilität bietet das streng abgeschottete iPad nicht.

Schwachpunkt Display
Mit seinem 7 Zoll großen resistiven Touchscreen dürfte das 1&1 SmartPad nicht für Begeisterung sorgen. Die Bildschirmgröße von 7 Zoll (sozusagen Taschenbuchformat) mag ihre Vorteile im zum beim iPad mit 9,7 Zoll etwas größeren Display haben, doch die Auflösung von nur 800 x 480 Bildpunkten (iPad: 1.024 x 768) erscheint nicht zeitgemäß. Sogar einige Smartphones mit ihren viel kleineren Bildschirmen bieten bessere Auflösungen. Noch gewichtiger: Der Touchscreen ist restistiv, nicht kapazitiv, sodass es nicht reicht, eine Stelle auf dem Bildschirm bloß zu berühren, man muss drücken; Multitouch gibt es beim 1&1 SmartPad ebenfalls nicht.

WLAN nach n-Standard und UMTS via USB-Anschluss
Immerhin bietet der neue Tablet-Computer WLAN nach n-Standard (IEEE 802.11 n) und erleichtert durch Wireless Protected Setup (WPS) das Anmelden im drahtlosen Netz. Ein großer Vorteil ist außerdem eine USB-Schnittstelle, die dem iPad ebenfalls fehlt. So lassen sich nicht nur Dateien aller Art bequem über einen USB-Speicher-Stick auf das Gerät übertragen. Der USB Port bietet sich grundsätzlich auch dafür an, einen schon vorhandenen UMTS-Stick einzustöpseln, um über ein Mobilfunknetz Verbindung mit dem Internet herzustellen.

Der dafür erforderliche Treiber ist zwar noch nicht fertig, soll jedoch noch im Laufe des Monats erscheinen. Damit hat man nicht bloß die volle Auswahl an Datentarifen, sondern kann denselben UMTS-Surf-Stick, den man sonst für Notebook oder Netbook verwendet, bei Bedarf in seinen Tablet-Computer stecken. Selbst wenn man pro Monat auf diese Weise nur 10 Euro spart, kommt diesem Aspekt große Bedeutung bei. Die Ersparnis kann aber durchaus mehr als doppelt so hoch ausfallen. Für die ersten drei Monate kann man auf Wunsch kostenlos über 1&1 das Internet nutzen und später für 9,99 Euro eine Monats-Flatrate oder für 1,99 Euro bei Bedarf eine Tages-Flatrate buchen. An jeweils einem Tag pro Monat kann man die Tages-Flatrate sogar kostenlos nutzen.

Betriebssystem und Software
Als Betriebssystem kommt im 1&1 SmartPad das von Google ursprünglich für Smartphones entwickelte Android OS in Version 1.6 zum Einsatz, das inzwischen beispielsweise auch zur Software-Basis für Google TV geworden ist. Während Android an sich eine gute Wahl darstellt, handelt es sich bei Version 1.6 um eine veraltete Version; immerhin ist mit einem Update zu rechnen. Aus dem von Google betriebenen Android Market kann man sich leider keine Programme downloaden, aber man muss sich deshalb nicht mit dem 1&1 Store begnügen, was die Softwareauswahl angeht. Alternativ kann man sich anderweitig im Internet nach Android Apps umsehen, wenn man sein Glück versuchen und Apps ausprobieren möchte.

Auf 1&1-Kunden abgestimmt
Das 1&1 SmartPad bietet verschiedene Zusatzfunktionen, die zum Teil ganz auf 1&1-Kunden zugeschnitten sind: Beispielsweise kann Musik nicht nur aus dem Internet oder von der SD-Speicherkarte, sondern auch aus dem persönlichen 1&1 Online-Speicher abgespielt werden. Wer mehr Komfort möchte, kann sich für 29,99 Euro eine Docking-Station mit eingebautem Sufwoofer kaufen. Nicht nur die Nutzung als digitaler Bildrahmen wird durch den integrierten Ständer zum Ausklappen vereinfacht. Das iPad von Apple besitzt keinen solchen Ständer.

1&1 preist im Pressetext sein Media-Tablet als "Multi-Media-Zentrale zur Steuerung des 1&1 HomeNets" an. "Damit sind alle 1&1 Geräte und ihre Funktionen über das 1&1 SmartPad bedienbar. Per Fingerdruck lässt sich Musik auf der Stereoanlage abspielen, ein Blockbuster auf dem maxdome mediaCenter starten und Bilder oder Kontakte verwalten. Außerdem sind das 1&1 Control-Center, der 1&1 Kundenshop und die Schaltzentrale des 1&1 HomeServers über Buttons bequem erreichbar." Das ist auf jeden Fall eine gute Idee.

"Wachsende Mobilität, Heimvernetzung und die rasante Entwicklung ständig neuer Funktionen hat eine neue Geräteklasse entstehen lassen, die zwischen dem SmartPhone und dem Note- oder Netbook angesiedelt ist. Aus den Vorteilen beider Welten haben wir das 1&1 SmartPad gemacht", sagt Robert Hoffmann, Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG. "Diese innovative Entwicklung bestätigt unser Image in der Internet-Branche: Innovationen zu massenmarktfähigen Preisen", so Hoffmann weiter.

Vermutlich kommen von anderen Unternehmen im Laufe des Jahres Tablet-Computer auf den Markt, die technisch einiges mehr zu bieten haben als das 1&1 SmartPad und dem iPad ähnlicher sind. 1&1 bietet mit seinem SmartPad nicht nur als eine der ersten Firmen ein Media-Tablet an. Das 1&1 SmartPad ist zudem selbst für den Preis von 299 Euro, für den es später auch für Bestandskunden zu kaufen sein soll, deutlich billiger als das iPad. Man darf gespannt sein, zu welchen Preisen weitere Media-Tablets auf den Markt kommen werden.

Wirklich günstig ist das 1&1 SmartPad für diejenigen, die als DSL-Neukunden den Tarif 1&1 Doppel-Flat 16.000 wählen, denn sie bekommen den Tablet-Computer für null Euro, wenn sie auf ihr Startguthaben in Höhe von 150 Euro verzichten. Alternativ bekommen Neukunden in diesem DSL-Tarif aber auch weiterhin das im Juni vorgestellte maxdome mediaCenter TV für null Euro.





RSS

Twitter