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Studie sagt Erfolg von 3D-TV voraus

In fünf Jahren steht bereits in jedem fünften Haushalt ein 3D-Fernseher, besagt eine neue Studie von Goldmedia. Im Jahr 2015 sollen 8 Millionen 3D-TV-Geräte in Deutschland genutzt werden. Das Interesse der Zuschauer an 3D-Inhalten ist groß.

3D wurde schon oft eine große Zukunft vorausgesagt. Ob es diesmal wirklich klappt und wir in den nächsten Jahren den großen Durchbruch bei 3D-Inhalten erleben werden, bleibt daher abzuwarten. Mitte Oktober sorgten Zahlen des Marktforschers DisplaySearch für Ernüchterung, denn selbst die Technikbegeisterten lassen die 3D-Fernseher in den Regalen stehen. Erst sehr wenige Käufern haben sich bei der Wahl eines Fernsehers für ein 3D-fähiges Gerät entschieden. Für die nächsten Jahre rechnen die Marktforscher von DisplaySearch jedoch mit sehr starken Zuwächsen beim Kauf von 3D-Fernsehern.

Eine große Nachfrage auf Verbraucherseite sagt auch eine neue Goldmedia-Studie mit dem Titel "3D Home-Entertainment in Deutschland" voraus, die am 9. November auf dem 3D-Forum des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vorgestellt wird. "3D entwickelt sich zum Markttreiber der Consumer Electronics. Neben der Internetfähigkeit wird 3D zur wichtigsten Funktion der neuen TV-Geräte-Generation", prognostiziert BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

3D-Fernseher sind noch recht neu, erst im März startete der Verkauf der ersten 3D-TV-Geräte in Deutschland. Nach Schätzungen von GfK Retail and Technology werden hierzulande bis zum Ende des Jahres insgesamt 150.000 3D-Fernseher gekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis eines 3D-TV-Geräts liegt bei 2.000 Euro, denn die meisten haben sehr große Bildschirme und sind insgesamt sehr gut ausgestattet. Diesen Aspekt sollte man beim Blick auf die Verkaufszahlen nicht vergessen, denn es sind eben nicht nur die 3D-Fähigkeiten, die ein 3D-TV-Gerät gegenüber einem durchschnittlichen Flachbildfernseher verteuern.

An mangelnden Verbraucherinteresse wird 3D nach derzeitigem Stand jedenfalls nicht scheitern: Die Goldmedia-Studie hat ergeben, dass sich mehr als jeder Dritte (35 Prozent) vorstellen kann, 3D-Inhalte unter Zuhilfenahme einer 3D-Shutterbrille auf einem Fernseher zu konsumieren. Besonders hoch ist das Interesse an 3D-Spielfilmen: Fast zwei Drittel der grundsätzlich interessierten Befragten (62 Prozent) würden sich 3D-Spielfilme im Fernsehen ansehen, 44 Prozent über einen Blu-ray-Player oder als On-Demand-Download. Fast jeder Dritte (31 Prozent) möchte Sportsendungen in 3D verfolgen.

Das 3D-Inhalteangebot ist derzeit noch sehr klein. Das gilt allgemein als großes Hindernis für einen schnellen Erfolg von 3D bei den Konsumenten. Immerhin offeriert die Deutsche Telekom in ihrem IPTV-Angebot Entertain bereits 3D-Inhalte, und letzten Monat ist mit Sky 3D sogar ein eigener Pay-TV-Kanal für dreidimensionale Fernsehinhalte an den Start gegangen. Zudem dauert es eine Weile, bis Kinofilme auf Blu-ray-Disc erscheinen. Ende 2010 werden es rund 25 3D-Filme sein, die man auf Blu-ray-Disc kaufen kann, schätzt man beim BITKOM. Dieses Jahr sind bereits recht viele 3D-Filme ins Kino gekommen, sodass 2011 entsprechend viele 3D-Filme neu auf Blu-ray-Disc veröffentlicht werden. Schneller geht es im Bereich Computerspiele, wo schon mehr als 400 Titel mit 3D-Visualisierung erschienen sind.





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