Startseite > Analoges Fernsehen

Kategorie: Analoges Fernsehen


Keine Abschaltung – analoges Kabelfernsehen bleibt bestehen

28. April 2012 - 16:34 Uhr

Am Montag ist Schluss mit analogem Fernsehen. Diese Botschaft ist derzeit überall zu hören. Die Botschaft der Kabelnetzbetreiber, dass analoges Kabelfernsehen noch lange nicht abgeschaltet wird, geht dabei meist unter.

Allerdings sind die Kabelkunden ab dem 30. April um 3 Uhr morgens die letzten Fernsehzuschauer, die in Deutschland noch analog fernsehen können. Die Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit, um die es am 30. April 2012 geht, war schließlich nicht die erste Analogabschaltung. Terrestrisch - über "Antenne" - gibt es schon seit Jahren kein analoges Fernsehen mehr. Der Umstieg zum digital-terrestrischen Empfang (DVB-T) ist längst abgeschlossen.

Irgendwann einmal wird auch das analoge Kabelfernsehen abgeschaltet, doch bislang gibt es dafür noch nicht einmal einen Termin. "Über das Fernsehkabel von Kabel Deutschland werden analoge TV-Programme wie gewohnt weiter verbreitet", schreibt etwa Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber. "Die Kabelkunden haben nach wie vor die freie Wahl zwischen analogem und digitalem Fernsehen, denn eine 'Zwangsdigitalisierung' würde die Sehgewohnheiten vieler langjähriger Kunden ignorieren."

Warum ist analoges Kabelfernsehen noch so weit verbreitet?

Tatsache ist, dass der Umstieg auf Digital-TV bei den Kabelhaushalten noch nicht sehr weit vorangeschritten ist, wenngleich sich in den letzten ein bis zwei Jahren hier viel getan hat. Sicher, das hat durchaus etwas damit zu tun, das analoges Kabelfernsehen für die Kunden besonders leicht nutzbar ist. Die analogen TV-Tuner sind in allen Geräten eingebaut, man kann jeden Fernseher einfach an einen Kabelanschlussdose anschließen und ohne zusätzliche Technik meistens über 30 TV-Sender empfangen.

Bis vor nicht langer Zeit waren in Flachbildfernseher ebenfalls nur analoge Empfangsteile eingebaut. Man brauchte zum Digitalen TV-Empfang zusätzlich noch einen Set-Top-Box. Inzwischen sind Digital-Tuner in Flachbildfernsehern Standard - zuerst wurden meist nur DVB-T-Tuner integriert, jetzt gehören digitale Kabel-Tuner und oft auch digitale Sat-Tuner zur Grundausstattung. Seit Kurzem wäre es für Kabelhaushalte theoretisch ganz leicht, vom analogen auf den digitalen Empfang via Kabel umzusteigen.

Da die meisten Kabelnetzbetreiber jedoch bis auf die öffentlich-rechtlichen Programme alle digitalen TV-Signale verschlüsseln, reicht ein digitales Empfangsteil im Fernseher alleine nicht aus. Entweder nutzt man eine Set-Top-Box mit passendem Decoder oder besorgt sich ein CI-Plus-Modul seines Kabelnetzbetreibers, um jeweils in Verbindung mit einer Smartcard des Kabelanbieters die Programme zu entschlüsseln. Der Empfang von Free-TV-Sendern wie RTL und SAT.1 wird damit vergleichsweise kompliziert. Zudem fallen zusätzliche Kosten an, nicht nur für die Hardware, sondern laufende Zusatzkosten, weil der digitale Kabelempfang in der Regel einen (wenngleich nur geringen) Aufpreis kostet.

Die meisten Satellitenhaushalte sind vorbereitet

Fast alle Satellitenhaushalte haben dagegen auf digitalen Empfang umgerüstet. Wenn am Montag in aller Frühe das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet wird, führt das deshalb nicht zu Millionen schwarzer Bildschirme. Der zum Teil befürchtete "schwarze Dienstag" bleibt wohl aus, nur einige Tausend Haushalte verpassen den rechtzeitigen Umstieg, glaubt man beim BITKOM. Der Hightech-Verband stützt sich mit seinem Optimismus auf die aktuellen Verkaufszahlen für digitale Sat-Receiver und entsprechend ausgestattete Fernseher. Seit Jahresbeginn wurden rund 1,9 Millionen digitale Sat-Empfänger verkauft, nahezu doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Fernseher mit eingebautem Empfangsteil verkauften sich ebenfalls deutlich besser, schon ungefähr 1,5 Millionen wurden dieses Jahr verkauft.

"Die überwältigende Mehrheit der betroffenen Haushalte hat sich auf die Abschaltung des analogen TV-Signals eingestellt", sagt Ralph Haupter, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. "Die umfangreichen Informationskampagnen der Satellitenbetreiber, Gerätehersteller und Fernsehsender waren erfolgreich." Die Zahl der Satellitenhaushalte mit analogem Fernsehempfang ging letztes Jahr um fast die Hälfte zurück. Zum Jahreswechsel gab es nur noch etwa 1,8 Millionen Satellitenhaushalte, die noch nicht auf Digital-TV umgestiegen waren.

Bei der Zuführung der Programme zu den Kabelkopfstationen wurde für die analoge Verbreitung im Kabel bisher zwar auf die analogen TV-Signale zurückgegriffen, doch die Kabelnetzbetreiber haben einigen Aufwand getrieben, um die modernen digitalen TV-Signale für das veraltete analoge Kabelfernsehen umzuwandeln (zu re-analogisieren). Deshalb können Kabelkunden in den nächsten Jahren weiter analoges Fernsehen empfangen.

Warum Kabelhaushalte auf Digital-TV umsteigen sollten

Aber das sollten sie nicht, denn digitales Fernsehen bietet eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität. Das gilt schon für Digital-TV in Standardauflösung. Aber erst beim hochauflösenden Fernsehen zeigt sich, was moderne Flachbildfernseher zu leisten imstande sind. Hinzukommt, dass viele dieser Geräte bei analogem Fernsehempfang sogar ein schlechteres Bild als ein altes Röhrengerät liefern.

Für einen Abschied vom analogen Fernsehen spricht neben der sehr viel besseren Bild- und Tonqualität die sehr viel größere Programmvielfalt. Unter Hunderten TV-Sendern ist so gut wie für jeden etwas dabei. Die laufenden Kosten am digitalen Kabelanschluss sind kaum höher als am analogen Kabelanschluss. Selbst Pay-TV muss nicht teuer sein, denn attraktive TV-Pakete sind schon für unter 10 Euro zu bekommen.

Wer seinen Internetanschluss bei Vodafone oder der Deutschen Telekom hat, sollte vor einer Entscheidung für digitales Kabelfernsehen prüfen, ob sein Internetprovider möglicherweise das attraktivere Angebot in Form von Vodafone TV bzw. Entertain bereithält. Eine Alternative zum digitalen Kabelfernsehen ist IPTV insbesondere für Haushalte mit einem VDSL-Anschluss, weil dann selbst bei HDTV-Empfang noch Reserven für andere Formen der Internetnutzung bestehen.

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Digitales Fernsehen, Vermischtes

Analoges Fernsehen: Abschaltung steht kurz bevor

19. April 2012 - 08:20 Uhr

Jetzt ist es bald so weit: Das analoge Fernsehen wird abgeschaltet. Bereits am 30. April endet für Haushalte mit Satellitenempfang das Zeitalter des analogen Fernsehens. Kabelfernsehen wird anschließend als einziger analoger Verbreitungsweg übrig bleiben.

Mit Nachdruck weist "klardigital 2012" diese Woche darauf hin, dass die deutschen TV-Sender in wenigen Tagen ihr analoges Fernsehen abschalten. Bei "klardigital 2012" handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Landesmedienanstalten mit ARD, ZDF, RTL-Gruppe, ProSiebenSat.1 und dem VPRT. Hauptsächliches Ziel des Projekts ist es, die von der Abschaltung des analogen Fernsehens betroffenen Haushalte bzw. Zuschauer zu informieren.

Schon seit rund zwei Jahren informieren die Fernsehsender durch redaktionelle Beiträge, Radio- und TV-Spots, im Internet, im Videotext und über Presseberichte über das Ende des analogen Fernsehempfangs. Seit Anfang 2012 sind im analogen Fernsehen zudem immer wieder Laufbänder als Einblendung ins aktuelle Programm zu sehen, die auf die bevorstehende Einstellung der analogen Verbreitung hinweisen. Zu Beginn dieser Woche wurde die Zahl dieser Einblendungen erneut erhöht.

Umstellung erfolgt nachts

Man kann also wirklich nicht behaupten, die Fernsehzuschauer würden vom nun kurz bevorstehenden Ende des analogen Fernsehens überrascht. Dennoch wird davon ausgegangen, dass zahlreiche Fernsehhaushalte mit analogem Empfang noch nicht die nötigen Schritte eingeleitet haben, um über den 30. April hinaus noch etwas auf ihrem TV-Gerät sehen zu können. Nicht zuletzt deshalb wird jetzt so massiv auf die Analogabschaltung hingewiesen.

Die betroffenen Zuschauer werden gewissermaßen im Schlaf überrascht, denn das Analog-TV-Ende kommt um 3 Uhr morgens. Anschließend bleibt der Bildschirm aber nicht schwarz, wie oft zu lesen ist. Vielmehr wird auf fast allen analogen Kanälen eine Texttafel anstelle des TV-Programms eingeblendet, um so die letzten analogen Nutzer zu erreichen bzw. darüber aufzuklären, warum auf einmal kein TV-Programm mehr gesendet wird.

Wenn nur ein neuer Receiver benötigt, ist die Umstellung einfach

Wer jetzt noch nicht auf digitalen Empfang umgestellt hat, sollte dies wirklich nicht länger aufschieben, um Engpässe kurz vor dem Abschalttag zu vermeiden. Sofern das LNB für Digital-TV geeignet ist und nur der analoge Satelliten-Receiver gegen ein digitales Modell ausgetauscht werden muss, ist die Umstellung ganz einfach.

Käufer eines neuen Sat-Receivers sollten sich für ein Modell entscheiden, mit dem hochauflösendes Fernsehen möglich ist, denn im Jahr 2012 ist im Grunde nicht Digital-TV, sondern schon HDTV der neue Standard. Da viele der besonders interessanten Programme verschlüsselt übertragen werden, ist es wichtig, ein passendes Receiver-Modell zu kaufen. Im Zweifel entscheidet man sich für einen HDTV-Sat-Receiver, in den eine Festplatte integriert ist oder zumindest später bei Bedarf angeschlossen werden kann, damit man TV-Sendungen auch aufzeichnen kann. Statt eines digitalen Satellitenreceivers kann man sich auch einen neuen Flachbildfernseher mit eingebautem digitalen Satellitenempfänger kaufen, sofern demnächst sowieso ein Neukauf ansteht.

Neue Sender, mehr HDTV

>>Mit der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens werden einige neue Programme ihre digitale Satellitenausstrahlung beginnen sowie ein paar bereits digital empfangbare TV-Angebote den Sendekanal (Transponderplatz) wechseln. Die entsprechenden Hinweise der Sender sind zu beachten", heißt es zudem in einer aktuellen Pressemitteilung von "klardigital 2012". Insofern ist der 30. April auch für digitale Satellitenhaushalte von Bedeutung. Neben ganz neuen Sendern wie glitz* und ProSieben FUN kommen vor allem HD-Versionen bereits bestehender TV-Programme neu hinzu, darunter 3sat HD, ZDFneo HD, kabel eins CLASSICS HD und SUPER RTL HD.

Wer analoges Fernsehen über seinen Kabelanschluss empfängt, kann dies auch im nächsten Monat noch tun. Eine Abschaltung des analogen Kabelfernsehens ist noch nicht in Sicht - leider, denn die analogen TV-Signale belegen sehr viel Platz in den Kabelnetzen, der besser genutzt werden könnte, vor allem für die Einspeisung vieler zusätzlicher HD-Sender.

Grafik links oben: Initiative klardigital 2012

1 Kommentar » | Analoges Fernsehen, Vermischtes

ServusTV ersetzt jetzt bei Kabel BW Deluxe Music

30. March 2012 - 10:18 Uhr

Ab sofort können in Baden-Württemberg noch mehr Fernsehzuschauer den Sender ServusTV über ihren analogen Kabelanschluss empfangen. Deluxe Music musste letzten Monat Insolvenz anmelden und musste schon auf mehreren Plattformen anderen Angeboten weichen.

Der Sendebetrieb des Musiksenders Deluxe Music wurde zwar trotz Insolvenz aufrechterhalten, doch die technische Reichweite war schon in den letzten Wochen erheblich gesunken, seit ihn mit Kabel Deutschland und Unitymedia die beiden größten Kabelnetzbetreiber nicht mehr einspeisen. Weiterhin zu empfangen ist Deluxe Music bei Entertain, der IPTV-Plattform der Deutschen Telekom, sowie im digitalen Netz von Kabel BW. Der Zeitpunkt, zu dem Deluxe Music nicht mehr bei Kabel BW zu empfangen ist, überrascht ein wenig. Immerhin ist seit letzer Woche bekannt, dass die High-View-Gruppe (zu der etwa die Musiksender Jukebox und RCK TV sowie der Dokukanal Planet zählen) Deluxe Music übernimmt.

Analoge Plätze im Kabel sind knapp

Für ServusTV aus Österreich sind die Schwierigkeiten bei Deluxe Music dagegen ein Glücksfall, denn Plätze im analogen Kabelnetz sind äußerst knapp und sehr begehrt. Ende nächsten Monats endet zwar in Deutschland das analoge Satellitenfernsehen, womit einzig noch das Kabel als analoger Verbreitungsweg übrig bleibt. Bei den Kabelhaushalten ist es jedoch weiterhin die große Mehrheit, die ausschließlich analoges Fernsehen nutzt.

Bislang konnten nur sehr wenige Haushalte in Baden-Württemberg ServusTV analog empfangen (in den Großräumen Stuttgart und Ludwigsburg), jetzt sind es rund 1,9 Millionen, was einen enormen Reichweitengewinn darstellt. Da ServusTV den analogen Programmplatz von Deluxe Music übernommen hat, muss an Fernsehern und analogen Videorekordern kein Sendersuchlauf durchgeführt werden.

"Servus TV bietet entspannten Fernsehgenuss über alle Genres: Reportagen, Dokumentationen, Sport, Kulinarik, Magazine, Kultur, Live-Konzerte, Spielfilme, Unterhaltung und vieles mehr", beschreibt Kabel BW den analogen Neuzugang im Pressetext. Digitale Kabelhaushalte konnten den Sender schon bisher empfangen. Er wird unverschlüsselt nicht nur in Standardauflösung, sondern als ServusTV HD sogar hochauflösend verbreitet.

QVC HD und QVC BEAUTY bei Kabel BW

Bereits seit Ende letzter Woche ist mit dem Shoppingkanal QVC HD übrigens ein weiteres HDTV-Programm bei Kabel BW hinzugekommen. Die HD-Version des Shoppingprogramms war im September vorigen Jahres gestartet und seither nur via Satellit zu empfangen. Dabei möchte man als Zuschauer gerade bei einem Shoppingsender genau sehen, was man kaufen soll.

Rainer Sura, Director Multimedia Reach Development QVC, freut sich: "Mit QVC HD bieten wir nun unseren Kunden in Baden-Württemberg die Möglichkeit, die Angebote von QVC per Kabelempfang und in bestmöglicher Bildqualität zu empfangen. Diese Einspeisung ist eine wichtiger Schritt für die Umsetzung unserer Strategie, die Kabelverbreitung für unser HD-Angebot weiter auszubauen."

Klaus Wolf, Abteilungsleiter Produktmanagement TV & Content bei Kabel BW: "Wir freuen uns, unseren Kunden von Kabel BW das in Deutschland führende Teleshoppingprogramm von QVC nun auch in bester HD Qualität anbieten zu können. Unsere Kunden können mit QVC HD jetzt insgesamt 41 hochauflösende Programme empfangen." Ab April wird mit QVC BEAUTY ein neuer Ableger des Einkaufssenders bei Kabel BW digital eingespeist, allerdings nur in Standardauflösung. Wellness, Pflege, Schönheit und Styling stehen bei QVC BEAUTY auf dem Programm.

Foto links oben: Kabel BW

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Fernsehsender, Kabel BW

Pirna: Schnelles Kabelinternet und Änderung der TV-Programmbelegung

29. February 2012 - 15:33 Uhr

Kabelhaushalte mit analogem Fernsehempfang in Pirna müssen sich auf eine neue Senderbelegung einstellen. Außerdem bietet Kabel Deutschland in der Stadt bald Internetzugänge mit bis zu 100 MBit/s Bandbreite an.

Ab Mitte April können die Bewohner von Pirna erstmals über den Kabelanschluss schnelles Internet nutzen und über den Kabelanschluss telefonieren. Im Downstream (Empfangsrichtung) stehen bis zu 100 MBit/s zur Verfügung, im Upstream (Senderichtung) sind es bis zu 6 MBit/s. Damit Highspeed-Internet in Pirna technisch möglich wird, muss das Kabelnetz modernisiert werden.

Zwischen dem 5. und 8. März wechselt Kabel Deutschland im Ausbaugebiet die Verstärker aus. Daher ist an diesen Tagen mit kurzen Unterbrechungen beim Empfang zu rechnen. Im Zuge dieser Modernisierung ändert sich die Programmbelegung der analogen Fernseh- und Radiosender; einige sind dann nicht mehr auf den gewohnten Plätzen zu finden. Spätestens am Abend des 8. März sollen diese Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sein. Dann müssen analoge Fernseher und Videorekorder neu eingestellt werden.

Neue Kanäle für N24, n-tv und HSE24

Konkret betroffen von der Kanalumstellung sind die beiden Nachrichtensender N24 und n-tv sowie der Shoppingkanal HSE24. Das bisher auf Kanal 03 sendende N24 ist künftig auf K22 zu finden, n-tv wechselt von K02 auf K21, HSE24 sendet statt auf K03 in Zukunft auf K23. Die Kanalwechsel sind erforderlich, weil für die neuen interaktiven Dienste ein Rückkanal im Kabelnetz gebraucht wird, auf dem Daten und andere Signale übertragen werden. Dafür wird der Frequenzbereich der Kanäle K02 bis K04 verwendet.

Von dieser Umstellung betroffen ist allein das analoge Kabelfernsehen. Wer nur digitales Fernsehen empfängt, muss sich damit nicht beschäftigen.

Einen genauen Termin, ab dem die Internet- und Telefonprodukte in Pirna erhältlich sind, nennt Kabel Deutschland dagegen noch nicht, "ab Mitte April" soll es so weit sein. "Hohe Bandbreiten werden immer wichtiger", erklärt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung von heute Mittag. "In den Haushalten werden zunehmend mehr internetfähige Geräte wie Laptop, Netbook, Handy oder Smartphone genutzt. Außerdem erfordern Online-Videos oder aufwändige Programm-Aktualisierungen (Software-Updates) höhere Geschwindigkeiten. Mit einem leistungsfähigen Internetzugang profitieren Nutzer von schnellen Übertragungszeiten und guter Bildqualität – auch wenn die ganze Familie parallel online ist."

Welcher Anschluss ist sinnvoll?

Die derzeitige Maximalgeschwindigkeit von 100 MBit/s wird derzeit trotzdem nur von einer Minderheit der Internetnutzer aktuell benötigt. Der nächstkleinere Anschluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 32 MBit/s ist dagegen für die meisten Haushalte eine gute Wahl. Wer selbst viele Dateien versendet bzw. ins Internet hochlädt - zum Beispiel Musik, Fotos und Videos auf einen Online-Speicher in der Cloud - kann allerdings mehr als die bei diesem Anschluss möglichen bis zu 2 MBit/s im Upstream gebrauchen.

Aufgrund der aktuellen Tarifstruktur bei Kabel Deutschland sollte man sich im Zweifel für das größte Paket "Internet & Telefon 100" mit bis zu 100 MBit/s im Down- und bis zu 6 MBit/s im Upstream sowie einem Telefonanschluss mit zwei Leitungen inklusive Sprachflatrate in die deutschen Festnetze entscheiden. Der reguläre Monatspreis von 39,90 Euro fällt nämlich erst ab dem zweiten Jahr (Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate) an. In den ersten zwölf Monaten zahlt man nur 19,90 Euro - und man kann anschließend kostenlos in den Tarif "Internet & Telefon 32" wechseln, falls man die maximale Internetgeschwindigkeit nicht mehr nutzen möchte.

Bei "Internet & Telefon 32" zahlt man regulär 29,90 Euro im Monat für einen Internetzugang mit bis zu 32 MBit/s im Down- und bis zu 2 MBit/s im Upstrem sowie einen Telefonanschluss mit zwei Leitungen inklusive Telefonflatrate für innerdeutsche Festnetzgespräche. Im ersten Jahr kostet auch dieses Produkt nur 19,90 Euro im Monat, es ist also zunächst nicht billiger. Diesen kleineren Kombitarif gibt es allerdings auch in der Variante "Internet & Telefon 32 flex". Dann zahlt man im ersten Jahr 14,90 Euro und ab dem zweiten Jahr 24,90 Euro im Monat, verzichtet jedoch auf die Telefonflatrate. Das kann sinnvoll sein, wenn man bereits über seinen Handytarif eine Festnetzflat bezahlt und eine weitere Flat für Gespräche ins Festnetz daher nicht braucht.

Foto links oben: Lokaler Vermittlungsknoten (Kabel Deutschland)

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Kabel Deutschland, Netzausbau

Kabel Deutschland: Spezielle Angebote für analoge Sat-Nutzer

10. February 2012 - 16:01 Uhr

Am 30. April wird das analoge Satellitenfernsehen in Deutschland abgeschaltet. Betroffene Haushalte, die noch nicht auf Digital-TV umgerüstet haben, versuchen die Kabelnetzbetreiber für ihre Angebote zu interessieren. Kabel Deutschland offeriert jetzt ein Komplettangebot speziell für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Die Deutsche TV-Plattform e. V. berichtet diese Woche von 1,8 Millionen Haushalten, die zum Jahreswechsel noch analoges Satellitenfernsehen genutzt haben. Viele davon haben immer noch nicht die nötigen Vorkehrungen getroffen, um über den 30. April dieses Jahres hinaus TV-Programme empfangen zu können. Wenn sie nicht doch noch aktiv werden, fällt Fernsehen als Freizeitbeschäftigung für sie bald komplett aus.

Die Kabelnetzbetreiber nutzen derzeit ihre Chance, Satellitenhaushalte zum Umstieg auf Kabelfernsehen zu bewegen. Im Mittelpunkt steht dabei meist die Botschaft, dass Kabelkunden auch in Zukunft analoges Fernsehen empfangen, niemand solle zu digitalem Fernsehen gezwungen werden. Gegen diesen Ansatz ließe sich vieles vorbringen, aber darum soll es hier nicht gehen - schon deshalb nicht, weil Kabel Deutschland mit seinen neuen "Rundum-Sorglos-Paketen" auf ein Paket aus analogem und digitalem Fernsehen setzt, dazu gleich im Detail.

Diese neuen Wechselerangebote sind für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern gedacht, die keinen Kabelanschluss besitzen, bei denen die Voraussetzungen für den Anschluss an das Netz von Kabel Deutschland jedoch bereits gegeben sind. Liegen diese Satellitenhaushalte im Ausbaugebiet für Internet und Telefonie über den Kabelanschluss, können sie durch Bestellung eines Internet- und Telefonangebots zusätzlich sparen.

Zwei Varianten des Komplettpakets für Sat-Wechsler

Kabel Deutschland unterscheidet nämlich zwei verschiedene "Rundum-Sorglos-Pakete für Sat-Wechsler" bzw. zwei Varianten: Die erste ermöglicht analoges und digitales Kabelfernsehen inklusive der privaten HDTV-Sender und enthält einen HD-Receiver. Die Installation des Kabelanschlusses vor Ort erfolgt kostenlos, die monatliche Grundgebühr beträgt 18,90 Euro. Möchte man statt des HD-Receivers ein Gerät mit eingebauter Festplatte (also mit Videorekorder-Funktionen) erhalten, erhöht sich der Monatspreis auf 22,90 Euro. Die Mindestlaufzeit im ersten Komplettpaket beläuft sich auf nur 12 Monate.

Billiger wird dieses Komplettpaket, wenn außerdem ein Telefon- und Internetangebot - für das extra Kosten anfallen! - gebucht wird. Der Monatspreis für das Wechsler-Paket reduziert sich dann von 18,90 Euro auf 13,90 Euro pro Monat, die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 statt 12 Monate. Gegen einen Aufpreis von 4 Euro ist auch hier anstelle des HD-Receivers der HD-Festplattenreceiver erhältlich. Achtung: In beiden Varianten ist das Pay-TV-Paket "Kabel Premium HD" für zwei Monate gratis. Möchte man es ab dem dritten Monat nicht für zusätzliche 10 Euro nutzen, muss man es rechtzeitig kündigen.

Satellitenschüssel wird auf Wunsch abmontiert

Ein weiterer Vorteil bei der zusätzlichen Bestellung von Telefon- und Internetangeboten bietet sich denjenigen Hauseigentümern, die ihre analoge Satellitenschüssel vom Dach abbauen und entsorgen lassen möchten. Diesen Service bietet Kabel Deutschland bei seinen "Rundum-Sorglos-Paketen" nämlich für einmalig 49 Euro mit an. Wer sich für die zweite Variante mit Internet- und Telefonangeboten entscheidet, bezahlt dafür aber nichts.

Wahl zwischen analogem und digitalem Empfang via Kabel

Kabelhaushalte haben die Wahl | Grafik: Kabel Deutschland

Auf Wunsch werden zwei zusätzliche Smartcards für die Entschlüsselung von Digital-TV kostenlos ausgegeben. Alle privaten Free-TV-Programme werden bei Kabel Deutschland nämlich verschlüsselt eingespeist. Es reicht also nicht, einen Flachbildfernseher mit integriertem DVB-C-Tuner anzuschließen, wenn man neben den (immer unverschlüsselten) öffentlich-rechtlichen Sendern auch Privatsender wie RTL und SAT.1 sehen möchte. Das oft wiederholte Argument, am Kabelanschluss ohne Zusatzkosten einen zweiten und dritten Fernseher nutzen zu können, ist deshalb ziemlich schwach, denn nur beim unverschlüsselten analogen Kabelfernsehen hat man es dann leicht und muss nicht zusätzliche Digital-Empfänger besorgen.

Foto links oben: Kabel Deutschland

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Kabel Deutschland

Neue Senderbelegung in Zwickau

25. January 2012 - 17:09 Uhr

Für 47.000 Haushalte im Raum Zwickau ändert sich zum 1. Februar die Programmbelegung beim analogen Kabelfernsehen. Mit einer kurzfristigen Unterbrechung der TV-Versorgung muss gerechnet werden. Anschließend sollte ein Sendersuchlauf durchgeführt werden.

Mit Beginn des neuen Monats kommen auf mehr als 47.000 Haushalte in Zwickau, Wilkau-Haßlau, Reinsdorf und Hartenstein, die von Tele Columbus versorgt werden, Veränderungen beim Fernsehempfang zu. Die Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit betrifft die Kabelkunden zwar nicht direkt. Doch an der regionalen Kabelkopfstation können nach der Analogabschaltung am 30. April natürlich keine analogen TV-Signale mehr zwecks Einspeisung ins Zwickauer Kabelnetz empfangen werden.

Sendersuchlauf empfohlen

Daher sind nun Umstellungsarbeiten erforderlich, bei denen es vorübergehend zu einer völligen Unterbrechung des Fernsehempfangs kommen kann. Im Zuge dieser Arbeiten ändert sich die Senderbelegung, die TV-Programme sind also nicht mehr auf ihren gewohnten Programmplätzen zu finden. An allen Fernsehern und anderen Geräten wie analogen Videorekordern müssen daher die Programme neu eingestellt werden. Tele Columbus empfiehlt zu diesem Zweck nach der Kanalumstellung einen Sendersuchlauf. Anschließend sind die immer wieder ins TV-Programm eingeblendeten Laufbänder mit Informationen zur Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens nicht mehr zu sehen.

Um die Versorgung mit analogem Fernsehen zu sichern und das TV-Angebot in Zwickau zu erweitern hat der Kabelnetzbetreiber mit drei großen Wohnungsbauunternehmen mit zusammen über 10.000 Haushalten abgeschlossen. Mitglieder der Westsächsischen Wohn- und Baugenossenschaft eG Zwickau (WEWOBAU), der Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft eG (ZWG) sowie der Wohnungsbaugenossenschaft Zwickau-Land eG (WBG Zwickau-Land) können in Zukunft 32 analoge und etwa 70 digitale Fernsehsender im Standard-Anschluss nutzen. Dazu zählen unter anderem zehn öffentlich-rechtliche und private HDTV-Programme.

Allerdings steht dieses Paket so noch nicht ab 1. Februar zur Verfügung: Zuerst kommen die Haushalte der WEWOBAU in den Genuss dieses Programmpakets, denn ihnen steht es immerhin bereits ab 1. April zur Verfügung. Bei der WBG Zwickau-Land ist es erst am 1. Juli so weit, bei der ZWG sogar erst ab 1. Januar 2013. Ein HDTV-Receiver und ein CI+ Modul sind für die Mieter der genannten Genossenschaften bis Ende 2013 zum halben Kaufpreis erhältlich.

Internet und Telefon über den Kabelanschluss

Im Rahmen der neuen Vereinbarungen erhalten ungefähr 1.000 Haushalte der WBG im Wilkau-Haßlauer Wohngebiet "Am Sandberg" erstmalig Anschluss an das Zwickauer Multimedianetz. Dadurch kann nicht nur das komplette Fernsehangebot von Tele Columbus genutzt werden, sondern der Kabelanschluss auch zum Telefonieren und für schnelle Internetverbindungen eingesetzt werden. Dabei können die Kunden entweder nur mit ihrem Telefon- oder ihrem Internetanschluss umsteigen oder ein Kombi-Produkt wählen, was generell einen Preisvorteil ermöglicht. Die Bandbreite bei Kabelinternet von Tele Columbus beträgt derzeit bis zu 128 MBit/s im Downstream (Daten empfangen) und bis zu 4 MBit/s im Upstream (Daten senden). Wer eine so hohe Geschwindigkeit für seinen Internetzugang noch nicht benötigt, kann sich für Kabelinternet mit 64, 32 oder nur 16 MBit/s entscheiden.

Logo links oben: Tele Columbus

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Tele Columbus

Neue Aktionswoche – 100 Tage bis zur Analogabschaltung

18. January 2012 - 15:32 Uhr

In rund 100 Tagen wird das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet. Da viele Haushalte noch nicht auf Digital-TV umgestellt haben, beginnt am Wochenende eine neue Aktionswoche der Initiative "klardigital 2012".

Bei der Initiative handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Landesmedienanstalten mit ARD, ZDF, RTL-Gruppe, ProSiebenSat.1 und dem VPRT, das vor allem die von der Abschaltung des analogen Fernsehens betroffenen Zuschauer informieren soll. Am Samstag beginnt der 100-Tage-Countdown bis zur Analogabschaltung. Über Satellit sind nach dem 30. April nur noch digitale TV- und Radioprogramme deutscher Sender zu empfangen.

Jetzt nicht mehr länger warten!

"Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, sollte sich rasch um Geräte und Zubehör kümmern, um möglichen Engpässen bei Fachhandel und Fachhandwerk zu entgehen", mahnt die Inititiative heute in einer Pressemitteilung. "Auch Betreiber von Mehrteilnehmer- oder Kabelanlagen, die noch nicht auf die digitale Signalzuführung umgestellt haben, sollten jetzt schnell handeln." Wartet man zu lange, bleibt der Bildschirm bald schwarz. Insbesondere wenn Unterstützung durch Fachbetriebe bei der Umrüstung der Technik gebraucht wird, darf man nicht weiter abwarten. Im Handel kann es aber auch zu Engpässen kommen, wenn zu viele Verbraucher in den letzten Tagen digitale Satellitenreceiver und Zubehör kaufen wollen. An eine gründliche Beratung ist dann nicht mehr zu denken.

Seit April 2011 führte das Projektbüro "klardigital 2012" schon mehrere Aktionswochen durch, aber noch immer konnten nicht alle Betroffenen mit den Maßnahmen erreicht werden. In der am Wochenende anlaufenden Aktionswoche soll besonders der Einsatz von Laufschriften mit dem Hinweis auf das Ende der analogen Satellitenübertragungen intensiviert werden. Zu sehen bekommen diese Laufbänder nur Haushalte mit analogem Empfang, in die digitalen Signale werden diese Informationen nicht integriert.

Zusätzlich werden die Sender wieder in redaktionellen Beiträgen und Spots auf die Abschaltung des analogen Fernsehens über Satellit informieren. Ausführliche Informationen stehen auf Teletextseiten und auf den Websites der Sender zur Verfügung.

Analoges Kabelfernsehen bleibt erhalten

Neben der Initiative "klardigital 2012" weist heute auch der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V. auf die Analogabschaltung hin. Kabelkunden werden "auch in Zukunft die Wahlfreiheit zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehempfang" behalten. Kabelfernsehen kann man über den 30. April 2012 hinaus analog und digital empfangen. Die großen Kabelnetzbetreiber hatten sich angesichts der Einstellung des analogen Satellitenfernsehens zuletzt mehrfach zu analogem Kabelfernsehen bekannt. Eine große Mehrheit der Kabelkunden nutzt bisher ausschließlich den analogen Empfang.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): "Der Kabel­anschluss bleibt die perfekte Kombination aus Innovation und Komfort. Kabel­netz­be­treiber bieten damit die beste Alternative zum selbstorganisierten Satellitenempfang – vor allem für Mietshäuser, Wohnungseigen­tümergemeinschaften und Hotels. Diese sollten zudem beachten, dass urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften teilweise auch für den Betrieb kleinerer Empfangsanlagen Lizenz- und Vergütungsansprüche erheben; ein Risiko, das bei der Versorgung durch einen professionellen Kabelnetzbetreiber regelmäßig entfällt. Mit Blick auf die verbleibenden 100 Tage sollten Betroffene schon jetzt die Umstellung beauftragen."

Analog sind über den Kabelanschluss aber vergleichsweise wenige TV-Programme zu empfangen. Digitaler Kabelempfang bietet vielerorts die Möglichkeit, aus weit über 200 Fernsehkanälen zu wählen. Pay-TV und HDTV können Analog-Haushalte gar nicht bekommen. Wer schon einen HD-Flachbildfernseher besitzt, aber lediglich analoge TV-Signale nutzt, kann nur bei sehr viel schlechterer Bildqualität als eigentlich möglich fernsehen. Obwohl Kabelhaushalte abwarten können, loht sich für sie ein Umstieg auf Digital-TV.

Grafik links oben: Initiative klardigital 2012

Kommentieren » | Analoges Fernsehen, Digitales Fernsehen, Vermischtes

RSS

Twitter