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Kategorie: Digitales Fernsehen


Keine Abschaltung – analoges Kabelfernsehen bleibt bestehen

28. April 2012 - 16:34 Uhr

Am Montag ist Schluss mit analogem Fernsehen. Diese Botschaft ist derzeit überall zu hören. Die Botschaft der Kabelnetzbetreiber, dass analoges Kabelfernsehen noch lange nicht abgeschaltet wird, geht dabei meist unter.

Allerdings sind die Kabelkunden ab dem 30. April um 3 Uhr morgens die letzten Fernsehzuschauer, die in Deutschland noch analog fernsehen können. Die Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit, um die es am 30. April 2012 geht, war schließlich nicht die erste Analogabschaltung. Terrestrisch - über "Antenne" - gibt es schon seit Jahren kein analoges Fernsehen mehr. Der Umstieg zum digital-terrestrischen Empfang (DVB-T) ist längst abgeschlossen.

Irgendwann einmal wird auch das analoge Kabelfernsehen abgeschaltet, doch bislang gibt es dafür noch nicht einmal einen Termin. "Über das Fernsehkabel von Kabel Deutschland werden analoge TV-Programme wie gewohnt weiter verbreitet", schreibt etwa Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber. "Die Kabelkunden haben nach wie vor die freie Wahl zwischen analogem und digitalem Fernsehen, denn eine 'Zwangsdigitalisierung' würde die Sehgewohnheiten vieler langjähriger Kunden ignorieren."

Warum ist analoges Kabelfernsehen noch so weit verbreitet?

Tatsache ist, dass der Umstieg auf Digital-TV bei den Kabelhaushalten noch nicht sehr weit vorangeschritten ist, wenngleich sich in den letzten ein bis zwei Jahren hier viel getan hat. Sicher, das hat durchaus etwas damit zu tun, das analoges Kabelfernsehen für die Kunden besonders leicht nutzbar ist. Die analogen TV-Tuner sind in allen Geräten eingebaut, man kann jeden Fernseher einfach an einen Kabelanschlussdose anschließen und ohne zusätzliche Technik meistens über 30 TV-Sender empfangen.

Bis vor nicht langer Zeit waren in Flachbildfernseher ebenfalls nur analoge Empfangsteile eingebaut. Man brauchte zum Digitalen TV-Empfang zusätzlich noch einen Set-Top-Box. Inzwischen sind Digital-Tuner in Flachbildfernsehern Standard - zuerst wurden meist nur DVB-T-Tuner integriert, jetzt gehören digitale Kabel-Tuner und oft auch digitale Sat-Tuner zur Grundausstattung. Seit Kurzem wäre es für Kabelhaushalte theoretisch ganz leicht, vom analogen auf den digitalen Empfang via Kabel umzusteigen.

Da die meisten Kabelnetzbetreiber jedoch bis auf die öffentlich-rechtlichen Programme alle digitalen TV-Signale verschlüsseln, reicht ein digitales Empfangsteil im Fernseher alleine nicht aus. Entweder nutzt man eine Set-Top-Box mit passendem Decoder oder besorgt sich ein CI-Plus-Modul seines Kabelnetzbetreibers, um jeweils in Verbindung mit einer Smartcard des Kabelanbieters die Programme zu entschlüsseln. Der Empfang von Free-TV-Sendern wie RTL und SAT.1 wird damit vergleichsweise kompliziert. Zudem fallen zusätzliche Kosten an, nicht nur für die Hardware, sondern laufende Zusatzkosten, weil der digitale Kabelempfang in der Regel einen (wenngleich nur geringen) Aufpreis kostet.

Die meisten Satellitenhaushalte sind vorbereitet

Fast alle Satellitenhaushalte haben dagegen auf digitalen Empfang umgerüstet. Wenn am Montag in aller Frühe das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet wird, führt das deshalb nicht zu Millionen schwarzer Bildschirme. Der zum Teil befürchtete "schwarze Dienstag" bleibt wohl aus, nur einige Tausend Haushalte verpassen den rechtzeitigen Umstieg, glaubt man beim BITKOM. Der Hightech-Verband stützt sich mit seinem Optimismus auf die aktuellen Verkaufszahlen für digitale Sat-Receiver und entsprechend ausgestattete Fernseher. Seit Jahresbeginn wurden rund 1,9 Millionen digitale Sat-Empfänger verkauft, nahezu doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Fernseher mit eingebautem Empfangsteil verkauften sich ebenfalls deutlich besser, schon ungefähr 1,5 Millionen wurden dieses Jahr verkauft.

"Die überwältigende Mehrheit der betroffenen Haushalte hat sich auf die Abschaltung des analogen TV-Signals eingestellt", sagt Ralph Haupter, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. "Die umfangreichen Informationskampagnen der Satellitenbetreiber, Gerätehersteller und Fernsehsender waren erfolgreich." Die Zahl der Satellitenhaushalte mit analogem Fernsehempfang ging letztes Jahr um fast die Hälfte zurück. Zum Jahreswechsel gab es nur noch etwa 1,8 Millionen Satellitenhaushalte, die noch nicht auf Digital-TV umgestiegen waren.

Bei der Zuführung der Programme zu den Kabelkopfstationen wurde für die analoge Verbreitung im Kabel bisher zwar auf die analogen TV-Signale zurückgegriffen, doch die Kabelnetzbetreiber haben einigen Aufwand getrieben, um die modernen digitalen TV-Signale für das veraltete analoge Kabelfernsehen umzuwandeln (zu re-analogisieren). Deshalb können Kabelkunden in den nächsten Jahren weiter analoges Fernsehen empfangen.

Warum Kabelhaushalte auf Digital-TV umsteigen sollten

Aber das sollten sie nicht, denn digitales Fernsehen bietet eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität. Das gilt schon für Digital-TV in Standardauflösung. Aber erst beim hochauflösenden Fernsehen zeigt sich, was moderne Flachbildfernseher zu leisten imstande sind. Hinzukommt, dass viele dieser Geräte bei analogem Fernsehempfang sogar ein schlechteres Bild als ein altes Röhrengerät liefern.

Für einen Abschied vom analogen Fernsehen spricht neben der sehr viel besseren Bild- und Tonqualität die sehr viel größere Programmvielfalt. Unter Hunderten TV-Sendern ist so gut wie für jeden etwas dabei. Die laufenden Kosten am digitalen Kabelanschluss sind kaum höher als am analogen Kabelanschluss. Selbst Pay-TV muss nicht teuer sein, denn attraktive TV-Pakete sind schon für unter 10 Euro zu bekommen.

Wer seinen Internetanschluss bei Vodafone oder der Deutschen Telekom hat, sollte vor einer Entscheidung für digitales Kabelfernsehen prüfen, ob sein Internetprovider möglicherweise das attraktivere Angebot in Form von Vodafone TV bzw. Entertain bereithält. Eine Alternative zum digitalen Kabelfernsehen ist IPTV insbesondere für Haushalte mit einem VDSL-Anschluss, weil dann selbst bei HDTV-Empfang noch Reserven für andere Formen der Internetnutzung bestehen.

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Größere HDTV-Auswahl treibt Umstieg auf Digital-TV voran

15. February 2012 - 16:57 Uhr

HDTV macht digitales Fernsehen für viele Zuschauer attraktiv. Der Start von zehn neuen HDTV-Sendern nach der Analogabschaltung wird für einen weiteren Digitalisierungsschub sorgen.

Nach der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April ist analoges Fernsehen in Deutschland allein noch über einen Kabelanschluss möglich. Das analoge Antennenfernsehen wurde schon vor ein paar Jahren durch DVB-T ersetzt, Fernsehen via Internet (IPTV) war von Natur aus stets digital. Die Kabelnetzbetreiber werden nicht müde zu betonen, dass sie am analogen Fernsehen noch lange festhalten wollen.

Bessere Qualität bei Bild und Ton

Von den Kabelhaushalten entscheiden sich allerdings ebenfalls immer mehr für Digital-TV, obwohl sie dazu anders als Satellitenhaushalte nicht gezwungen werden. Unter Verweise auf den "TV-Monitor 2011" von TNS Infratest und Astra erklärt die Deutsche TV-Plattform e. V. das Interesse an digitalem Fernsehen vor allem mit der wachsenden HDTV-Programmauswahl. Neben einer größeren Zahl an TV-Sendern und Komfortmerkmalen wie zeitversetztem Fernsehen und elektronischer Programmzeitschrift (EPG) ist es die bessere Qualität von Bild und Ton bei HDTV, die bei den Zuschauern für Interesse sorgt.

Durch die größere Zahl von HDTV-Kanälen ist Digital-TV deutlich attraktiver geworden. Noch zu Beginn des Jahres 2009 waren via Satellit erst vier deutsche TV-Sender zu sehen. Die Verbraucher sind an Inhalten interessiert, Technik und Übertragungsstandards sind für die meisten nebensächlich. In den vergangenen drei Jahren nahmen viele neue HD-Sender ihren Betrieb auf. "Mit einer Zuwachsrate von 800 Prozent hat Deutschland in den letzten drei Jahren kräftig aufgeholt und sich vom europäischen Schlusslicht in Sachen HD-Angebot bis fast an die Spitze gekämpft", stellt die Deutsche TV-Plattform fest.

10 neue HDTV-Sender von ARD und ZDF

Direkt im Anschluss an die Analogabschaltung am 30. April gehen mindestens zehn zusätzliche HDTV-Programme auf Sendung. Sicher ist der Start von ZDFneo HD, ZDFkultur HD, ZDFinfo HD, 3sat HD, Phoenix HD, KiKA HD, SWR HD, BR HD, NDR HD und WDR HD, die als öffentlich-rechtliche TV-Sender zudem alle unverschlüsselt zu sehen sein werden. Ob die neuen HDTV-Sender für Kabelhaushalte von Anfang an verfügbar sein werden, ist zwar noch offen. Das HDTV-Angebot im Kabel und über IPTV ist in den letzten Jahren aber ebenfalls stark gewachsen.

Innerhalb von 12 Monaten wollen sich laut Astra/Infratest-Umfrage 20 Prozent der deutschen Haushalte einen HD-Empfänger zulegen. Einen wichtigen Beitrag leistet nicht zuletzt die Geräteindustrie, die inzwischen fast alle Flachbildfernseher mit Digital- und meist sogar HD-Tunern ausstattet.

Zum Jahreswechsel nutzten (bezogen auf alle Empfangswege) bloß noch zehn Millionen Haushalte in Deutschland analogen TV-Empfang auf ihrem Hauptgerät. 26,8 Millionen bzw. 71 Prozent empfingen schon digitales Fernsehen. Beim Kabelempfang dominierte allerdings noch das analoge Fernsehen, denn nur 46 Prozent der Kabelhaushalte hatten schon auf Digital-TV umgestellt. Unter den Satellitenhaushalten waren es bereits 90 Prozent.

Logo links oben: Deutsche TV-Plattform

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Neue Aktionswoche – 100 Tage bis zur Analogabschaltung

18. January 2012 - 15:32 Uhr

In rund 100 Tagen wird das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet. Da viele Haushalte noch nicht auf Digital-TV umgestellt haben, beginnt am Wochenende eine neue Aktionswoche der Initiative "klardigital 2012".

Bei der Initiative handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Landesmedienanstalten mit ARD, ZDF, RTL-Gruppe, ProSiebenSat.1 und dem VPRT, das vor allem die von der Abschaltung des analogen Fernsehens betroffenen Zuschauer informieren soll. Am Samstag beginnt der 100-Tage-Countdown bis zur Analogabschaltung. Über Satellit sind nach dem 30. April nur noch digitale TV- und Radioprogramme deutscher Sender zu empfangen.

Jetzt nicht mehr länger warten!

"Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, sollte sich rasch um Geräte und Zubehör kümmern, um möglichen Engpässen bei Fachhandel und Fachhandwerk zu entgehen", mahnt die Inititiative heute in einer Pressemitteilung. "Auch Betreiber von Mehrteilnehmer- oder Kabelanlagen, die noch nicht auf die digitale Signalzuführung umgestellt haben, sollten jetzt schnell handeln." Wartet man zu lange, bleibt der Bildschirm bald schwarz. Insbesondere wenn Unterstützung durch Fachbetriebe bei der Umrüstung der Technik gebraucht wird, darf man nicht weiter abwarten. Im Handel kann es aber auch zu Engpässen kommen, wenn zu viele Verbraucher in den letzten Tagen digitale Satellitenreceiver und Zubehör kaufen wollen. An eine gründliche Beratung ist dann nicht mehr zu denken.

Seit April 2011 führte das Projektbüro "klardigital 2012" schon mehrere Aktionswochen durch, aber noch immer konnten nicht alle Betroffenen mit den Maßnahmen erreicht werden. In der am Wochenende anlaufenden Aktionswoche soll besonders der Einsatz von Laufschriften mit dem Hinweis auf das Ende der analogen Satellitenübertragungen intensiviert werden. Zu sehen bekommen diese Laufbänder nur Haushalte mit analogem Empfang, in die digitalen Signale werden diese Informationen nicht integriert.

Zusätzlich werden die Sender wieder in redaktionellen Beiträgen und Spots auf die Abschaltung des analogen Fernsehens über Satellit informieren. Ausführliche Informationen stehen auf Teletextseiten und auf den Websites der Sender zur Verfügung.

Analoges Kabelfernsehen bleibt erhalten

Neben der Initiative "klardigital 2012" weist heute auch der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V. auf die Analogabschaltung hin. Kabelkunden werden "auch in Zukunft die Wahlfreiheit zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehempfang" behalten. Kabelfernsehen kann man über den 30. April 2012 hinaus analog und digital empfangen. Die großen Kabelnetzbetreiber hatten sich angesichts der Einstellung des analogen Satellitenfernsehens zuletzt mehrfach zu analogem Kabelfernsehen bekannt. Eine große Mehrheit der Kabelkunden nutzt bisher ausschließlich den analogen Empfang.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): "Der Kabel­anschluss bleibt die perfekte Kombination aus Innovation und Komfort. Kabel­netz­be­treiber bieten damit die beste Alternative zum selbstorganisierten Satellitenempfang – vor allem für Mietshäuser, Wohnungseigen­tümergemeinschaften und Hotels. Diese sollten zudem beachten, dass urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften teilweise auch für den Betrieb kleinerer Empfangsanlagen Lizenz- und Vergütungsansprüche erheben; ein Risiko, das bei der Versorgung durch einen professionellen Kabelnetzbetreiber regelmäßig entfällt. Mit Blick auf die verbleibenden 100 Tage sollten Betroffene schon jetzt die Umstellung beauftragen."

Analog sind über den Kabelanschluss aber vergleichsweise wenige TV-Programme zu empfangen. Digitaler Kabelempfang bietet vielerorts die Möglichkeit, aus weit über 200 Fernsehkanälen zu wählen. Pay-TV und HDTV können Analog-Haushalte gar nicht bekommen. Wer schon einen HD-Flachbildfernseher besitzt, aber lediglich analoge TV-Signale nutzt, kann nur bei sehr viel schlechterer Bildqualität als eigentlich möglich fernsehen. Obwohl Kabelhaushalte abwarten können, loht sich für sie ein Umstieg auf Digital-TV.

Grafik links oben: Initiative klardigital 2012

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Schon bald RTL HD bei Kabel Deutschland?

2. November 2011 - 22:07 Uhr

RTL bei Kabel Deutschland

Haben ProSieben und Sat.1 ihren Platz im HD-Angebot des größten deutschen Kabelnetzbetreibers gefunden, so müssen fernsehbegeisterte Kunden bislang auf RTL HD bei Kabel Deutschland verzichten. Der Grund dafür dürfte in den langwierigen Verhandlungen zwischen der RTL Gruppe und Kabel Deutschland liegen. Dabei gilt es für die beiden Parteien, neben der reinen Kostenfrage obendrein rechtliche sowie technische Details der angestrebten Zusammenarbeit zu klären. Weiterlesen »

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Zweite Aktionswoche zur Abschaltungen des analogen Satellitenfernsehens

24. October 2011 - 08:20 Uhr

Heute beginnt eine neue Aktionswoche der Initiative "klar digital 2012" zu Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit. Ein halbes Jahr vor der Analog-Abschaltung haben viele Haushalte noch nicht auf digitalen TV-Empfang umgestellt.

Die Zeit für Satellitenhaushalte, die immer noch analoges Fernsehen empfangen, werde knapp, warnt die Initiative "klar digital 2012", in der die Landesmedienanstalten gemeinsam mit ARD, ZDF, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland und dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) zusammenarbeiten. Aufgabe der Initiative ist, die betroffenen Satellitenhaushalte mit Informationen zu erreichen sowie Fachhandel, Fachhandwerk, Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber zu beraten.

Nach mehr als 20 Jahren ist Ende April 2012 Schluss mit dem analogen TV-Empfang über Satellit, am 30. April 2012 wird das analoge Fernsehen für diesen Empfangsweg für immer abgeschaltet. Haushalte, die analoge Satellitensignale nutzen, müssen bis dahin auf Digital-TV umgerüstet haben, sonst können sie überhaupt keine Fernsehprogramme mehr sehen.

Bitte nicht alle auf einmal kurz vor Schluss...

An sich können die zahlreichen analogen Fernsehhaushalte noch problemlos auf digitalen Empfang umstellen, doch sofern bauliche Maßnahmen erforderlich sind, bedeuten die Wintermonate ein Problem. Wenn das Dach schneebedeckt oder vereist ist, möchte niemand an der Satellitenschüssel arbeiten. Zudem könnten technische Bauteile und Geräte wie digitale Sat-Receiver knapp werden, falls es kurz vor der Analog-Anschaltung zu einem Massenansturm kommt. Eine gute Beratung oder gar Installationsarbeiten durch einen Fachmann würden in einem solchen Fall kaum noch zu bekommen sein.

Wer erst kurz vor dem 30. April Empfangstechnik besorgt, muss vermutlich mehr Geld als nötig ausgeben, weil nicht mehr alle Modelle lieferbar sein werden. Es gebe keinen Grund, jetzt noch länger mit der Umstellung zu warten, mahnt "klar digital 2012", noch seien Geräte und Bauteile ohne Wartezeiten und in allen Preisklassen zu kaufen. Besondere Eile geboten sei für die Betreiber größerer Gemeinschaftsanlagen, die analoge Satellitensignale nutzen, sie sollten den Umbau sofort angehen.

4,4 Millionen betroffene Haushalten müssen umstellen

Alle an der Initiative beteiligten Fernsehsender werden vom 24. bis 30. Oktober intensiv auf die Analog-Abschaltung hinweisen und ihre Zuschauer auffordern, auf Digital-TV umzusteigen. Nach derzeitigem Stand müssen noch 4,4 Millionen Haushalte von analogem auf digitalen Fernsehempfang umrüsten. Dabei müssen sie nicht zwangläufig digitalen Satellitenempfang wählen. Als Alternativen bieten sich je nach den örtlichen Gegebenheiten auch terrestrisches digitales Fernsehen (DVB-T), Fernsehen über das Internet (IPTV) sowie Kabelfernsehen an.

Die Programmvielfalt ist bei DVB-T allgemein sehr viel geringer als bei anderen digitalen Empfangswegen, mancherorts sind sogar nur öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen. IPTV bietet zwar grundsätzlich eine große Sendervielfalt in guter Qualität (inklusive HDTV), doch muss man beim jeweiligen Anbieter auch seinen Internetanschluss nutzen, um TV-Pakete buchen zu können. Zudem benötigt man einen schnellen Internetanschluss. Das digitale TV-Angebot der Kabelnetzbetreiber ist von Anbieter zu Anbieter verschieden, aber allgemein sehr groß. Über einen Kabelanschluss kann übrigens auch über den 30.04.2012 hinaus analoges Fernsehen genutzt werden, aber die im Vergleich niedrige Bildqualität und geringe Programmauswahl sprechen dagegen.

Mehrmals stündlich Hinweise

Wie bei der ersten Aktionswoche zur Analog-Anschaltung haben die Zuschauer eigentlich keine Chance, nichts davon mitzubekommen. Im SWR Fernsehen beispielsweise wird nun sogar mehrmals pro Stunde (!) ein Laufband ins aktuelle Programm eingeblendet, das auf die Umstellung hinweist. Zusätzlich wird (wie etwa auch im Ersten Programm der ARD und anderen Sendern) ein senderübergreifender, gemeinsamer Werbespot der Initiative "klardigital 2012" gezeigt. Auf der Videotextseite 198 können die SWR-Zuschauer sofort selbst testen, ob sie analoges oder digitales Fernsehen haben.

Im SWR Fernsehen wird das Thema zudem redaktionell begleitet, zum Beispiel in der Montagsausgabe "Kaffee oder Tee". Die Radiosender des SWR behandeln das Thema mit Expertengesprächen und Beiträgen. "Wer noch mit einer analogen Satellitenempfangsanlage fernsieht, sollte schon jetzt auf digitales Fernsehen umsteigen. Wenn zu viele Satellitenhaushalte erst in den letzten Wochen vor der Abschaltung aktiv werden, könnte es zu Engpässen kommen. Dafür wollen wir sensibilisieren und zugleich informelle Hilfestellungen bieten", sagt Bertram Bittel, Direktor Technik und Produktion des SWR.

Logo links oben: Initiative klardigital 2012

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128 Mbit/s von Unitymedia in Kreuztal und Butzbach

23. September 2011 - 08:01 Uhr

Unitymedia rüstet sein Breitband-Angebot weiter aus, wodurch in Butzbach ab sofort und die Gemeinde Kreuztal ab Ende Oktober, mit bis zu 128 Mbit/s im Internet surfen kann

Ab sofort können über 7.200 Haushalte in Butzbach Triple Play Angebote von Unitymedia nutzen.

Die Umrüstung des Kabelnetzes in Kreuztal findet in der kompletten nächsten Woche (26. - 30. September 2011) in den folgenden Stadtteilen statt:

- Kreuztal-Buschhütten, -Ferndorf, -Fellinghausen, -Kredenbach, -Bottenbach, -Lohe (57223)
- Kreuztal-Mitte, -Allenbach, -Siedlung Rüsenrain (57271)
- Kreuztal -Dahlbruch, -Müsen, -Hillnhütten (57271)

Ab dem 28. Oktober können schließlich über 12.000 Haushalte die Triple Play Angebote von Unitymedia nutzen.

Glasfaser-Koaxialtechnologie

Im Rahmen der Breitband-Iniative "Breitband Regional" werden seit geraumer Zeit ältere Netze modernisiert und das Netz auf den Breitbandstandard "EuroDOCSIS 3.0" angepasst. Hierfür wird zumeist auf ein Glasfaserkabel gesetzt wodurch das TV-Kabel eine deutlich höhere Bandbreite erhält. Durch den geschaffenen Rückkanal sind höhere "Internetgeschwindigkeiten" möglich und weitere Angebote werden möglich. "Internet, Telefon, analoges und digitales Fernsehen in Standard- und Hochauflösung (HD) und Radio lassen sich gleichzeitig übertragen und mittelfristig auch zu neuartigen interaktiven Angebotsformen verbinden."

Neue Kanalbelegungen erforderlich

In Butzbach sorgen ab sofort im analogen Kabelempfang die Programme NDR Fernsehen MV (K08), DAS VIERTE (S22), 1-2-3.tv (K22), Offener Kanal Giessen (K23) und DMAX (K24) für noch mehr Programmvielfalt. Außerdem wechseln folgende elf Sender ihren analogen Kanalplatz: Bayerisches Fernsehen (Franken) (S06), Phoenix (S08), Das Erste – ARD (K05), ZDF (K07), TV5MONDE Europe (S13), NICK/COMEDY CENTRAL (S14), WDR Fernsehen Südwestfalen (S16), Super RTL (S19), BBC World News (S23), N24 (S24), SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz (S25), QVC (K21), Ki.Ka (K22), HSE24 (K25), Channel21 (K26) und Tele 5 (K26).

Damit Platz für den Rückkanal geschaffen werden kann, sind auch in Kreuztal Umbelegungen der analogen Fernsehsender notwendig. Ab dem 26. September erhalten folgende Sender einen neuen Kanalplatz: NDR Fernsehen Niedersachsen (K21), HSE24 (K22), EuroNews (K23), Channel21 (K23), NICK/COMEDY CENTRAL) (K24). Neu hinzu kommen die Programme Bayerisches Fernsehen (Franken) (S21), DAS VIERTE (S25), DMAX (K25), BBC World News (K26) und TV5Monde Europe (K26).

Alle analogen TV-Programme sind zusätzlich im Rahmen des Digitalen Kabelanschlusses auch digital zu empfangen.

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42,5 Prozent digitale Kabelhaushalte

13. September 2011 - 13:43 Uhr

Laut Digitalisierungsbericht der Medienanstalten haben innerhalb eines Jahres 2,4 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland auf digitalen Empfang umgestellt. Immer noch nutzt nicht einmal jeder zweite Kabelhaushalt Digital-TV. Weiterlesen »

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