Kabel Deutschland errichtet 50 kostenlose WLAN-Hotspots in Berlin
15. March 2012 - 09:00 UhrKabel Deutschland hat Presseberichten zufolge damit begonnen, Berliner Gastronomiebetriebe mit eigenen WLAN-Hotspots auszustatten. Diese sollen testweise zunächst in rund 50 Lokalen betrieben werden und deren Besucher mit einem kostenlosen Internetzugang versorgen. Die Anbindung ans Internet erfolgt dabei über das Kabelnetz des Unternehmens.
Kabel Deutschland hat sich bisher noch nicht öffentlich über den Zweck dieses Pilotversuchs geäußert. Neben den werbewirksamen Aspekten der kostenlosen Internetversorgung erhofft sich das Unternehmen vermutlich auch Erkenntnisse über dessen tatsächliche Nutzung und den nötigen Wartungsaufwand. Diese könnten später die Grundlage für ein ähnlich angelegtes, kostenpflichtiges Angebot werden.
Die Testphase läuft gerade an
Aktuell befindet sich das Projekt noch im Aufbau. Von den rund 50 angestrebten Cafés und Restaurants sind nach Angaben von Kabel Deutschland noch nicht alle mit einem WLAN-Hotspot versorgt. Eine eigens reservierte Internetadresse führt derzeit noch auf die Website von Kabel Deutschland, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt Informationen zum Berliner Hotspot-Projekt einschließlich einer Liste der teilnehmenden Lokale bereitstellen.
Diejenigen Hotspots, die bereits eingerichtet wurden, sollen indes möglichst leicht auffallen. So weisen Aufsteller und Aufkleber im und vor dem Lokal auf den kostenlosen Internetzugang hin. Die Nutzung des Hotspots soll möglichst einfach ablaufen. So muss man an seinem Endgerät lediglich den Entsprechenden Hotspot auswählen, den Nutzungsbedingungen zustimmen und sich anschließend an dem Hotspot anmelden, bevor sich dieser nutzen lässt. Die WLAN-Verbindung zwischen Endgerät und Hotspot wird nicht verschlüsselt.
In den Nutzungsbedingungen ist eine Zwangstrennung nach zwei Stunden vorgesehen, zusätzlich soll die WLAN-Verbindung nach zehn Minuten Inaktivität unterbrochen werden. Eine Wiedereinwahl ist jederzeit möglich. Weitere Klauseln verpflichten den Nutzer zur Wahrung deutscher Gesetze, beispielsweise Urheber- und Persönlichkeitsrecht.
Zukunft der Hotspot-Initiative noch ungewiss
Wie es mit den kostenlosen Internetzugängen weitergeht, steht noch nicht fest. Klar ist zunächst, dass Kabel Deutschland mit der Installation von WLAN-Hotspots fortfahren wird, bis die angestrebte Zahl von rund 50 versorgten Lokalen erreicht ist. Im Verlauf dieser Arbeiten wird Kabel Deutschland nähere Informationen, beispielsweise zur Dauer des Pilotversuchs und zu den Standorten der Hotspots, öffentlich machen. Während der Testdauer wird das Unternehmen Informationen zum Nutzungsverhalten der Gäste und zur technischen Instandhaltung sammeln.
Inwiefern sich daraus anschließend ein gewinnbringendes Geschäftsmodell entwickeln lassen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Den aktuell teilnehmenden Lokalen hat Kabel Deutschland nach eigenen Angaben die WLAN-Hotspots zu besonders günstigen Konditionen bereitgestellt. Ob sich auch gegen höhere Gebühren genügend Lokale für ein entsprechendes Angebot entscheiden würden, ist in Zeiten von ohnehin fast dauerhafter Internetanbindung in den Städten schwer einzuschätzen. Zumindest die Werbung für die hauseigenen Internetprodukte durch die Gratis-Hotspots kann das Unternehmen als Gewinn verbuchen.
Bild oben links: Kabel Deutschland

