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Kategorie: Vermischtes


RTL II NOW ist gestartet

3. February 2012 - 15:58 Uhr

Ab sofort sind mehr als 1.300 Sendestunden aus dem Programm von RTL II unter www.RTL2NOW.de abrufbar. Alle TV-Inhalte sind über die Video-on-Demand-Plattform kostenlos zu sehen.

Programminhalte auf Abruf gab es von RTL II schon vor dem Start der neuen Website. Erst im August letzten Jahres wurde die RTL II-Mediathek gestartet, die in puncto "Longform-Content" in der neuen Plattform RTL II NOW aufgehen wird, wie es in der Pressemitteilung formuliert ist. Das heißt, dass die kurzen Clips wie Making Ofs, Interviews, Ausschnitte aus den beliebten Formaten oder einzelne Beiträge der Magazin-Sendungen weiter unter www.rtl2.de/video zu finden sein werden.

Neues Mitglied in der "NOW"-Familie

Produziert wird das neue Portal von RTL interactive in enger Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender selbst. Eigentlich sollte es schon im Januar in Betrieb gehen, so wurde es jedenfalls Mitte Dezember angekündigt, so wurde es jedenfalls im Dezember zusammen mit der Information, dass IP Deutschland die Vermarktung der RTL II-Onlineangebote übernimmt, verkündet. Marc Schröder, Geschäftsführer RTL interactive, sagte damals: "Mit unserer 'NOW'-Familie bieten wir für die Zuschauer die Möglichkeit, TV-Sendungen zeitversetzt abzurufen. Wir freuen uns, dass das erfolgreich gestartete Video-on-Demand Angebot von RTL II ab Januar das Portfolio der Senderplattformen der Mediengruppe RTL Deutschland unter der Marke RTL II NOW ergänzt."

Matthias Büchs, Bereichsleiter Online / Mobile / Teletext bei RTL interactive: "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit RTL II die 'NOW-Familie' um RTL II NOW zu erweitern. So setzen wir die Strategie der Mediengruppe RTL Deutschland fort, unsere Sendungen in voller Länge unter dieser Marke zum zeitversetzten Abruf bereitzustellen." Bereits seit Anfang 2007 gibt es RTL NOW, VOX NOW folgte Mitte 2009, SUPER RTL NOW schließlich im Sommer 2010.

Alle Sendungen kostenlos sehen

Das Besondere an RTL II NOW ist, dass die mehr als 1.300 Programmstunden alle gratis zu sehen sind. Die Sendungen sind also nicht nur sieben Tage nach der TV-Ausstrahlung kostenlos online abrufbar, sondern das ganze Archiv mit mehr als 1.500 Folgen zahlreicher Sendungen ist gratis nutzbar. Das klingt allerdings besser als es ist. Wer sich auf dem neuen Video-on-Demand-Portal umschaut, sieht zwar eine Fülle an Eigenformaten des TV-Senders. Von Spielfilmen und anspruchsvollen TV-Serien wie "Dexter", "Battlestar Galactica", "The Closer", "Sleeper Cell", "Californication" und "Flashpoint" ist hier aber erst einmal nichts zu sehen. Bei den anderen Portalen der "NOW"-Familie sind Filme und Serien (oft kostenpflichtig) abrufbar. Bei RTL II NOW finden sich dagegen nur Sendungen wie "Berlin - Tag & Nacht", "Die Geissens", "Ärger im Revier", "Frauentausch", "Ballermann Hits", "Teenie-Mütter", "GRIP - Das Motormagazin", "Das Messie-Team" und beispielsweise die "RTL II News".

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Sky sichert sich zahlreiche Inhalte von Warner Bros.

1. February 2012 - 16:53 Uhr

Der Filmverleiher Warner Bros. gehört zu den wichtigsten Quellen für Spielfilme und ist daher ein bedeutender Partner für Sky. Der Pay-TV-Anbieter hat jetzt die Kooperation verlängert und kann Neustarts im Pay-TV auf allen Verbreitungswegen inklusive Online und Mobile nutzen.

Gute Nachrichten für die Kinofans unter den Sky-Abonnenten: Eine der wichtigsten Nachschubquellen für Hollywood-Filme bleibt nicht nur bis mindestens Ende 2015 erhalten. Der Zugriff über mobile Endgeräte und über das Web ist ebenfalls Teil der neuen Vereinbarung zwischen den Unternehmen.

Spielfilme von Warner Bros. auf allen Verbreitungswegen

Die exklusive Pay-TV-Lizenz umfasst "alle Verbreitungswege" heißt es in der Pressemitteilung, einschließlich Kabel, Satellit, IPTV, Internet und Mobile. Außerdem erhält Sky die exklusiven SVOD-Rechte an allen Neustarts während der Pay-Lizenzzeit. SVOD steht für Subscription Video on Demand, also Video auf Abruf auf Basis eines Abonnements. Abgerechnet wird also nicht pro Abruf (Pay Per View) bei tatsächlicher Nutzung, sondern pauschal für einen bestimmten Zeitraum im Sinne einer Flatrate. Dieses Modell ist für Vielnutzer in der Regel deutlich günstiger.

Interessant ist dieser Teil der Kooperationsvereinbarung für Abonnenten, die Sky Anytime und Sky Go (enthalten bei Buchung einer Zweitkarte oder der HD-Option) nutzen. Im Web über skygo.sky.de und seit kurzem außerdem auf der Spielkonsole Xbox 360 ist Live-Sport und eine Auswahl aus dem Paket Film auf Abruf zu sehen. Eine große Auswahl ist zudem auf dem iPad und ein Teil auch auf dem iPhone zu sehen. Weitere Endgeräte sollen folgen. In Großbritannien startet heute übrigens Sky Go für Android-Geräte, in Deutschland muss man darauf leider noch warten.

Die bisherige Zusammenarbeit zwischen Warner Bros. und Sky brachte den Pay-TV-Kunden im Dezember beispielsweise schon sämtliche Filme der Harry Portter-Reihe auf den Bildschirm. Mehr als 30 Warner-Filme zeigte Sky letztes Jahr in deutscher Erstausstrahlung.

Welche Filme erwarten die Abonnenten in Zukunft?

Für die Zukunft können sich Filmfans schon auf deutsche Erfolgsproduktionen wie "Kokowääh" und "Männerherzen und die ganz ganz große Liebe" sowie Kinohits wie "Extrem Laut und Unglaublich Nah", "J. Edgar", "The Dark Knight Rises" sowie "Dark Shadows" freuen. Letzterer wird in 3D zu sehen sein.

Gary Davey, Executive Vice President Programming Sky Deutschland: "Der Abschluss einer der wichtigsten Filmdeals überhaupt ist ein großartiger Start ins neue Jahr und ein weiterer Meilenstein für Sky. Nachdem wir im letzten Jahr ähnliche Vereinbarungen mit weiteren wichtigen Filmstudios abgeschlossen haben, stellt der Vertrag mit Warner sicher, dass Sky die unbestrittene Nummer 1 im Filmbereich bleibt. Warner ist seit langem ein sehr bedeutender Partner für Sky und wir freuen uns, die Zusammenarbeit für weitere vier Jahre auf diese strategische Art und Weise fortzusetzen. Der Abschluss sichert Sky in Deutschland und Österreich nicht nur die Filme eines der wichtigsten Hollywoodstudios, sondern garantiert auch herausragende Filme für unsere innovativen Services Sky Anytime und Sky Go."

Jeffrey R. Schlesinger, President, Warner Bros. International Television: "Wir haben seit langer Zeit eine gleichermaßen enge wie starke Kooperation mit Sky und freuen uns, weiterhin mit dem Sender zusammenzuarbeiten und damit den Zuschauern in Deutschland eine erstklassige und vielfältige Filmauswahl anbieten zu können."

Bild links oben: Sky (Mai-Kampagne 2011 für Sky Go)

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Breitband-Anschlüsse: Deutschland hat bei schnellem Internet aufgeholt

31. January 2012 - 16:37 Uhr

Vier von fünf deutschen Haushalten verfügen über einen Breitband-Internetzugang. Damit hat Deutschland im europäischen Vergleich über die letzten Jahre stark aufgeholt und liegt nun auf dem 6. Platz.

Schnelle Internetanschlüsse waren in Deutschland lange Zeit nur mäßig gefragt, aber das hat sich geändert. Inzwischen befindet sich Deutschland in der Spitzengruppe, berichtet heute der BITKOM unter Berufung auf aktuelle Zahlen von Eurostat. Die Statistikbehörde wertet jährlich die ITK-Nutzung in Privathaushalten und Unternehmen aus.

78 Prozent Breitband-Haushalte

Ob es sich bei einem Internetanschluss um einen Breitbandzugang handelt, richtet sich dabei allerdings nicht nach der Geschwindigkeit, sondern der Anschlussart. Zu den Breitband-Technologien werden unter anderem DSL, ADSL, VDSL, Kabel, Satellit und UMTS gerechnet. "Inzwischen nutzen fast vier von fünf Haushalten (78 Prozent) einen schnellen Breitband-Zugang ins Netz", schreibt der BITKOM daher in seiner Pressemitteilung. Vielen davon dürfte ihr angeblich schneller Breitbandzugang allerdings zu langsam sein, denn mehr als 6 MBit/s haben die wenigsten aktuell zur Verfügung.

Trotzdem hat sich mit einem Anteil von 78 Breitbandanschlüssen auf 100 Haushalte einiges getan, seit 2004 hat sich die Zahl der Breitband-Anschlüsse hierzulande mehr als vervierfacht! Insgesamt gibt es nun 31 Millionen Breitband-Internetanschlüsse in Deutschland. 99,5 Prozent aller deutschen Haushalte können Internetanschlüsse mit mindestens 1 MBit/s erhalten, aber jeder fünfte Haushalt macht von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch.

Platz 6 für Deutschland im EU-Vergleich

"Die Breitband-Strategie des Bundes und die Milliarden-Investitionen der Netzbetreiber haben es ermöglicht, dass Deutschland bei der Breitband-Nutzung inzwischen vorne dabei ist", sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Im EU-Ländervergleich erreicht Deutschland den sechsten Platz hinter Schweden (86 Prozent), Dänemark (84 Prozent), den Niederlanden (83 Prozent), Großbritannien (83 Prozent) und Finnland (81 Prozent). Der EU-Durchschnitt liegt bei 68 Prozent.

Breitbandanschlüsse im EU-Vergleich

Breitbandanschlüsse im EU-Vergleich | Grafik: BITKOM mit Daten von Eurostat

"Für Zuwachs bei der Nutzung sorgten außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten", so Rohleder. Für einen schnellen Internetzugang muss man nicht mehr viel Geld ausgeben, aber auch Kombi-Angebote (Multi-Play) sorgen dafür, dass sich immer mehr Menschen für einen breitbandigen Internetzugang entscheiden, beispielsweise für Triple-Play-Pakete aus Internet, Telefon und Fernsehen. Wer alles aus einer Hand bezieht, profitiert von Preisvorteilen.

Inzwischen bieten die Kabelnetzbetreiber neben dem Empfang von Fernsehen und Hörfunk auch Telefon und Internet an. Die Telekommunikationsunternehmen dagegen haben ihre Telefon- und Internetprodukte um IPTV ergänzt. Breitbandinternet sorgt jedoch nicht bloß für ein größeres und attraktiveres Unterhaltungsangebot. "Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen unverzichtbar", erklärte Rohleder. Der BITKOM verweist dabei auf bedeutende Zukunftsprojekte wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, die ohne ein leistungsfähiges Breitbandnetz nicht funktionieren.

Die letzten unversorgten Gebiete werden derzeit von den Mobilfunkunternehmen auf Basis des neuen Standards Long Term Evolution (LTE) erschlossen. Im Gegensatz zu UMTS ermöglicht LTE tatsächlich Datenraten, die den Begriff Breitbandinternet rechtfertigen. Mit leichten Einschränkungen kann man LTE damit als echte DSL-Alternative ansehen, aber Kabelinternet und Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnungen (FTTH) ermöglichen sehr viel höhere Geschwindigkeiten. Während Glasfaseranschlüsse bisher nur in sehr wenigen Regionen verfügbar sind, ist Kabelinternet schon großflächig und das meist mit Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s erhältlich. Einen Überblick über die Möglichkeiten von Internet über den Kabelanschluss bietet beispielsweise die Website kabelinternet.org.

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8 neue HDTV-Programme bei NetCologne

24. January 2012 - 14:38 Uhr

Kabelkunden von NetCologne steht bald eine deutlich größere Auswahl an HD-Sendern zur Verfügung. Durch die Einspeisung der HD-Kanäle von ProSiebenSat.1, der RTL-Gruppe sowie zwei HD-Sendern von Viacom sind ab Februar insgesamt 35 HDTV-Sender zu empfangen.

Ein großer HD-Fernseher macht erst richtig Spaß, wenn man damit hochauflösendes Fernsehen empfangen kann. Die Einspeisung von HD-Sendern in die deutschen Kabelnetze verlief lange Zeit mehr als zäh. Seit ein paar Monaten kommen jedoch immer mehr Kabelzuschauer in den Genuss einer halbwegs großen HDTV-Auswahl.

Welche HD-Sender kommen neu ins Kabel?

Eine große Erweiterung des HDTV-Programmangebots erwartet Kunden von NetCologne in der Region Köln/Bonn sowie im Raum Aachen: Mit Beginn des neuen Monats steigt die Zahl der HD-Sender um 8 auf dann 35. Nickelodeon HD (sendet nur zwischen 6 Uhr und 20:15 Uhr) und Comedy Central HD (sendet nur zwischen 20:15 Uhr und 6 Uhr morgens) teilen sich einen Kanal und werden dabei zusammen als ein neuer HD-Sender gezählt.

Bei den anderen Neuzugängen handelt es sich um RTL HD, RTL II HD, VOX HD, SAT.1 HD, kabel eins HD, ProSieben HD und sixx HD. "Gegenüber dem Wettbewerb hat NetCologne mit diesem Portfolio die Nase vorn", betont NetCologne in der heutigen Pressemitteilung. "So sind beispielsweise im Kabel von Unitymedia derzeit nur SAT.1 HD, ProSieben HD und kabel eins HD zu sehen." (Bei Kabel Deutschland können die Kunden übrigens ebenfalls die HD-Sender der RTL-Gruppe immer noch nicht empfangen.)

Was benötigt man zum Empfang?

Um die neuen privaten HD-Sender tatsächlich sehen zu können, benötigen die NetCologne-Kabelkunden auf der Hardware-Seite entweder einen kompatiblen HD-Receiver oder ein Conax CI+ Modul. Solche Geräte können beim Anbieter auch gemietet werden. Außerdem muss das Paket "Kabelanschluss Premium +HD" gebucht werden, wofür zusätzliche monatliche Kosten in Höhe von 5,95 Euro anfallen. Details sollen ab 1. Februar unter www.netcologne.de/hd zu finden sein (derzeit gibt es diese Seite noch nicht).

Bei Bestellung dieses Pakets erhalten Kunden auf Wunsch zwei Monate lang ohne Zusatzkosten das Pay-TV-Paket "Familie" freigeschaltet, welches sonst monatlich 14,95 Euro kostet. Darin enthalten sind 31 zusätzliche digitale TV-Sender (in Standard-Auflösung), beispielsweise AXN, 13th Street, Discovery Channel und Syfy. Mit Beginn des neuen Monats kommen die zur ProSiebenSat.1 gehörenden Digitalsender Sat.1 Comedy und kabel eins CLASSICS neu hinzu. Ebenfalls neu ins Kabelnetz eingespeist wird dann das analoge Signal von sixx.

Logo links oben: NetCologne

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Glasfaser: Ist Deutschland zu langsam?

23. January 2012 - 08:45 Uhr

Es gibt kaum Glasfasernaschlüsse in Deutschland. Wo diese technisch möglich sind, interessieren sich nur wenige Verbraucher dafür. Andere europäische Länder sind beim Glasfaserausbau bereits sehr viel weiter.

Der Bedarf an schnellen Internetverbindungen steigt. Auf lange Sicht müssen Glasfaserleitungen bis in die Wohnungen (Fibre to the Home = FTTH) oder zumindest bis in die Gebäude (Fibre to the Buildung = FTTB) reichen, um den Bandbreitenbedarf zu decken. Bei VDSL-Anschlüssen reicht das Glasfasernetz heute nur bis zu den Kabelverzweigern, den großen grauen Kästen am Straßenrand. Der restliche Weg wird mittels alter Kupferleitungen überbrückt, die nur einen Bruchteil der Bandbreite einer Glasfaserleitung übermitteln können. Trotzdem ist VDSL mit bis zu 50 MBit/s sehr viel schneller als ein herkömmlicher DSL-Anschluss.

Downloads mit 1.000 MBit/s via Glasfaser

Das Rückgrat der DSL-Alternative Kabelinternet bilden ebenfalls Glasfasernetze. Die auf dem letzten Abschnitt zum Kunden eingesetzten Koaxialkabel sind immerhin deutlich leistungsfähiger als die damals nur für Telefonie verlegten Kupferkabel. Deshalb sind vielerorts von den Kabelnetzbetreibern Internetzugänge mit 100 MBit/s verfügbar. Kabel Deutschland nennt 400 MBit/s als theoretisch schon verfügbare Geschwindigkeit. FTTH kann mehr: Die Deutsche Telekom nannte letztes Jahr 1.000 MBit/s im Downstream (Daten empfangen) und 500 MBit/s im Upstream (Daten senden) als mit der aktuellen Technologie möglich.

Nur 0,4 Prozent der deutschen Haushalte verfügen bereits über einen FTTH- oder FTTB-Anschluss, das sind 166.000 Haushalte. Diese von IDATE ermittelten Zahlen nannte vor kurzem das FTTH Council Europe. Versorgt werden könnten dagegen schon 1 Million Haushalte mit Glasfaseranschlüssen. Wo FTTH verfügbar ist, hat sich erst jeder sechste Haushalt dafür entschieden. Das FTTH Council Europe führt die geringe Akzeptanz einerseits auf die langen Mindestvertragslaufzeiten von bis zu 24 Monaten zurück.  "Aber auch die fehlende – oder schlechte – Marketing- und Kommunikations-strategie in Bezug auf den Endanwender tragen zur geringen Verbreitung bei", heißt es im Pressetext.

Deutschland im Rückstand

Sehr hohe Übertragungsraten bei hoher Qualität könne aber nur ein Glasfaseranschluss bieten. Möglich werden sollen zudem neue Angebote im Bereich Home-Entertainment, aber auch bei Pflege und Gesundheitsversorgung. Angesichts der Bedeutung von Highspeed-Internet als Standortfaktor für die Wirtschaft wird die deutsche Zurückhaltung kritisiert. Politiker, Netzbetreiber und Organisationen würden hierzulande noch über die Bedeutung von Glasfasernetzen diskutieren, während in anderen Ländern der Ausbau schon viel weiter sei. In Norwegen, Schweden und Litauen verfügt schon jeder zehnte Haushalt über FTTH oder FTTB. Frankreich, die Niederlande, Russland und die Türkei liegen bei der Versorgung mit Glasfaseranschlüssen ebenfalls vor Deutschland.

"Es muss sich erst noch erweisen, ob das Jahr 2012 den Wendepunkt bei der FTTH-Positionierung Deutschland markiert", sagt Prof. Hartwig Tauber, Director General beim FTTH Council Europe. "Ein großes Land wie Deutschland darf sich nicht so viel Zeit lassen. Es müssen nun endlich die Weichen für eine zukunftssichere Kommunikation gestellt werden – ganz besonders, wenn Deutschland seine Rolle als Lokomotive der europäischen Wirtschaft behalten will."

Zumindest findet nächsten Monat die diesjährige FTTH Konferenz erstmals in Deutschland statt (14. bis 16. Februar, International Congress Centre Munich). Die unter dem Motto "Creating a Brighter Future" stehende Veranstaltung wird das Thema Glasfaserausbau vielleicht ein wenig stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Wie schnell ist Euer Internetanschluss - welche Bandbreite wünscht Ihr Euch?

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TV-Konsum: Schon wieder ein neuer Rekord bei der Sehdauer!

20. January 2012 - 16:04 Uhr

Der Fernsehkonsum in Deutschland ist erneut gestiegen. Nach dem Rekord im Jahr 2010 stieg die Sehdauer im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchstwert. "Ausdauer-Sieger" sind die Menschen in Sachsen-Anhalt.

Wie viel Zeit verbringen die Menschen in Deutschland vor dem Fernseher? Das ist eine der Fragen, auf die es in der Sehdauer-Jahresauswertung von media-control Antworten gibt. Jeder Fernsehzuschauer verbrachte 2011 im Schnitt 225 Minuten pro Tag vor einem TV-Gerät. Gegenüber dem 2010er Rekordwert von 223 Minuten bei allen Zuschauern ab 3 Jahren fiel das Plus mit 2 Minuten dieses Mal zwar bescheiden aus. Allerdings war der Zuwachs von 11 Minuten pro Kopf damals selbst schon ein Rekord. Ein leichter Rückgang hätte also nicht überrascht.

2011 gab es viel zu sehen

Die Marktforscher führen den neuerlichen Rekord beim Fernsehkonsum auf ein ereignisreiches Jahr zurück und erwähnen dabei die Welle an Revolutionen in arabischen Ländern, den Rücktritt von Thomas Gottschalk als Moderator von "Wetten, Dass ..?" und die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Mit der Fußball-Europameisterschaft der Männer steht dieses Jahr ein TV-Ereignis an, welches sicher nicht weniger Fernsehzuschauer interessiert.

Am stärksten zugelegt bei der Sehdauer haben die 50- bis 64-Jährigen, die sechs Minuten länger als 2010 und somit 280 Minuten am Tag ferngesehen haben. Die Zuschauer ab 65 Jahren konnten sich nicht weiter steigern, doch mit 306 Minuten stagnierte die Sehdauer bei ihnen auf sehr hohem Niveau.

Größter Zuwachs in Berlin

Unterschiede zeigten sich zudem zwischen den Bundesländern: Nirgendwo in Deutschland wurde 2011 so viel ferngesehen wie in Sachsen-Anhalt. Trotz eines Rückgangs um 4 Minuten wurden der Spitzenwert von 272 Minuten erreicht. Mit 199 Minuten pro Kopf und Tag bildeten die Bayern das Schlusslicht. Sonst blieb niemand unter der 200-Minuten-Marke. Den größten Anstieg beim Fernsehkonsum gab es in der Hauptstadt. Die Berliner brachten es letztes Jahr auf 262 Minuten, das waren 21 Minuten mehr am Tag als ein Jahr zuvor. Das größte Minus beobachtete media-control bei den Bewohnern Thüringens, deren TV-Konsum sich um 12 Minuten auf 262 Minuten am Tag reduzierte.

Angesichts des neuen Rekordwerts für den Fernsehkonsum in Deutschland kann man also feststellen: Das Medium Fernsehen behauptet sich bisher sehr gut gegenüber den vielen anderen Möglichkeiten der Mediennutzung. Wenn sich internetfähige Fernseher stärker durchsetzen und die Hersteller dabei überzeugende Bedienkonzepte für Smart TV anbieten, dürften die Menschen auch weiterhin sehr viel Zeit vor ihren TV-Geräten verbringen - was davon der TV-Sehdauer zugerechnet wird, ist natürlich eine andere Frage. Ob sich jemand die "Tagesschau" live im Ersten ansieht oder später auf Abruf über die App auf seinem Smart TV, dürfte ja keinen großen Unterschied machen. Nutzt er dagegen Twitter auf seinem Fernseher, hat das mit Fernsehen nichts zu tun. Aber wie sieht es etwa mit YouTube-Videos auf dem Fernseher aus?

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Neue Aktionswoche – 100 Tage bis zur Analogabschaltung

18. January 2012 - 15:32 Uhr

In rund 100 Tagen wird das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet. Da viele Haushalte noch nicht auf Digital-TV umgestellt haben, beginnt am Wochenende eine neue Aktionswoche der Initiative "klardigital 2012".

Bei der Initiative handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Landesmedienanstalten mit ARD, ZDF, RTL-Gruppe, ProSiebenSat.1 und dem VPRT, das vor allem die von der Abschaltung des analogen Fernsehens betroffenen Zuschauer informieren soll. Am Samstag beginnt der 100-Tage-Countdown bis zur Analogabschaltung. Über Satellit sind nach dem 30. April nur noch digitale TV- und Radioprogramme deutscher Sender zu empfangen.

Jetzt nicht mehr länger warten!

"Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, sollte sich rasch um Geräte und Zubehör kümmern, um möglichen Engpässen bei Fachhandel und Fachhandwerk zu entgehen", mahnt die Inititiative heute in einer Pressemitteilung. "Auch Betreiber von Mehrteilnehmer- oder Kabelanlagen, die noch nicht auf die digitale Signalzuführung umgestellt haben, sollten jetzt schnell handeln." Wartet man zu lange, bleibt der Bildschirm bald schwarz. Insbesondere wenn Unterstützung durch Fachbetriebe bei der Umrüstung der Technik gebraucht wird, darf man nicht weiter abwarten. Im Handel kann es aber auch zu Engpässen kommen, wenn zu viele Verbraucher in den letzten Tagen digitale Satellitenreceiver und Zubehör kaufen wollen. An eine gründliche Beratung ist dann nicht mehr zu denken.

Seit April 2011 führte das Projektbüro "klardigital 2012" schon mehrere Aktionswochen durch, aber noch immer konnten nicht alle Betroffenen mit den Maßnahmen erreicht werden. In der am Wochenende anlaufenden Aktionswoche soll besonders der Einsatz von Laufschriften mit dem Hinweis auf das Ende der analogen Satellitenübertragungen intensiviert werden. Zu sehen bekommen diese Laufbänder nur Haushalte mit analogem Empfang, in die digitalen Signale werden diese Informationen nicht integriert.

Zusätzlich werden die Sender wieder in redaktionellen Beiträgen und Spots auf die Abschaltung des analogen Fernsehens über Satellit informieren. Ausführliche Informationen stehen auf Teletextseiten und auf den Websites der Sender zur Verfügung.

Analoges Kabelfernsehen bleibt erhalten

Neben der Initiative "klardigital 2012" weist heute auch der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V. auf die Analogabschaltung hin. Kabelkunden werden "auch in Zukunft die Wahlfreiheit zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehempfang" behalten. Kabelfernsehen kann man über den 30. April 2012 hinaus analog und digital empfangen. Die großen Kabelnetzbetreiber hatten sich angesichts der Einstellung des analogen Satellitenfernsehens zuletzt mehrfach zu analogem Kabelfernsehen bekannt. Eine große Mehrheit der Kabelkunden nutzt bisher ausschließlich den analogen Empfang.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): "Der Kabel­anschluss bleibt die perfekte Kombination aus Innovation und Komfort. Kabel­netz­be­treiber bieten damit die beste Alternative zum selbstorganisierten Satellitenempfang – vor allem für Mietshäuser, Wohnungseigen­tümergemeinschaften und Hotels. Diese sollten zudem beachten, dass urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften teilweise auch für den Betrieb kleinerer Empfangsanlagen Lizenz- und Vergütungsansprüche erheben; ein Risiko, das bei der Versorgung durch einen professionellen Kabelnetzbetreiber regelmäßig entfällt. Mit Blick auf die verbleibenden 100 Tage sollten Betroffene schon jetzt die Umstellung beauftragen."

Analog sind über den Kabelanschluss aber vergleichsweise wenige TV-Programme zu empfangen. Digitaler Kabelempfang bietet vielerorts die Möglichkeit, aus weit über 200 Fernsehkanälen zu wählen. Pay-TV und HDTV können Analog-Haushalte gar nicht bekommen. Wer schon einen HD-Flachbildfernseher besitzt, aber lediglich analoge TV-Signale nutzt, kann nur bei sehr viel schlechterer Bildqualität als eigentlich möglich fernsehen. Obwohl Kabelhaushalte abwarten können, loht sich für sie ein Umstieg auf Digital-TV.

Grafik links oben: Initiative klardigital 2012

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