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Kategorie: Vermischtes


Neue Aktionswoche – 100 Tage bis zur Analogabschaltung

18. January 2012 - 15:32 Uhr

In rund 100 Tagen wird das analoge Fernsehen via Satellit abgeschaltet. Da viele Haushalte noch nicht auf Digital-TV umgestellt haben, beginnt am Wochenende eine neue Aktionswoche der Initiative "klardigital 2012".

Bei der Initiative handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Landesmedienanstalten mit ARD, ZDF, RTL-Gruppe, ProSiebenSat.1 und dem VPRT, das vor allem die von der Abschaltung des analogen Fernsehens betroffenen Zuschauer informieren soll. Am Samstag beginnt der 100-Tage-Countdown bis zur Analogabschaltung. Über Satellit sind nach dem 30. April nur noch digitale TV- und Radioprogramme deutscher Sender zu empfangen.

Jetzt nicht mehr länger warten!

"Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, sollte sich rasch um Geräte und Zubehör kümmern, um möglichen Engpässen bei Fachhandel und Fachhandwerk zu entgehen", mahnt die Inititiative heute in einer Pressemitteilung. "Auch Betreiber von Mehrteilnehmer- oder Kabelanlagen, die noch nicht auf die digitale Signalzuführung umgestellt haben, sollten jetzt schnell handeln." Wartet man zu lange, bleibt der Bildschirm bald schwarz. Insbesondere wenn Unterstützung durch Fachbetriebe bei der Umrüstung der Technik gebraucht wird, darf man nicht weiter abwarten. Im Handel kann es aber auch zu Engpässen kommen, wenn zu viele Verbraucher in den letzten Tagen digitale Satellitenreceiver und Zubehör kaufen wollen. An eine gründliche Beratung ist dann nicht mehr zu denken.

Seit April 2011 führte das Projektbüro "klardigital 2012" schon mehrere Aktionswochen durch, aber noch immer konnten nicht alle Betroffenen mit den Maßnahmen erreicht werden. In der am Wochenende anlaufenden Aktionswoche soll besonders der Einsatz von Laufschriften mit dem Hinweis auf das Ende der analogen Satellitenübertragungen intensiviert werden. Zu sehen bekommen diese Laufbänder nur Haushalte mit analogem Empfang, in die digitalen Signale werden diese Informationen nicht integriert.

Zusätzlich werden die Sender wieder in redaktionellen Beiträgen und Spots auf die Abschaltung des analogen Fernsehens über Satellit informieren. Ausführliche Informationen stehen auf Teletextseiten und auf den Websites der Sender zur Verfügung.

Analoges Kabelfernsehen bleibt erhalten

Neben der Initiative "klardigital 2012" weist heute auch der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V. auf die Analogabschaltung hin. Kabelkunden werden "auch in Zukunft die Wahlfreiheit zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehempfang" behalten. Kabelfernsehen kann man über den 30. April 2012 hinaus analog und digital empfangen. Die großen Kabelnetzbetreiber hatten sich angesichts der Einstellung des analogen Satellitenfernsehens zuletzt mehrfach zu analogem Kabelfernsehen bekannt. Eine große Mehrheit der Kabelkunden nutzt bisher ausschließlich den analogen Empfang.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): "Der Kabel­anschluss bleibt die perfekte Kombination aus Innovation und Komfort. Kabel­netz­be­treiber bieten damit die beste Alternative zum selbstorganisierten Satellitenempfang – vor allem für Mietshäuser, Wohnungseigen­tümergemeinschaften und Hotels. Diese sollten zudem beachten, dass urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften teilweise auch für den Betrieb kleinerer Empfangsanlagen Lizenz- und Vergütungsansprüche erheben; ein Risiko, das bei der Versorgung durch einen professionellen Kabelnetzbetreiber regelmäßig entfällt. Mit Blick auf die verbleibenden 100 Tage sollten Betroffene schon jetzt die Umstellung beauftragen."

Analog sind über den Kabelanschluss aber vergleichsweise wenige TV-Programme zu empfangen. Digitaler Kabelempfang bietet vielerorts die Möglichkeit, aus weit über 200 Fernsehkanälen zu wählen. Pay-TV und HDTV können Analog-Haushalte gar nicht bekommen. Wer schon einen HD-Flachbildfernseher besitzt, aber lediglich analoge TV-Signale nutzt, kann nur bei sehr viel schlechterer Bildqualität als eigentlich möglich fernsehen. Obwohl Kabelhaushalte abwarten können, loht sich für sie ein Umstieg auf Digital-TV.

Grafik links oben: Initiative klardigital 2012

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Internetprovider: Die meisten Verbraucher denken noch nicht einmal über einen Wechsel nach

17. January 2012 - 08:22 Uhr

Erst 13 Prozent der deutschen Internetnutzer haben schon einmal ihren Provider gewechselt. Damit liegen die deutschen Nutzer trotzdem über dem europäischen Durchschnitt. Die Mehrheit hat allerdings noch nicht einmal über einen Providerwechsel nachgedacht.

Wer erst einmal einen Internetprovider ausgewählt hat, möchte zusammen mit ihm alt werden - dieser Gedanke könnte einem beim Blick auf aktuelle Daten der Europäischen Kommission zur "E-Communications Haushaltsumfrage", für die europaweit knapp 27.000 Personen zwischen 16 und 74 Jahren befragt wurden, kommen. Der BITKOM hat zu Wochenbeginn Zahlen zur Wechselbereitschaft genannt.

Erst 13 Prozent der Haushalte haben schon gewechselt

Das Interesse an einem Wechsel des Internetanbieters ist ausgesprochen gering: Nur in jedem achten Haushalt wurde hierzulande der Internetanbieter wenigstens einmal gewechselt. Immerhin waren es 2011 schon 13 Prozent Prozent, ein Jahr zuvor hatten erst 10 Prozent überhaupt schon einmal ihren Anbieter gewechselt.

In 40 Prozent der deutschen Haushalte wurde über einen Providerwechsel zumindest schon einmal nachgedacht, ohne das dem Taten gefolgt wären. In 55 Prozent der deutschen Haushalte war die Wechsel des ersten Zugangsanbieters noch gar kein Thema, über das ernsthaft nachgedacht wurde.

Dennoch sind die deutschen Internetnutzer im europäischen Vergleich überdurchschnittlich wechselwillig: Im EU-Durchschnitt gab es bislang nur in jedem zehnten Haushalt einen Providerwechsel. Aus ausgeprägtesten ist die Wechselbereitschaft in den skandinavischen EU-Ländern: 17 Prozent der Internethaushalte in Schweden und Dänemark und sogar 22 Prozent der Internethaushalte in Finnland haben mindestens ein Mal ihren Provider gewechselt.

"Der Wettbewerb der Internet-Anbieter ist groß, doch die meisten Verbraucher bleiben dauerhaft bei ihrem ersten Internet-Anbieter", kommentierte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Zahlen. "Die geringe Wechselquote zeigt die Zufriedenheit der meisten Deutschen mit ihrem Internetprovider", so Rohleder.

Von wegen Zufriedenheit!

Wie bitte? Das soll an der Zufriedenheit liegen? Angesichts meiner eigenen Erfahrungen, Berichten von Freunden und Bekannten sowie der regelmäßigen Medienberichte über schlechte Servicequalität kann ich das nicht glauben. Wenn es etwas gibt, was die Leute vor einem Wechsel ihres Internetanbieters zurückschrecken lässt, ist es die nicht unberechtigte Sorge, zeitweise ganz ohne Internet auskommen zu müssen und andere Probleme zu bekommen.

Bei allem Verständnis für ein Zögern, wundert es mich aber schon, dass die Beziehung der meisten Onliner zu ihrem Zugangsanbieter von größerer Dauer als die zu ihrem Lebenspartner sein soll. Leider geht aus dem Pressetext nicht hervor, ob bei der Befragung erst das Nutzungsverhalten ab einem bestimmten Zeitpunkt berücksichtigt wurde. Schließlich gab es mal eine Zeit, in der Internet-by-Call weit verbreitet war. Zu unterscheiden sind anmeldefreie Internet-by-Call-Tarife sowie solche, für die man sich erst registrieren muss. Meine Liste der Zugangsprovider aus der Zeit vor DSL ist lang, und seit meinem ersten DSL-Anschluss im Jahr 1999 habe ich schon einige Male meinen Anbieter gewechselt.

Schnellere Verbindungen mit VDSL oder Kabelinternet

Wenn Euch Euer Anschluss zu langsam ist, kann ein Wechsel die Lösung sein. Wird von einem DSL-Provider zu einem anderen gewechselt, ändert sich zwar auf der "Letzten Meile" nichts. Etwaige technische Unzulänglichkeiten auf diesem Abschnitt bleiben bestehen, aber dennoch können die Geschwindigkeitsunterschiede gewaltig sein. Sollte VDSL verfügbar sein, kann ein Telekommunikationsunternehmen, das an einer Adresse nur langsames DSL anbieten kann, möglicherweise dennoch einen wunderbar schnellen VDSL-Anschluss realisieren.

Wählt man Kabelinternet als DSL-Alternative wird dagegen eine ganz andere Netzinfrastruktur genutzt. Die Kabelnetzbetreiber können in vielen Teilen Deutschlands heute schon 100-MBit/s-Anschlüsse anbieten. Internet über den Kabelanschluss ist preislich attraktiv, aber Bündelangebote aus Fernsehen, Telefon und Internet haben die Deutschen Telekom, Vodafone und O2 ebenfalls zu bieten.

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Was sind 2012 die Trends der Unterhaltungselektronik?

10. January 2012 - 15:15 Uhr

Seit heute findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. Grund genug für uns, einen Blick auf die Trends des neuen Jahres zu werfen. Neben dem mobilen Medienkonsum sind Heimvernetzung, Video-on-Demand, ultrahochauflösende Fernseher und alternative Bedienkonzepte 2012 spannende Themen.

Wie gestern berichtet ist die Branche für 2012 optimistisch, denn eine dynamische Entwicklung und Neuheiten sorgen bei den Verbrauchern für ein großes Interesse an Produkten aus dem Bereich Unterhaltungselektronik. Vieles von dem, was in etwas weniger als einem Jahr bei vielen Konsumenten unterm Weihnachtsbaum liegen wird, ist in diesen Tagen schon in der Wüstenstadt Las Vegas zu sehen. Dort findet gerade die Consumer Electronics Show (CES) statt.

Das Ende der Fernbedienung?

Neben Smartphones und Tablets werden Smart TVs dieses Jahr viel Aufmerksamkeit erhalten, denn bei den neuesten Fernsehern kommen gleich mehrere Trends zusammen. "Die klassische Fernbedienung für Fernseher, Blu-ray-Player und Co. wird in ein paar Jahren überflüssig", behauptet mutig der Hightech-Verband BITKOM in einer aktuellen Übersicht, der neue Bedienkonzepte für einen der wichtigsten Trends des Jahres hält. Geräte aus dem Bereich Consumer Electronics (CE) werden künftig durch Sprache und Gesten gesteuert, glauben die Experten. Einen Eindruck von den Möglichkeiten einer Sprachsteuerung haben im letzten Jahr schon Besitzer von Smartphones gewonnen. Das prominenteste Beispiel ist die virtuelle Assistenz-Funktion Siri auf dem iPhone 4S von Apple. Gestensteuerung kennt man dagegen schon von der Xbox 360 und deren 2010 eingeführter Erweiterung Kinect.

Herkömmliche Fernbedienungen verwirrten schon in den letzten Jahren viele Verbraucher mit ihren vielen Knöpfen und nicht immer intuitiv zu nennenden Bedienkonzepten. Die bisher erhältlichen internetfähigen Fernseher kranken allgemein an einer umständlichen Bedienung. Besonders deutlich wird der Bedarf an alternativen Bedienkonzepten, wenn nicht nur einzelne Kommandos, sondern komplexere Befehle anstehen, beispielsweise die Eingabe mehrerer Wörter für die Suche nach Videos auf YouTube.

Zum Ansehen längerer YouTube-Videos sind aktuell erhältliche Hybrid-TV-Geräte zwar sehr gut geeignet, aber die derzeitigen Eingabekonzepte überzeugen nicht. Selbst ein billiges Einsteiger-Smartphone mit Android-Betriebssystem kann dagegen mit der YouTube App einen gesprochenen Befehl zur Suche nach Videos ausführen. Überhaupt Smartphones: Erste Apps für das Mobiltelefon, mit dem das Smartphone zur Fernbedienung wird, gibt es ja bereits. Insofern werden mit Sprachsteuerung, Gestensteuerung und Smartphone Apps künftig mindestens drei neue Arten der Bedienung herkömmliche Fernbedienungen verdrängen helfen.

Full-HD ist nicht genug

An die gute Bildqualität eines Full-HD-Fernsehers gewöhnt man sich schnell, aber bei 1.920 mal 1.080 Pixeln ist nicht Schluss. Auf der CES werden ultrahochauflösende Geräte präsentiert, die 4.096 mal 2.160 Pixel bieten. Bevor TV-Sender eine solche Auflösung bieten, wird wohl noch einige Zeit vergehen, aber wer einen 3D-Film in HD-Auflösung sehen möchte, profitiert schon bald von ultrahochauflösenden Displays.

Schneller noch als 3D-Fähigkeiten entwickeln sich Internetfähigkeiten zu Standardfunktionen, die gut ausgestattete Geräte ganz selbstverständlich bieten. Der BITKOM rechnet für 2012 mit 5 Millionen neuen Smart TVs in Deutschland, 35 Prozent mehr als in 2011. Jeder zweite neue Fernseher soll dieses Jahr also ein Smart TV sein. Damit kommen nicht nur zahllose kostenlose und kostenpflichtige Online Inhalte (von YouTube-Videos bis zu Spielfilmen aus Onlinevideotheken wie Maxdome) auf den Fernsehschirm. Inhalte, die sich auf anderen vernetzten Geräten wie PCs, Notebooks, Tablet-Computern und Smartphones befinden, können ebenfalls auf dem Fernseher betrachtet werden.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass besonders Tablet-Computer ebenfalls intensiv für den Konsum digitaler Medieninhalte aller Art verwendet werden. Wie die aktuelle IPTV-Studie des Beratungsunternehmens goetzpartners zeigt, ist es für Verbraucher sehr wichtig, in ihrem Medienkonsum nicht auf bestimmte Endgeräte oder Plattformen festgelegt zu sein. Zudem möchten sie unabhängig von Zeit und Ort darauf zugreifen können.

Große Nachfrage nach Smartphones und Tablets

Letzteres kann die Hersteller von Mobiltelefonen und Media-Tablets freuen. Der Boom bei Smartphones hält an: Letztes Jahr wurden laut BITKOM 11,8 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft, was einem Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein Nachlassen der Nachfrage ist nicht abzusehen. Der Markt für Tablets ist noch nicht so weit entwickelt, doch für dieses Jahr prognostiziert der Verband ein Plus von 29 Prozent auf 2,7 Millionen neue Geräte. Das stützt nicht zuletzt wieder den Trend zur Heimvernetzung, denn mobile Endgeräte werden ja nicht bloß unterwegs, sondern gerade auch zu Hause für den Medienkonsum eingesetzt.

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Unterhaltungselektronik-Branche optimistisch für 2012

9. January 2012 - 08:40 Uhr

LCD-Fernseher, Smartphones und Tablet-Computer werden im neuen Jahr wieder für gute Geschäfte sorgen, glaubt man in der Branche für Consumer Electronics. Trotz der vielen Innovation verbringen die Menschen mehr Zeit denn je vor dem Fernseher.

Bei der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) beginnt man das neue Jahr mit viel Optimismus. Die Consumer Electronics-Branche gehöre zu den "zu den dynamischsten Branchen im Konsumentenmarkt" und verleihe "durch ihre Neuheiten und innovativen Produkte ständig kräftige Impulse", heißt es in einer Pressemitteilung der gfu selbstbewusst. Neue Produkt- und Marktbereiche führten zu Zusatznutzen und Mehrwert für die Verbraucher. Deshalb seien die Produkte bei den Konsumenten so beliebt.

"Unsere Branche wird sich dank der zahlreichen Innovationen, die nicht nur neue Marktsegmente, sondern auch neue Anwendungen kreieren, weiter erfolgreich entwickeln. Die Konsumenten leisten sich nach wie vor gern Consumer Electronics-Produkte. Dies hat nach heutigem Stand zu einem Umsatz von mehr als 27 Milliarden Euro (+ 5 %) im Jahr 2011 geführt. Für 2012 erwarten wir mit einem Plus von rund vier Prozent eine erneute Umsatzsteigerung auf mehr als 28 Milliarden Euro", erklärt Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu.

Kaufimpulse durch Analogabschaltung, Olympia und EM

Für 2012 erwartet die gfu zusätzliche Impulse durch die Abschaltung des analogen Fernsehens über Satellit. Die TV-Kanäle DMAX, Comedy Central, Nickelodeon und VIVA haben ihre analoge Verbreitung via Satellit bereits zum Jahreswechsel eingestellt. Die meisten deutschen Fernsehsender werden am 30. April aufhören, analog zu senden. Da wenige Monate vor der Analogabschaltung immer noch nicht alle betroffenen Haushalte auf Digital-TV umgestiegen sind, ist in nächster Zeit mit einer großen Nachfrage nach digitalen Sat-Receivern und Fernsehern mit eingebautem Digital-Tuner zu rechnen. Zum Teil müssen außerdem die LNBs an den Satellitenschüsseln ausgetauscht werden.

Einher mit der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens geht eine massive Ausweitung des HDTV-Programmangebots: Viele öffentlich-rechtliche TV-Sender starten am Tag nach der Analogabschaltung HD-Ableger. Damit wird es noch attraktiver, Geräte für HDTV-Nutzung anzuschaffen. Seit dem Start von DAB+ im August 2011 ist auch digitales Radio interessanter geworden, was ebenfalls die Umsätze positiv beeinflussen soll. Die zunehmende Verschmelzung von Internet und Fernsehen, das Interesse an 3D-Fernsehern, Smartphones und Tablet-Computern werden der gfu-Prognose zufolge ebenfalls für große Nachfrage bei den Verbrauchern sorgen. Angesichts der Olympischen Sommerspiele 2012 und der Fußball-Europameisterschaft dürfte aber bei vielen Verbrauchern vor allem der Wunsch nach einem neuen, großen HD-Flachbildfernseher geweckt werden.

Fernsehkomsum auf Rekordniveau

Wie kürzlich von IP Deutschland gemeldete Zahlen für 2011 zum Fernsehkonsum zeigen, ist das Medium Fernsehen auch in Jahren ohne solche großen Sport-Events interessant genug, um neue Zuschauerrekorde aufzustellen. Bei allen Zuschauern ab 3 Jahren erhöhte sich die tägliche Sehdauer um 2 Minuten auf 225 Minuten. Zuschauer ab 14 Jahren sahen pro Tag im Durchschnitt 239 Minuten fern, also knapp 4 Stunden!

In der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen war der Zuwachs mit 6 Minuten auf 280 Minuten am größten. Am meisten Zeit vor dem Fernseher verbringen Rentner (Altersgruppe 65+) mit 306 Minuten, die 20- bis 59-Jährigen bringen es auf immerhin 221 Minuten. Die oft als werberelevante Zielgruppe bezeichneten Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren sieht mit 192 Minuten immerhin deutlich mehr als 3 Stunden täglich fern. Die zahlreichen Innovationen der Consumer Electronics der vergangenen Jahre halten die Menschen also nicht vom Fernsehen ab.

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Sky Anytime mit TV-Serien

6. January 2012 - 15:46 Uhr

Sky-Abonnenten können ab dem 7. Januar aktuelle Episoden von Fernsehserien über Sky Anytime jederzeit anschauen. Die neuen Folgen nimmt der Receiver Sky+ ohne Zutun des Nutzers in den Nachtstunden auf.

Der Push-Service Sky Anytime ist für Satellitenkunden mit passender Hardware bereits seit Ende August, für Kabelkunden seit Mitte November verfügbar. Bisher wurden nur Spielfilme über Nacht auf der Festplatte des Geräts gespeichert, die dann jeweils für eine gewisse Zeit nach Belieben des Zuschauers abgerufen werden können.

Zeitlich flexibel fernsehen

Neu ab Samstag ist ein Angebot an TV-Serien, zu dem unter anderem "Boardwalk Empire", "Spooks - Im Visier des MI5" und "The Walking Dead" gehören werden. Nach und nach werden die einzelnen Episoden gespeichert und verschwinden dann auch bald wieder. Wenn Sky im Pressetext schreibt, dass die Kunden diese "Topserien zeitlich völlig flexibel auf Abruf" genießen können, meint das nämlich nur, dass man sich auf diese Weise von den Ausstrahlungszeiten im Fernsehen unabhängig macht.

Im Anschluss an die Erstausstrahlung steht jede Folge "bis zu" sieben Tage zur Verfügung. Hier sollten Serienfans also genau hinsehen, damit sie nicht doch eine Episode verpassen. Die bessere Möglichkeit bleibt, über die Serienaufnahmefunktion die Aufnahme aller Folgen einer TV-Serie selbst zu programmieren, weil man sich dann nicht mit dem Ansehen beeilen muss. Von Vorteil ist Sky Anytime für Serienfans allerdings, wenn sie ihre Sendungen nicht von Festplatte, sondern bei Ausstrahlung gucken. Kommt ihnen nun etwas dazwischen, haben sie bis zu sieben Tage Zeit, sich die automatisch aufgenommene Episode anzusehen.

Welche TV-Serien kommen zu Sky Anytime?

Hier gilt aber ebenfalls der Rat, sich vorher zu informieren - in diesem Fall darüber, welche TV-Serien bei Sky Anytime berücksichtigt werden. Dazu hat der Pay-TV-Anbieter eine Liste veröffentlicht:

  • "Spooks - Im Visier des MI5", Staffel 6, bis 20. Januar (Fox/HD)
  • "Strike Back - Project Dawn", Staffel 1, bis 3. Februar (Fox/HD)
  • "Supernatural", Staffel 6, ab 2. Januar montags (Sky Hits/HD)
  • "Dr. Who", Staffel 5, bis 2. Februar (Fox/HD)
  • "Shameless", Staffel 1, ab 24. Januar montags (Fox/HD)
  • "True Blood", Staffel 4, ab 9. Februar donnerstags (Syfy)
  • "The Walking Dead", Staffel 2, ab 17. Februar freitags (Fox/HD)
  • "Boardwalk Empire", Staffel 2, ab 29. Februar mittwochs (TNT Serie)

Besonders groß wird die Zahl der Serien bei Sky Anytime also zumindest in der Anfangszeit nicht sein. Da der Festplattenplatz eines Sky+ Receivers vergleichsweise knapp bemessen ist und später neben den Spielfilmen und Serien noch Sportinhalte bei Sky Anytime folgen sollen, sind der Ausweitung zudem Grenzen gesetzt.

Dennoch: Die Liste zeigt die hohe Attraktivität von Sky für Serienfans, und vielleicht "probiert" so mancher Abonnent die eine oder andere Serie einmal aus, wenn das auf Knopfdruck möglich ist. "Sky Anytime wird von unseren Kunden hervorragend genutzt. Dass wir nun kontinuierlich Serien über unseren innovativen Service bereitstellen können, wird  Serienfans begeistern." Spielfilme stehen in der Regel allerdings für sich, die Freude an einer TV-Serie hält sich dagegen in Grenzen, wenn man den Anfang verpasst hat.

Habt Ihr Sky Anytime bisher schon genutzt, um Euch automatisch aufgezeichnete Filme anzusehen?

Bild links oben: Screenshot vom Fernseher bei Trailer für Sky Anytime

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Unterhaltungselektronik – Vernetzung macht smart

30. December 2011 - 08:45 Uhr

Nicht nur Mobiltelefone und Fernseher erhalten durch Anschluss an das Internet und weitere Vernetzungsmöglichkeiten viele nützliche und interessante Funktionen. Der gesamte Bereich Unterhaltungselektronik ist dabei, "smart" zu werden.

In Anlehnung an Smartphones, die durch Zugang zum Internet und eine Fülle an Apps unzählige Funktionen übernehmen können, werden internetfähige Fernseher inzwischen meist Smart TVs genannt. Das ist eingängiger als Hybrid-TV-Gerät, um einen weiteren der verschiedenen Begriffe zu nennen. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Hersteller nicht vor alle möglichen Geräte der Unterhaltungselektronik den Begriff "smart" setzen.

Der Trend zur Vernetzung und Funktionserweiterung macht bei Telefonen und Fernsehern nämlich nicht halt: Blu-ray-Player, Heimkinoanlagen, HiFi-Komponenten, Spielkonsolen und Set-Top-Boxen werden ebenfalls smart, Tablet-Computer, Notebooks und Netbooks sind es sowieso. Bis Ende des Jahres werden in Deutschland 26,5 Millionen internetfähige Bildschirmgeräte verkauft. Diesen nüchternen Begriff verwendet die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in ihrer aktuellen Pressemitteilung. So viele neue Geräte, die alle mit dem Internet verbunden werden können, innerhalb nur eines Jahres! Das zeigt, wie sehr das Netz fester Bestandteil unseres Alltags geworden ist.

Schon 4 Millionen Smart TVs in Deutschland

Laut gfu handelt es sich dabei um 15 Millionen Smartphones, 7 Millionen Notebooks, 3,1 Millionen Flachbildfernseher und 1,4 Millionen Tablet-Computer. Mehr als jeder dritte neue Flachbildfernseher verfügt dieses Jahr über Internet-Funktionen, insgesamt wurden bislang 4 Millionen solcher Geräte in Deutschland verkauft. Zugegeben, die Mehrheit der Käufer nutzt den Netzwerkanschluss ihres neuen Flachbildfernsehers noch gar nicht. Ab einer gewissen Bildschirmdiagonale gehört die für die Verbindung mit dem Internet erforderliche Technik fast schon zur Standardausstattung.

Große Fernseher sind meist internetfähig

Fast jeder zweite (48 Prozent) neue 42-Zoll-Flachbildfernseher ist internetfähig, unter den 46-Zoll-Modellen liegt der Anteil bei 75 Prozent, bei XXL-Geräten mit 50 und mehr Zoll in der Bildschirmdiagonale liegt dieser Wert sogar bei 90 Prozent. Ein Interesse an Bewegtbildangeboten, die unanhängig vom TV-Programm individuell abrufbar sind, ist bei vielen Verbrauchern vorhanden. Noch ist das kein so großes Thema, zudem gibt es noch einige Schwächen bei der Bedienung. Aber: Wenn Apple tatsächlich Ende 2012 einen eigenen Smart TV herausbringt, dürfte das nicht nur die etablierten Hersteller unter Druck setzen, sondern bei unzähligen Verbrauchern das Interesse am Thema Hybrid-TV-Geräte endlich wecken, für welche Marke sie ich letztlich auch entscheiden mögen.

Von denen, die sich schon Online-Inhalte auf ihren Fernsehschirm holen, sehen sich 30 Prozent kurze kostenlose Clips an. 18 Prozent schauen ganze Filme, 15 Prozent rufen Inhalte aus Mediatheken von TV-Sendern ab. Auf Informationssuche begeben sich ebenfalls 15 Prozent der Smart-TV-User, noch einmal 15 Prozent hören Musik bei Internetradios oder Online-Diensten. Es ist allerdings fraglich, wie aussagekräftig diese Zahlen sind, da einige Inhalte nicht auf allen Smart TVs zur Verfügung stehen.

Einfache Bedienbarkeit als Herausforderung

"In Zukunft werden noch viele weitere interessante Nutzungsfelder an Bedeutung gewinnen", sagt Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, voraus. "Dazu zählen Steuerungsfunktionen im vernetzten Haus, die Kontrolle und Optimierung des Energieverbrauchs, die Einbindung von Sicherheitseinrichtungen, der Zugang zu Telemedizin und andere Dienstleistungen für ältere Menschen, und natürlich auch der Internet-Einkauf. Höchste Herausforderung bei all der Vielfalt ist, dazu einfachste Bedienung anzubieten. All dies wird weitere neue Nachfragesegmente kreieren und im Ergebnis dazu beitragen, dass wir trotz der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Unsicherheiten zuversichtlich ins kommende Jahr schauen können."

Spannend sind nicht nur die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen der Unterhaltungselektronik, sondern gerade die Möglichkeiten, die sich aus dem Zusammenspiel verschiedener "smarter" Endgeräte ergeben. Wer etwa seine mit dem Smartphone geschossenen Fotos und Videos online speichert, kann sie sich mittels App auf dem Fernseher ansehen. Ebenfalls schon möglich: Fotos und Videos auf dem Fernseher angucken, die sich noch auf dem Smartphone befinden. Bei der Vernetzung muss nicht immer der Weg über das Internet gegangen werden.

Foto links oben: Die Tagesschau live via App auf dem Smartphone sehen

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28 Millionen Haushalte mit Breitbandanschluss

28. December 2011 - 15:30 Uhr

Von allen privaten Haushalten in Deutschland hatten dieses Jahr 77 Prozent einen Internetzugang. Die allermeisten davon (93 Prozent) waren Breitbandanschlüsse, meistens auf Basis von DSL.

Die Kabelnetzbetreiber mit ihren oft besonders schnellen und gleichzeitig günstigen Internetangeboten gewinnen zwar viele neue Kunden, doch laut einem Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) handelte es sich bei 82 Prozent aller privaten deutschen Breitbandanschlüsse um DSL-Zugänge. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle anderen Zugangstechnologien für schnelles Internet zusammen nur auf 18 Prozent kämen. Nicht ganz jeder dritte Haushalt mit Internetzugang (29 Prozent) setzte weitere Breitbandanschluss-Arten ein. Alle Prozentwerte zusammen ergeben also nicht 100 Prozent.

Festnetzbasierte Zugangstechnologien wie Internet über den Kabelanschluss, über Stromkabel oder über Glasfaserleitungen wurden 2011 von zusammen 11 Prozent der Internet-Haushalte eingesetzt. 19 Prozent nutzten Breitbandinternet via Mobilfunk, beispielsweise mit einem UMTS-Stick, einer Laptop-Karte oder einem Smartphone. Weitere drahtlose, aber ortsgebundene Zugangstechnologien (zum Beispiel WiMAX, Internet via Satellit) hatten kaum eine Bedeutung.

Kaum noch analoge Modem- oder ISDN-Verbindungen

Schmalbandige (also langsame) Internetzugänge gab es dieses Jahr nur noch wenige: Gerade noch 5 Prozent aller deutschen Haushalte mit Internet gingen über ein analoges Modem oder eine ISDN-Karte online. 8 Prozent nutzten Schmalband-Internet via Mobilfunk, wobei es sich größtenteils um GPRS-Verbindungen mit Smartphones und anderen Mobiltelefonen handelte.

Die hohe Zahl von Breitband-Haushalten klingt erst einmal sehr gut, aber da schon Netzzugänge ab 2 MBit/s als breitbandig angesehen werden, ist sie nicht besonders aussagekräftig. Das mag als Grundversorgung ausreichen, aber die heutigen Möglichkeiten des Internets für Privatnutzer lassen sich so nicht ausschöpfen. Für Video-on-Demand wird es bei 2 MBit/s schon eng, an HD-Qualität ist überhaupt nicht zu denken. Vielen Onlinern ist ihr "Breitband-Internetanschluss" zu langsam. Die Kabelnetzbetreiber bieten vielerorts 100-MBit/s-Anschlüsse und könnten sogar noch weit schnellere Internetzugänge bereitstellen. Demgegenüber wirken 2 MBit/s ziemlich schmal.

Die meisten Offliner sehen keinen Bedarf für Internet

Fast jeder vierte private Haushalt in Deutschland (23 Prozent) war 2011 allerdings ganz ohne Internet. Von den Ein- und Zweipersonenhaushalten ohne Kinder unter 16 Jahren waren besonders viele ohne Verbindung ins Netz. Kaum zu glauben: Als Hauptgrund für den Verzicht auf einen Internetzugang wurde "kein Bedarf" genannt (Einpersonenhaushalte: 72 Prozent, Zweipersonenhaushalte: 74 Prozent). Erst weit dahinter folgen mit 32 Prozent bei Einpersonenhaushalten bzw. 37 Prozent bei Zweipersonenhaushalten fehlende Kenntnisse.

Bei den Einpersonenhaushalten waren 27 Prozent der Offliner die Anschaffungskosten und 22 Prozent die Nutzungskosten zu hoch; von Zweipersonenhaushalten wurden diese Hinderungsgründe etwas seltener genannt. 15 Prozent der Nicht-Nutzer blieben aus Sorge um Datenschutz und Privatsphäre offline. Nicht ausreichend schnelle Internetzugänge waren dagegen kein nennenswerter Grund für einen Verzicht auf einen Internetanschluss.

Ist Euer Internetanschluss "breit" genug?

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