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Kategorie: Vermischtes


50 Minuten Online-Videos pro Tag und Nutzer – starkes Wachstum

9. December 2011 - 15:52 Uhr

Der Konsum von Videos aus dem Internet steigt rasant. Durchschnittlich verbringen deutsche Internetnutzer schon 50 Minuten am Tag damit. YouTube ist das beliebteste Videoportal, aber der Trend geht zu längeren Formaten.

Es überrascht sicher niemanden, dass Online-Videos sehr beliebt sind. Bemerkenswert ist allerdings das Wachstumstempo. Der BITKOM berichtet von einer repräsentativen Erhebung des Marktforschungsunternehmens comScore im Monat Oktober, deren Daten jetzt vorliegen. Ein durchschnittlicher Netznutzer in Deutschland sieht sich täglich acht Videos mit einer Gesamtdauer von knapp 50 Minuten an. Nur ein Jahr zuvor waren es sechs Videos und erst 34 Minuten täglich.

Trend zu längeren Videos

"Der Videokonsum im Internet steigt kontinuierlich an", sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Ralph Haupter. Die Sehdauer ist deutlich stärker als die Zahl der angesehen Videos gewachsen. Das lässt sich mit einem Trend zu längeren Formaten erklären. Kurze Clips sind weiterhin gefragt, aber Comedy-Formate, Dokumentationen sowie komplette Folgen von TV-Serien oder sogar Spielfilme gucken sich immer mehr Menschen online an. "Dieser Trend wird sich durch die steigende Verbreitung von Tablet-PCs noch verstärken, da diese Geräte intensiv für den Medienkonsum genutzt werden." Das passt zu einer anderen Untersuchung aus diesem Jahr, wonach hierzulande 68 Prozent der Internetnutzer TV-Inhalte über das Internet ansehen.

Mobile Endgeräte wie Media-Tablets und Smartphones mit großen Displays ermöglichen den Verbrauchern, abseits ihres Computers Internet-Videos zu sehen. Diese Geräte lassen sich sehr viel flexibler nutzen als selbst kleine und relativ leichte Notebooks. Während die technischen Hürden für den Videokonsum über das Internet immer weiter sinken, strengen sich die Betreiber von Videoportalen an, ihr Angebot um hochwertige Inhalte zu erweitern. "Zusätzlich zu den privat erstellten Clips gewinnen auf den Video-Portalen professionelle Produktionen an Bedeutung", erklärte Haupter. Im Umfeld von hochwertigem Content lässt sich Werbung deutlich besser verkaufen. Mehr Nutzer länger auf ihrem Portal zu halten, ist damit ebenfalls leichter möglich.

YouTube ist wichtigstes Videoportal in Deutschland

Das am meisten genutzte Videoportal ist mit großem Abstand nach wie vor YouTube. 70 Prozent aller deutschen Internetnutzer haben sich dort im Oktober etwas angesehen. An zweiter Stelle liegen mit 23 Prozent die Websites des TV-Konzerns ProSiebenSat.1, der neben Websites seiner Programmmarken wie kabeleins.de und sixx.de beispielsweise das Portal MyVideo.de betreibt. Dort sind inzwischen viele "professionelle Inhalte" wie Musikvideos, Fernsehserien und Spielfilme gratis abrufbar. Seit September gibt es sogar eine spezielle iPad-App für MyVideo.

Konsum von Online-Videos in Deutschland 2011

Grafik: BITKOM auf Basis von Daten von comScore

Mit 21 Prozent reicht es für die zu United Internet gehörenden Websites wie GMX.de und Web.de für den dritten Platz der am stärksten für den Videokonsum genutzten Websites. Facebook, inzwischen auch in Deutschland das mit Abstand größte Soziale Netzwerk, belegt den vierten Rang. Erst auf Platz fünf finden sich die Websites von RTL, zu denen unter anderem Clipfish.de zählt. Bei Musikgigant Universal Music haben sich im Oktober immerhin 14 Prozent aller Internetuser in Deutschland Videomaterial angesehen.

Man kann gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht. Der Boom bei Tablets und Smartphones hält im nächsten Jahr mit Sicherheit an. Daneben dürfte eine wachsende Zahl von Besitzern moderner Flachbildfernseher den Netzwerkanschluss an ihrem Hybrid-TV-Gerät ausprobieren. Längere YouTube-Videos, beispielsweise ausführliche Reviews zu Smartphones, schaue ich mir inzwischen mittels App auf meinem Fernseher an - ebenso Filme und Serien aus der Onlinevideothek Maxdome. Das Internet ermöglicht noch weit besser als ein Festplattenreceiver zeitunabhängiges Fernsehen - ebenfalls ein wichtiger aktueller Trend!

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ANGA: Mehr Kunden, mehr Tempo bei Kabelinternet

6. December 2011 - 16:54 Uhr

Die Kabelnetzbetreiber können sich über hohe Zuwächse bei ihren Internet- und Telefonprodukten freuen. Bei einem erwarteten Plus von 600.000 Haushalten bis Jahresende werden insgesamt 3,6 Millionen Haushalte über das Breitbandkabel versorgt.

Anlässlich des 6. Nationalen IT-Gipfels betont der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) die Bedeutung von Internet über den Kabelanschluss beim Netzausbau für hohe Internetgeschwindigkeiten. Zusammengeschlossen im ANGA haben sich Kabel Deutschland, Unitymedia, Tele Columbus, Kabel Baden-Württemberg, PrimaCom, NetCologne, wilhelm tel, Deutsche Telekabel, Pepcom sowie weitere, kleinere Kabelnetzbetreiber.

Bis Ende des Jahres werden die Kabelunternehmen voraussichtlich insgesamt 3,6 Millionen Breit­bandinternet- und Telefoniekunden haben, was einer Verdoppelung innerhalb von drei Jahren entspricht. Damit entscheiden sich der Prognose nach 2011 rund 600.000 Haushalte neu für Internet und Telefon auf Basis ihres Kabelanschlusses. Die klassischen Telekommunikationsunternehmen haben den überdurchschnittlichen Erfolg der Konkurrenz bei der Neukundengewinnung wieder einmal zu spüren bekommen.

Fast jeder zweite Neukunde entscheidet sich für Kabelinternet

Fast jeder zweite Neukunde von Festnetz-Internetanschlüssen (45 Prozent) setzt auf den Kabelanschluss. Das passt zu den vor einem Monat vom BITKOM gemeldeten Daten, wonach jeder zweite neue Breitbandanschluss in Deutschland bei den Kabelnetzbetreibern entsteht.

"Diese Zuwächse erreichen unsere Mitgliedsunternehmen durch kontinuier­liche Investitionen in ihre Netz­infrastruktur, hohe Internet­ge­schwin­dig­keiten und ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis", erklärt Thomas Braun, Präsident des ANGA, den Erfolg. Obwohl man als Kabelkunde besonders durch die Wahl von Kombi-Produkten einiges sparen kann, sehen die Angebote der DSL- und VDSL-Provider im Vergleich nicht schlecht aus. In puncto Geschwindigkeit bei der Datenübertragung können sie Kabelinternet aber in weiten Teilen Deutschlands nicht viel entgegensetzen. VDSL ist schließlich alles andere als flächendeckend erhältlich und erreicht auch "nur" bis zu 50 MBit/s im Downstream (Daten empfangen).

Schneller als DSL und VDSL

Internet über den Kabelanschluss ist dagegen vielerorts schon mit 100 MBit/s oder sogar noch höherer Bandbreite erhältlich. Allerdings braucht heute fast niemand mehr als 50 MBit/s, zudem sind bei VDSL meist bis zu 10 MBit/s beim Upstream (Daten senden) üblich, bei Kabelinternet sind es weniger. Dennoch: Um mit der Entwicklung im Breitbandkabel mitzuhalten, müssten die Telekommunikationsunternehmen den Glasfaserausbau bis direkt zum Kunden stärker vorantreiben. Der Großteil der Internetanschlüsse in Deutschland weist Bandbreiten zwischen 2 und 30 MBit/s auf, laut ANGA nutzt mehr als die Hälfte der Kabelinternetkunden dagegen bereits Geschwindigkeiten von mehr als 30 MBit/s, der Trend gehe zu 50 MBit/s und mehr.

Zur Bedeutung digitaler Infrastrukturen als Motor für Innovationen sagt ANGA-Präsident Thomas Braun: "Wir leisten einen entscheidenden Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland. Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glas­faser und Koaxialkabel, schaffen die deutschen Kabelnetzbetreiber die Voraussetzungen für die Nutzung innovativer, bandbreiten­intensiver Anwendungen. Mit dem Ausbau des Daten­über­tragungsstandards DOCSIS 3.0 können schon heute viele Kunden das Internet mit Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr nutzen." Die derzeitige Phase des Netzausbaus soll Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Etwa zwei von drei Haushalten in Deutschland wollen die Kabelunternehmen dann mit Highspeed-Internet versorgen können.

Übertragungsstandard der vierten Generation in Vorbereitung

Der Netzausbau soll dann aber nicht zum Stillstand kommen, immerhin wird schon am Übertragungsstandard der nächsten Generation, DOCSIS 4.0, gearbeitet. Zusammen mit Glasfasertechnik sollen auf Basis des neuen Übertragungsstandards weit höhere Bandbreiten als heute realisiert werden.

Derzeit mag man sich kaum vorstellen können, wozu Endverbraucher solch extrem hohe Bandbreiten sinnvoll verwenden könnten. Aber wie schnell sich der Bedarf ändern kann, habt Ihr vielleicht selbst schon erlebt. Heute habe ich VDSL 50, mein erster DSL-Anschluss bot 1999 eine Bandbreite von 768 kBit/s. Das erschien mir extrem schnell, das war schließlich zwölffache ISDN-Geschwindigkeit. Und ich erinnere mich noch, dass ISDN selbst als besonders schnell angepriesen wurde. Als ich zehn Jahre zuvor mit meinem C64 per Modem online war, waren 64 kBit/s weit, weit weg.

Logo links oben: ANGA

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In weniger als 150 Tagen kein analoges Satellitenfernsehen mehr

5. December 2011 - 07:55 Uhr

Am Samstag waren es bis zur Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens noch 150 Tage. Die großen Kabelnetzbetreiber informieren gemeinsam darüber, dass analoges Kabelfernsehen erhalten bleibt.

Am 30. April 2012 wird das analoge Satellitenfernsehen abschaltet - bis dahin sind es von nun an weniger als 150 Tage. Der Winter ist nicht die beste Zeit, um vom analogen auf digitalen Satellitenempfang umzustellen. Arbeiten an der auf dem Dach angebrachten Satellitenschüssel möchte niemand bei starkem, kaltem Wind und Schnee durchführen. Wer in einem Haushalt mit Satellitendirektempfang lebt, sollte trotzdem jetzt überprüfen, ob er noch analoges Fernsehen hat. Falls ja, sollte die für den digitalen Sat-Empfang erforderliche Technik umgehend auf den Wunschzettel für Weihnachten geschrieben werden.

Kapazitätsengpässe befürchtet

Nicht nur die Zeit zur Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen wird knapp, je mehr Verbraucher mit der Anschaffung von digitalen Satellitenreceivern und weiterer erforderlicher Technik warten, desto wahrscheinlicher werden Lieferengpässe vor dem Abschalttermin. Selbst wenn man also auf besseres Wetter warten möchte, sollte man zumindest dieses Jahr schon die digitale Technik besorgen und - falls erforderlich - mit einem Fachbetrieb für das neue Jahr einen Termin für die Installation vereinbaren. Engpässe sind im Frühling nämlich auch bei Firmen zu erwarten, die eine neue Satellitenschüssel oder ein neues LNB montieren.

Kabelnetzbetreiber bleiben bei analogem Fernsehen

Wahl zwischen analogem und digitalem Empfang via Kabel

Kabelhaushalte haben die Wahl | Grafik: Kabel Deutschland

Haushalte mit Kabelanschluss können beim analogen TV-Empfang bleiben. Die digitalen Signale der Fernsehsender wandeln die Kabelnetzbetreiber künftig in analoge um, damit die große Mehrheit ihrer Kunden weiterhin fernsehen kann. Anders als bei den Satellitenhaushalten ist die große Mehrheit der Kabelkunden noch rein auf analogen Empfang eingestellt. Von den Kabelunternehmen erhalten sie Rückendeckung. Die drei großen Unternehmen Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW haben vor ein paar Tagen erst wieder ihre Ablehnung der "Zwangsdigitalisierung" bekräftigt.

Über die nächsten Jahre hinaus werden die Kabelkunden wie gewohnt analog fernsehen können, so die Zusage. Kabelkunden behalten die freie Wahl zwischen analogem und digitalem Fernsehen. Im Sommer wussten 30 Prozent der Deutschen nicht, dass nur Haushalte mit Satellitendirektempfang von der Abschaltung des analogen Fernsehens direkt betroffen sind. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Kabel Deutschland. Fast jeder Dritte dachte, das analoge Fernsehen würde auch für Kabelkunden abgestellt.

Digitales Fernsehen ist besser

Es verwundert ein wenig, dass die drei großen Kabelnetzbetreiber gemeinsam dieses weitverbreitete Missverständnis aufklären wollen. Wenn Kabelkunden irrtumsbedingt auf Digitalempfang wechseln, sollte das den Kabelunternehmen schließlich willkommen sein. Zum Teil werden für digitales Kabelfernsehen zusätzliche Gebühren fällig, auf jeden Fall steigt die Chance, dass diese Kunden auch gleich oder später Pay-TV ausprobieren. "Zudem benötigt die digitale TV-Verbreitungstechnik weniger Bandbreite als die analoge, sodass gleich mehrere Programme pro Kanal eingespeist werden können", heißt es Pressetext zu den Vorteilen von Digital-TV. "Das sorgt für eine größere Programmvielfalt, vor allem für mehr hochauflösende TV-Programme (HDTV) und zeitversetztes Fernsehen (Video-on-Demand)." Anders gesagt: Die analogen TV-Programme verstopfen das Kabel unnötig, der Platz könnte sehr viel besser genutzt werden. Warum machen sich die Kabelunternehmen dann weiter so für analoges Fernsehen stark?

Gleichzeitig werben die Kabelanbieter um Satellitenhaushalte, die in ihrem Haus Zugang zu einem Kabelanschluss haben, den Empfangsweg zu wechseln, um weiterhin ihr gewohntes analoges Fernsehen genießen zu können. Dabei bietet Digital-TV klare Vorteile. Neben einer sehr viel größeren Auswahl an TV-Programmen bietet erst digitales Fernsehen die Möglichkeit, HDTV zu nutzen. Es ergibt keinen Sinn, einen teuren Full-HD-fähigen Flachbildfernseher zu kaufen, ihn aber nur analog zu nutzen. In der Regel ist die analoge Bildqualität auf einem solchen Gerät sogar sichtbar schlechter als auf einem guten Röhrenfernseher. Wer nicht auf Digital-TV umsteigen muss, sollte es daher trotzdem so bald wie möglich tun.

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Consumer Electronics: Gute Aussichten dank LCD-TVs, 3D, Smart TVs und Smartphones

28. November 2011 - 07:55 Uhr

Die Nachfrage nach Flachbildfernsehern ist sehr groß. 3D und Hybrid-TV geben als wichtige Trends zusätzliche Kaufanreize. Die mobile Mediennutzung treibt die Nachfrage nach entsprechenden Endgeräten in die Höhe.

Nicht nur für das Weihnachtsgeschäft, das ein Drittel des Jahresumsatzes ausmacht, ist man in der Branche für Consumer Electronics (CE) optimistisch. Die positive Entwicklung soll sich im neuen Jahr fortsetzen. Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zu den Erwartungen: "Die Produkte der Consumer Electronics-Branche sind als Weihnachtsgeschenke aufgrund ihrer innovativen Technik und der vielseitigen und attraktiven Nutzungsmöglichkeiten sehr beliebt. Dies wird auch 2011 zu mehr Umsatz im Weihnachtsgeschäft führen. Speziell die Verschmelzung von Fernsehen und Internet, 3D-Fernsehen, Smartphones und Tablet-PCs sorgen für eine große Nachfrage im Handel. Darüber hinaus unterstützen das anhaltend positive Konsumklima und die Anschaffungsneigung den Absatz von Geräten der Consumer Electronics-Branche."

9 Millionen neue Fernseher 2011

Bis Ende 2011 werden voraussichtlich über 9 Millionen Fernseher in Deutschland verkauft. Die allermeisten davon (8,5 Millionen) arbeiten mit LCD-Technik. Infolge des Preisverfalls führen die guten Verkaufszahlen nicht zu einer Steigerung, sondern sogar zu einer Verringerung um 6 Prozent beim Umsatz auf insgesamt 5,8 Milliarden Euro. Damit stehen Fernseher für rund zwei Drittel des für dieses Jahr erwarteten Gesamtumsatzes von 9 Milliarden Euro. Für die CE-Branche insgesamt geht die gfu von einem Plus in Höhe von 14 Prozent aus.

Folgende Schwerpunkte zeichnen sich laut gfu bei Flachbildfernsehern ab: "Das so genannte Hybrid-Fernsehen etabliert sich zusehends als unverzichtbare Weiterentwicklung der Mediennutzung im Heimbereich", heißt es in der Pressemitteilung. "Der bereits von vielen Herstellern unterstützte Standard Hybrid Broadcast Broadband TV, kurz HbbTV, erlaubt dabei den direkten Wechsel zwischen Fernsehen und ergänzenden Angeboten der Sender aus dem Internet." Ende des Jahres stehen der Prognose nach schon rund 5 Millionen Smart TVs in deutschen Haushalten, die Mediennutzung zu Hause verändert sich.

So weit ist man bei 3DTV noch nicht, aber bei 1,3 Millionen verkauften 3D-Fernsehern im ersten Jahr seit der großflächigen Einführung in Deutschland verbreitert sich die Gerätebasis schnell. Im Bereich der TV-Geräte mit großer Bilddiagonale entwickelt sich 3D zum Standard. Über diesen Punkt ist man bei HDTV schon lange hinweg: Ende des Jahres gibt es in Deutschland vermutlich schon 20 Millionen Fernseher mit eingebautem HD-Tuner sowie 11 Millionen externe HD-Empfänger.

Trend zu mobiler Mediennutzung

Der Trend zur Mobilität schlägt sich nicht nur in einer hohen Nachfrage bei Smartphones und Media-Tablets nieder. Die gfu rechnet mit 4,5 Millionen verkauften MP3- und tragbaren Videoplayern sowie 8,3 Millionen verkauften digitalen Kameras (davon mehr als 1 Million hochwertige digitale Spiegelreflex- und Systemkameras) bis Jahresende. Immerhin schon 1,4 Millionen Tablet-Computer sollen dieses Jahr hierzulande abgesetzt werden. Obwohl der Boom bei Smartphones nicht neu ist, geht der Verband von einer 95-prozentigen Steigerung auf 15 Millionen Stück aus. Herkömmliche Handys werden voraussichtlich nur 11 Millionen abgesetzt.

Mehrere Faktoren sprechen für weiterhin gute Geschäfte der CE-Branche im neuen Jahr: Besonders die Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April 2012 ist dazu geeignet, die Verbraucher zu Ausgaben zu bewegen. Satellitenhaushalte, die nicht rechtzeitig auf Digital-TV umsteigen, müssen dann ganz aufs Fernsehen verzichten. Die betreffenden Verbraucher haben also gar keine andere Wahl. Selbst wenn sie statt auf digitalen Sat-Empfang auf andere Empfangswege wie IPTV umsteigen, müssen sie entsprechende Geräte kaufen.

Gute Aussichten für das kommende Jahr

Die gfu beobachtet zudem eine wachsende Akzeptanz von digitalem Radioempfang seit dem Start von DAB+ mit bundesweit empfangbaren Radiosendern in hoher Klangqualität. "Unsere Branche wird sich dank der zahlreichen Innovationen, die teilweise neue Marktsegmente kreieren, erfolgreich weiterentwickeln. Die Konsumenten leisten sich nach wie vor gern Consumer Electronics-Produkte. Dies wird nach heutigem Stand im Jahr 2011 zu einem um ca. fünf Prozent gesteigerten Umsatz auf mehr als 27 Milliarden Euro 2011 führen", zeigt sich Dr. Rainer Hecker optimistisch. "Wir blicken trotz der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten zuversichtlich ins nächste Jahr und rechnen für den Consumer Electronics-Markt in Deutschland 2012 mit einer erneuten Umsatzsteigerung um ca. vier Prozent."

Im Zusammenhang mit der Analogabschaltung gibt es einen weiteren Faktor, der für Impulse zum Kauf von Unterhaltungselektronik sorgt: Durch Abschaltung der analogen TV-Signale werden auf den betreffenden Satelliten Übertragungskapazitäten frei, die von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern für eine schrittweise Ausweitung ihres HDTV-Angebots genutzt werden wird. Die zusätzlichen HD-Kanäle werden auch Haushalten Kaufimpulse geben, die ihre TV-Signale auf anderen Empfangswegen erhalten. Zudem helfen zwei große Sportevents den Händlern und Herstellern: Neben der Fußball-Europameisterschaft finden 2012 wieder die Olympischen Spiele statt.

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1,9 Millionen Haushalte mit HD+

25. November 2011 - 14:28 Uhr

Derzeit wird HD+ von rund 1,9 Millionen Haushalten genutzt, aber die allermeisten davon befinden sich noch in der Gratisphase. Allerdings haben sich von den übrigen 63 Prozent für eine kostenpflichtige Verlängerung entschieden.

Die umstrittene Plattform HD+, über die HD-Versionen von Free-TV-Sendern kostenpflichtig und mit gewissen Einschränkungen (wie Vorspulsperre bei Werbung) empfangen werden können, scheint von den Zuschauern gut angenommen zu werden. Schon im Mai zeigte sich, dass eine große Mehrheit derjenigen, deren Gratisphase ausläuft, gegen Bezahlung dabeibleibt. Jetzt meldet die HD PLUS GmbH neue Zahlen, die eine fast ebenso hohe Umwandlungsquote in Bezahl-Abos ausweisen.

Vor zwei Jahren startete HD+, wobei es damals an passenden Empfangsgeräten mangelte. Inzwischen gibt es laut HD PLUS GmbH 66 kompatible HD-Receiver. Dieses Jahr sind auf der Plattform vier neue HD-Kanäle hinzugekommen. Mit dabei sind bis jetzt RTL HD, ProSieben HD, VOX HD, SAT.1 HD, kabel eins HD, N24 HD, SPORT1 HD, RTL II HD, sixx HD, Nickelodeon HD, Comedy Central HD und seit Mitte letzten Monats TELE 5 HD.

12 Monate kosten 50 Euro

Die Ausstrahlung erfolgt verschlüsselt, aber für die ersten 12 Monate können sich Satellitenhaushalte kostenlos die HDTV-Sender freischalten lassen. Eine Vertragsbindung darüberhinaus gibt es nicht. Im Anschluss an die kostenlose Zeit kann HD+ für weitere 12 Monate freigeschaltet werden, das kostet jedes Mal 50 Euro. Das klingt nach Pay-TV, aber die offizielle Bezeichnung lautet "technische Servicepauschale".

Laut Unternehmensangaben besaßen die Fernsehzuschauer in Deutschland am 31. Oktober 2.042.252 Empfangsgeräte für HD+. Die Zahl der aktiven Haushalte lag bei 1.865.620, die der nicht aktiven bei 176.632. Von den aktiven Haushalten befanden sich 1.560.139 in der kostenlosen Phase, 305.481 hatten sich dafür entschieden, gegen Bezahlung für weitere 12 Monate HD+ zu nutzen. Der allergrößte Teil der aktiven Haushalte empfängt die HDTV-Programme der großen Privatsender also noch gratis. Immerhin 63 Prozent derjenigen, deren Gratis-Abo ausgelaufen war, entschieden sich für eine Verlängerung. Das ist umso interessanter, als man ja selbst aktiv werden muss, um die Sender weiter empfangen zu können - man muss nicht aktiv kündigen.

Wilfried Urner, Vorsitzender der Geschäftsführung der HD PLUS GmbH: "Die Fernsehzuschauer haben HD+ angenommen. Eine Umwandlungsquote von fast zwei Dritteln beim Wechsel aus einer kostenfreien Testphase in eine Bezahlphase ist im gesamten Medienbereich einmalig und liegt damit deutlich über unseren Erwartungen. Der stabile Zuspruch zeigt, dass es nur einen geringen Early-Adopter-Effekt gegeben hat. HD+ hat damit den Lackmus-Test als Massenprodukt endgültig bestanden. Es hat sich ausgezahlt, dass wir von Anfang an ein besonders kundenfreundliches Angebotsmodell in den Markt gebracht haben."

Zusammenarbeit mit Sky und Telekom

Die Nutzerzahl steigern konnte man nicht zuletzt durch Kooperationen mit Sky und der Telekom. Sky-Satellitenkunden (mit passendem HD-Sat-Empfänger) und Entertain Sat-Kunden können sich HD+ ebenfalls für ein Jahr lang kostenlos freischalten lassen. Für die nächsten Monate verspricht man sich bei HD+ Wachstumsimpulse durch Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit "und der damit verbundenen Kommunikation", wie es im Pressetext formuliert ist. Um die anderen Satellitenhaushalte möchte man sich aber ebenfalls bemühen: "Insgesamt gibt es in Deutschland noch über zwölf Millionen Satellitenhaushalte, die ihr Fernsehen nicht im hochauflösenden Format HDTV empfangen", so Wilfried Urner. "Viele von ihnen werden merken: Ohne HD+ machen die großen Flachbildfernseher auf Dauer keinen Spaß."

Klar, große Flachbildfernseher sind für hochauflösendes Fernsehen gedacht, aber ob man ausgerechnet für die HD-Versionen der großen Free-TV-Sender Geld ausgeben möchte, ist eine andere Frage. Besonders bei Kinofilmen, aufwendig produzierten TV-Serien, Natur- und Tierdokumentationen sowie natürlich bei Sport macht sich die höhere Auflösung positiv bemerkbar. Solche Inhalte bekommt man in besonders großer Auswahl im echten Pay-TV ohne Unterbrechung durch Werbung.

Grafik links oben: HD+ (HD PLUS GmbH)

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Wenn kein Senderlogo erscheint …

25. November 2011 - 08:39 Uhr

... muss man anhand der Sendung herausbekommen, auf welchem Sender man sich befindet. Dieses Diagramm kann auch beim Zapping-Verhalten durchaus nützlich sein.

Welchen Fernsehsender schaue ich?

Welchen Fernsehsender schaue ich?

Quelle: Graphitti-blog.de

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Interaktive Werbung bei Telekom Entertain

24. November 2011 - 07:46 Uhr
Ab jetzt interaktive Werbung bei Telekom Entertain

Interaktive Werbung soll das Fernseherlebnis verbessern

Wer zum Entertain-Paket der Telekom den Fußball-Sender LIGA total! gebucht hat, der kann seit Kurzem eine wegweisende, wenngleich unscheinbare technische Neuerung bestaunen. So hat der Zuschauer jetzt die Möglichkeit, sich auf Wunsch in einem interaktiven Menü gezielt Werbeinformationen anzeigen zu lassen. Ruft man diese interaktive Werbung nicht explizit durch einen Tastendruck auf, so läuft das Bundeligaspiel wie gewohnt ohne eventuell störende Einblendungen weiter.

 

Interaktiv und unaufdringlich

Exklusiver Werbepartner für diese Aktion ist der Hardwarehersteller Samsung. Um den Zuschauer zunächst auf die Neuerung hinzuweisen, wurde lediglich der Sponsoring-Spot vor Beginn der Spielübertragung leicht angepasst. Hier findet sich nun ein Hinweis, dass ein Druck auf die grüne "OK"-Taste der Fernbedienung weitere Informationen zu Samsung-Produkten liefern soll. Die interaktive Werbung ist hierbei angenehm unaufdringlich implementiert; Drückt der Zuschauer die grüne Taste nicht, so wird das Spiel ohne zusätzliche Werbung wie gewohnt übertragen.

Wer jedoch neugierig wurde, der kann die neu verfügbaren Zusatzinformationen jederzeit durch Drücken der Fernbedienungstaste aufrufen. Dabei startet zunächst eine App, welche den Bildschirm zweiteilt. Auf der linken Hälfte des Fernsehers kann der Zuschauer so die Übertragung weiterverfolgen, während sich auf der rechten Bildschirmseite Informationen zu einzelnen Hardware-Produkten von Samsung aufrufen lassen. Dabei kann der Zuschauer per Fernbedienung verschiedene Kategorien durchblättern. Ein Druck auf die Escape-Taste beendet die Werbung jederzeit, sodass die Fernsehübertragung wieder das ganze Bild einnimmt.

Als besonderes Lockmittel soll dabei ein Gewinnspiel, bei welchem sich Karten für ein Bundesligaspiel und Hardware von Samsung gewinnen lassen, die Aufmerksamkeit des Zuschauers wecken. Die Teilnahme erfolgt dabei ganz unkompliziert direkt über die App auf dem Fernsehgerät.

Ausblick

Diese neue Form Werbung funktioniert natürlich nur, wenn das jeweilige Empfangsgerät über einen Internetzugang verfügt. Da das Entertain Paket der Telekom einen Internetzugang und TV-Angebot unter einem Dach vereint, sind hier die technischen Grundlagen für solche noch recht neuartigen Entwicklungen vorhanden. Man kann davon ausgehen, dass ähnliche Angebote folgen werden.

Mittelfristig ist absehbar, dass solche interaktive Werbung den Markt immer mehr durchdringen wird, zumal sie nicht nur einen Mehrwert für die Werbekunden des Senders bietet, sondern auch dem Werbezuschauer einen gewissen zusätzlichen Komfort verspricht. Auch die immer stärker werdende Verbreitung von Fernsehgeräten mit Internetzugang, sogenannten Smart TVs, wird die Entwicklung internetbasierter, interaktiver Werbung zusätzlich vorantreiben.

Die Telekom ist indes natürlich lange nicht der einzige Anbieter, der an solchen Angeboten arbeitet. Mit hbbTV existiert bereits ein vielversprechender europaweiter Industriestandard, der es ermöglicht, Inhalte aus dem Internet mit dem laufenden Fernsehprogramm zu verknüpfen. Vorangetrieben und unterstützt wird hbbTV unter anderem von großen europäischen Rundfunksendern, Satellitenbetreibern, Software- und Hardwareunternehmen sowie weiteren Institutionen. Diese breite Unterstützung sowie die Verwendung offener Standards machen hbbTV derzeit zum Favoriten für internetgestütztes Fernsehen.

In jedem Fall ist die Entwicklung, in der sich das Fernsehen diesbezüglich befindet, noch lange nicht abgeschlossen. Letztlich zeigt auch das doch erwähnenswerte mediale Echo, das die Telekom für ihren Vorstoß erhalten hat, dass es bis zur vollständigen Verbindung von Fernsehen und Internet noch ein weiter Weg ist.

Bild oben links: Telekom

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