Internetgeschwindigkeit

datenuebertragungsrate

Ein Internetanschluss ist heutzutage zumindest in Deutschland in den meisten Haushalten vorhanden. Laut einer Umfrage über die Private Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien besaßen im Jahr 2013 immerhin 83% der Privathaushalte einen Internetzugang. Doch der Anschluss selbst ist nur die halbe Miete; es kommt vor allem auf die Internetgeschwindigkeit an. Sie ist oft der Grund für Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der Kunden und zieht nicht selten Kündigungen und Anbieterwechsel nach sich, wenn sie dem Besitzer des Anschlusses nicht ausreicht.

 

Internetgeschwindigkeit: Datenübertragung und Maßeinheiten

Was wir hier im Folgenden immer wieder Internetgeschwindigkeit nennen, wird auch Datenübertragungsrate, Datenrate oder Verbindungsgeschwindigkeit genannt.  Bezeichnet wird damit allgemein die Menge an digitalen Daten, die innerhalb einer Zeitspanne von einem Rechner oder Server auf einen anderen Computer übertragen wird. Dabei wird zwischen Download (Herunterladen) und Upload (Hochladen) unterschieden.

Die kleinste gemessene Dateineinheit bei der Internetgeschwindigkeit ist das sogenannte Bit (Abkürzung für binary digit, zu deutsch: Binäre Ziffer), welches immer in Relation zu einer Zeiteinheit gemessen wird. Im Falle der Datenübertragungsrate stellen Sekunden die verwendete Zeiteinheit dar; daher wird die Geschwindigkeit in bit/s (Bits pro Sekunde) angegeben. Da ein Bit sehr klein und die Messung in dieser kleinsten Dimension nicht sinnvoll ist, werden sogenannte Einheitenvorsätze  verwendet, die größere Werte anzeigen, ohne dass diese Werte als lange Zahlen ausgeschrieben werden müssen.

  • k = Kil0 (griechisch: Tausend), zum Ausdruck der Internetgeschwindigkeit als kb/s (Kilobit pro Sekunde) verwendet
  • M = Mega (griechisch: groß), bezeichnet eine Million und wird in Verbindung mit Datenübertragungsraten als Mbit/s (Megabit pro Sekunde) benutzt.

Die nächstgrößeren Einheiten (Giga und Tera, also Milliarde und Billion) werden für Internetgeschwindigkeiten (noch) nicht herangezogen.

Der Unterschied zwischen Upload und Download

Im ersten oder mindestens im zweiten Schritt wird beim Abschluss eines neuen Internetvertrags (oder gelegentlich auch bereits im Rahmen einer Werbung) auf unterschiedliche Upload- und Downloadgeschwindigkeiten hingewiesen, den ein Internetanschluss besitzt. Hier ist noch einmal in der Kürze erklärt, was jeweils damit gemeint ist.

Upload

Mit dem Upload bzw. Hochladen sind die Informationen gemeint, die von einem Rechner oder mobilen Endgerät ins Netz verschickt werden. Ob es dabei um Bilder für die Internet- oder Facebookseite, E-Mails oder Videochat geht: Je höher die Uploadrate, desto schneller und ruckelfreier können Daten im Internet ausgeführt gesendet und empfangen werden.

Download

Die Downloadrate beschreibt die Geschwindigkeit, mit der Daten aus dem Netz empfangen werden können. Wie schnell Webseiten und die darauf vorhandenen Inhalte (Bilder, Videos-E-Mails und so weiter) auf den Geräten geladen werden, hängt von der Downloadgeschwindigkeit ab, die eine Internetverbindung besitzt.

Was bedeutet „Surfen mit bis zu xxxx Mbit/s“?

Normalerweise hüten sich Internetanbieter davor, eine ganz konkrete Internetgeschwindigkeit anzubieten, sondern ergänzen die von ihnen angepriesenen Datentransferraten immer mit einem „bis zu“. Das bedeutet, dass mit der angegebenen Geschwindigkeit der Maximalwert bezeichnet wird, der unter optimalen Bedingungen erreicht werden kann. Derartige Bedingungen sind nicht immer gegeben. Wenn man sich in einer generell empfangsschwachen Gegend befindet, keine Glasfaserkabel anliegen oder ein WLAN-Netzwerk von vielen Rechnern gleichzeitig genutzt wird, sind dies Faktoren, welche die Internetgschwindigkeit negativ beeinflussen können. Je nachdem, was im Internet getan wird, werden sich solche Beeinträchtigungen kaum oder aber sehr spürbar bemerkbar machen. Das Versenden von E-Mails ist zum Beispiel in den meisten Fällen auch bei sehr geringen Geschwindigkeiten kein Problem. Wenn jedoch ein Film oder ein YouTube-Video gestreamt werden soll, können langsame Up- bzw. Downloadraten die Ladezeit erheblich verlängern. Ebenso kann es zum Abbrechen des Streamings kommen.

Es gibt für Verbraucher viele Möglichkeiten, die Internetgeschwindigkeit online zu testen. Wenn diese weit unter dem liegt, was der Provider verspricht, ohne dass nachweisbare physikalische Einschränkungen vorliegen, sollten sich Betroffene im ersten Schritt an den Kundenservice wenden. Falls keine Hilfe erfolgt, ist es ratsam, über einen Anbieterwechsel oder eine Kündigung des Vertrags nachzudenken.

 

 

 

 

 

Über Carsten 18 Artikel
Ich bewahre mir gern eine objektive Sicht auf die Dinge und probiere Neues aus. Des Weiteren recherchiere ich gern im Detail und versuche, Probleme anderer Personen nachzuvollziehen und zu lösen. Im Kabel Blog sind meine Herangehens- und Darstellungsweisen daher meistens faktisch-neutral zu bezeichnen.