Koaxialkabel

Koaxialkabel

Ein Koaxialkabel ist ein Kabel mit einem inneren Draht und einem umhüllenden Mantel. Der Mantel besteht aus Kunststoff und Gummi und ist für die Isolation zuständig. Der Draht, das leitende Element, besteht aus Kupfer. Über diesen Kupferdraht werden Audio- und Videosignale in Bits weitergeleitet. Neben dem Kupferdraht und dem obersten Mantel haben zwei weitere Teile bestimmende Funktionen. Der Kupferdraht ist umhüllt von einer ersten Isolierschicht, dem Dielektrikum.
Zwischen Draht und Dielektrikum umhüllen metallartige Fäden oder dünne Metallplättchen diese Schicht. Dieses Metall stellt die Abschirmung dar und verhindert, das andere Signale als die gewünschten über das Kabel transportiert werden.

Koaxialkabel in seinen Bestandteilen
Koaxialkabel in seinen Bestandteilen

 

  1. Innenleiter (unterschiedliche Stärken)
  2. Isolation (PE-Schaum)
  3. Abschirmung (Alufolie)
  4. Gepflechtschirmung
  5. Außenmantel (Stärke in mm)

Wichtig dabei ist, dass Metall und Kupfer niemals in Kontakt kommen dürfen, da sonst ein Kurzschluss entstehen kann.

Früher nannte man Koaxialkabel auch Antennenkabel. Sie wurden als Verbindung zwischen Antenne und Fernseher bzw. Receiver und Antenne verwendet. Abgekürzt nennt man sie heutzutage Coax Kabel.

Koxialkabel können eine Leistung von 130 Dezibel und mehr erreichen. Für den normalen Hausgebrauch reichen jedoch bereits rund 70 Dezibel. Dezibel ist übrigens das Maß für die Lautstärke. Je mehr Dezibel die Leitung abfangen bzw. dämpfen soll, umso stärker ist auch die Dicke des Kabels.

Das Koaxialkabel anschließen

Das Koaxialkabel hat zwei verschiedene Steckverbindungen. Der eine Stecker wird mit dem TV-Gerät, der andere mit der Kabelsteckdose verbunden. Sollte ein Stecker einmal nicht die richtige Länge haben, kann man Koaxialkabel auch relativ einfach kürzen.

Zunächst wird das Kabel auf die entsprechende Länge gekürzt. Danach nehme man das Kabel und schneide mit einem Teppichmesser etwa ein bis zwei Zentimeter vom Mantel ab. Zum Vorschein kommt die Schirmung, bestehend aus Metallfäden und Alufolien. Die Stärke der Schirmung ist maßgeblich für die Qualität für das Fernsehbild. Das oben abgebildete Koaxialkabel ist quadro shielded – hier liegt also eine Vierfach-Schirmung vor.

Es gilt zu beachten, dass die Fäden nicht auf das Kupferdraht treffen. Daher sollte die Schirmung zunächst entweder umgestülpt werden (einfache Variante) oder sukzessive gelöst werden (aufwendigere Variante). Bei der zweiten Methode wird das Metallfädchengeflecht entflechtet und die Alufolie vorsichtig abgezogen. Anschließend sollte die Folie die Metallfädchen umhüllen. Ziel ist nach wie vor: Die Fädchen dürfen den Kupferdraht nicht berühren.

Nachdem die Fädchen um die Alufolie gewickelt wurden, kommt nun das Dielektrikum zum Vorschein. Wie bereits beim Mantel wird auch diese Schicht vorsichtig entfernt. Hier sollten jedoch etwa 3 mm mehr übrig bleiben. Jetzt zeigt sich der blanke Kupferdraht. Um den Kupferdraht wird die Folie mit den Metallfädchen auf die letzten 3 mm des Dielektrikums gewickelt, bevor das Kabel, mit dem Kupferdraht zuerst, in die Steckverbindung gesteckt wird.

Das Kabel wird solange auf den Stecker gedreht, bis dieser sich nur noch sehr schwer drehen lässt. Etwa 3 mm sollte der Kupferdraht aus dem fertigen Gebilde herausragen.

Koaxialkabel gibt es sowohl für Kabel- als auch Satellitenfernsehen. Die dazugehörigen Stecker heißen F-Stecker. Je nach Kabeldurchmesser sollten die richtigen Größen gewählt werden. Bei einer zu großen Größe rutscht das Kabel aus der Steckverbindung wieder heraus. Bei einer zu kleinen Größe wird das Kabel zu groß für den F-Stecker sein.

 

Über Nadja 137 Artikel
Seit 2006 bin ich als Redakteurin und Lektorin bei Online-Projekten aktiv. Hier im Kabel-Blog bin ich für die News zuständig, recherchiere neue Sender und erstelle nützliche Ratgeber für euch. Was ist ein Kabelreceiver? Was braucht ihr fürs digitale Fernsehen? Was gibt es an Onlinevideotheken in Deutschland? Ich erkläre es euch gern.