UMTS

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UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications System und bezeichnet den Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist heutzutage noch weit verbreitet (die Ablösung durch LTE hat noch nicht vollständig stattgefunden) und ermöglicht Datenübertragungsraten zwischen 384 kbit und 42 MBit pro Sekunde. Häufig wird für UMTS auch die Bezeichnung „3G“ genutzt.

Technische Informationen zu UTMS

Grob gesagt, handelt es sich bei UMTS um „Internet für’s Handy“. Aber auch für PCs und Laptops gibt es sogenannte UMTS-Sticks, welche die Nutzung mit diesen Geräten erlauben.
Genauer gesagt, ermöglichen die Datenübertragungsraten der UTMS-Technologie das Aufrufen von Webseiten, E-Mail-Programmen und ähnlichen Diensten, die mit den Vorgängertechnologien aufgrund deren geringen Leistungsfähigkeiten nicht möglich waren. UMTS hingegen ermöglicht sogar das Streamen von Videos und Internet-TV. Auch Navigationsdienste und Online-Handel können mit UMTS ausgeführt werden.
UMTS wird mittlerweile in über 232 Ländern und Regionen weltweit genutzt. Im Gegensatz zu LTE, welches erstmals weltweit einheitliche Standards verwendet, bestehen bei UMTS Unterschiede auf den einzelnen Kontinenten.
Über sogenannte Funkzellen (zusammenhängende Sende- und Empfangsstationen), die wabenartig miteinander vernetzt sind, kann eine hohe Übertragungsqualität und eine flächendeckend gute Erreichbarkeit generiert werden. Insofern ist UMTS nicht nur für Handy- und Smartphone-Nutzer interessant, sondern auch für diejenigen, die aufgrund der Abgeschiedenheit ihres Wohnortes nicht auf Kabelinternet zurückgreifen können.

UMTS zuhause und unterwegs nutzen

Letztendlich kann ein UMTS-Stick oder ein UMTS-Router nicht mit einer DSL-Verbindung mithalten, wenn das Internet in großzügigem Maße genutzt werden soll. Wer aber selten ins Internet geht, kann durchaus auf diese Technologie zurückgreifen. Dadurch wird einerseits nicht mehr gezahlt, als auch aktiv genutzt wird (so wie es bei einer Internet-Flatrate der Fall wäre), und andererseits hat der Nutzer die Möglichkeit, auch auf Reisen Zugang zum Internet zu haben, ohne dabei auf öffentliche WLAN-Zugänge angewiesen zu sein. Meistens liegt das monatliche Limit der angebotenen Tarife bei einem Datenvolumen von 5 GB. Wenn dieses Volumen erschöpft ist, wird die Datenübertragungsrate bis zum Beginn des nächsten Monats auf 56 bis 64 kbit/s gedrosselt.

UMTS-Stick und UMTS-Router

UMTS-Sticks (von Aussehen, Größe und Gewicht denen eines regulären USB-Speichersticks ähnlich) und handliche UMTS-Router bieten Nutzern die Möglichkeit, das Internet gewissermaßen in der Tasche mit sich zu tragen.

UMTS-Stick

umts-stickBei einem UMTS-Stick handelt es sich um ein externes UMTS-Modem, welches zum Einsatz kommt, wenn ein UMTS-Modem in einem Laptop bzw. Notebook nicht bereits verbaut, also intern vorhanden ist. Weitere Arten von UMTS-Modems sind übrigens PCMCIA-Karten, ExpressCards sowie Secure Digital Memory Cards, auch SD-Karten genannt. Ein UMTS-Stick kann eine Verbindung zwischen einem Computer und dem Mobilfunknetz des jeweiligen Internetanbieters herstellen. Es gibt verschiedene Hersteller für UMTS-Sticks, welche diese für einzelne Mobilfunkhersteller anbieten. Diese wiederum verkaufen UMTS-Sticks unter eigenem Namen (zum Beispiel Vodafone, O2, T-Mobile und andere) weiter, da mit diesen Sticks auch der Service des jeweiligen Anbieters genutzt wird.

Kompatibilität abhängig von Hersteller und Verkäufer

Bei Abschluss eines Internetvertrags wird dem Käufer oft angeboten, zusätzlich einen Surfstick zu erwerben, um nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs online sein zu können. Diese Sticks haben in der Regel Netzbindung, das heißt, dass sie für einen Zeitraum von bspw. 2 Jahren nur in Verbindung mit dem Netz des Anbieters genutzt werden können. Mitunter lassen sich die Sticks jedoch durch Deinstallation der Software und Installation einer anderen Einwahlsoftware „umprogrammieren“. Alternativ bieten zum Beispiel Discounter simlockfreie Surfsticks an, die beliebig mit allen Netzen genutzt werden können. Achtung: Diese Netzfreiheit KANN gegeben sein, MUSS aber nicht. Im Vorfeld sollte also die Verpackung gründlich studiert oder im Zweifelsfall nachgefragt werden.

UMTS-Router

Als größte Schwäche des UMTS-Sticks wird die Tatsache angesehen, dass mit dessen Benutzung nur ein einziges Endgerät Zugang zum Internet erhalten kann. Zudem ist er beispielsweise für die Verwendung von Internetradios gänzlich ungeeignet. Dieses Problem lässt sich hingegen durch Verwendung eines UMTS-Routers umgehen. Ein solcher taugt nicht nur als Not-Internetzugang (falls das heimische Internet einmal längerfristig ausfallen sollte, aber akut benötigt wird), sondern ebenfalls für Familien, die das Netz nur selten nutzen oder eben auch gemeinsam mobil unterwegs sein möchten.

 

Über Carsten 18 Artikel
Ich bewahre mir gern eine objektive Sicht auf die Dinge und probiere Neues aus. Des Weiteren recherchiere ich gern im Detail und versuche, Probleme anderer Personen nachzuvollziehen und zu lösen. Im Kabel Blog sind meine Herangehens- und Darstellungsweisen daher meistens faktisch-neutral zu bezeichnen.

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