Allnet Flat Tarife von Kabel Deutschland und Unitymedia im Vergleich

Allnet Flatrates
Allnet Flatrates im Vergleich

Allnet Flats sind 2012 einer der Trends im Telekommunikationsmarkt und werden seit einigen Monaten in nahezu allen Medien intensiv beworben. Ins Deutsche übersetzt versteht man unter dem englischen Begriff einen Mobilfunktarif bei dem alle Anrufe ins nationale Festnetz sowie in alle Handynetze bereits von der Grundgebühr abgedeckt werden. Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben das Thema dabei bereits frühzeitig aufgegriffen. Dank entsprechender Kooperationen mit dem Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber O2 (Telefónica Germany GmbH & Co. OHG) bieten sowohl Unitymedia als auch Kabel Deutschland ihren Kunden bereits seit 2011 neben TV, Internet und Telefon Tarifen auch Allnet Flatrates an.

Alle Netze Handyflatrate von Kabel Deutschland

Kabel Deutschland vermarktet sein Pauschalangebot für alle Netze unter der Bezeichnung „Komplett-Flat“. Der Mobilfunktarif des Unterföhringer Kabelnetzbetreibers ist in zwei Varianten erhältlich. Für zunächst 19,99 Euro Grundgebühr (29,99 € ab dem 13. Monat) erhalten Kunden den Handyvertrag ohne subventioniertes Endgerät. Wer ein neues Smartphone benötigt kann den KDG Tarif für 29,99 Euro pro Monat (39,99 € ab dem 2. Jahr) inklusive subventionierten Mobiltelefon bestellen. Gegenwärtig erhalten Neukunden hier das Modell Samsung Galaxy Ace2 ohne Zuzahlung. Im freien Handel ist das Android basierte Samsung Handy derzeit ab etwa 215 Euro erhältlich. Die Kabel Deutschland Allnet Flat hat eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten und ermöglicht neben kostenlosen Anrufen in alle Netze auch den Internetzugang. Bis zu einem monatlichen Datenvolumen von 300 Megabyte (MB) lässt sich dabei mit dem Smartphone mit bis zu 7200 Kilobit pro Sekunde (KBit/s) surfen. Danach erfolgt eine Drosselung auf maximal 64 KBit/s. SMS innerhalb Deutschlands kosten 15 Cent.

Unitymedia All Net + Surf

Ebenfalls im deutschen Mobilfunknetz von O2 funkt die „All Net + Surf“ Flatrate von Unitymedia. Für 35 Euro Grundgebühr erhalten Kunden des Kölner Kabelnetzbetreibers eine Sprach-Flatrate für alle Netze. Darüber hinaus lässt sich ohne zusätzliche Kosten mit dem Smartphone im Internet surfen. Allerdings steht hier die volle Geschwindigkeit nur bis zu einem übertragenen Datenvolumen von 200 MB zur Verfügung (optional 1 Gigabyte zzgl. 5 €/Monat). Danach lässt sich nur noch mit GPRS-Geschwindigkeit weiter surfen. SMS in alle deutschen Netze werden mit 15 Cent pro Stück in Rechnung gestellt. Ein Vorteil im Vergleich zum Kabel Deutschland Tarif besteht darin, dass Unitymedia seine Allnet Flat ohne Mindestvertragslaufzeit vermarktet. Das heißt der Vertrag ist jederzeit mit einer Frist von drei Monaten wieder kündbar.

Tarife im Vergleich nur wenig attraktiv

Vergleicht man die Allnet Flat Konditionen der beiden Angebote mit Tarifen anderer Mobilfunk-Discounter zeigt sich, dass die Offerten der Kabelnetzbetreiber nur wenig attraktiv sind. Im gleichen Netz (O2) finden sich beispielsweise bei Klarmobil und Phonex deutlich günstigere Tarife. Beide genannten Discounter berechnen ihren Kunden für eine Allnet Flat inklusive 500 MB ungedrosseltem Datenvolumen lediglich knapp 20 Euro Grundgebühr (bei Abschluss eines Zweijahresvertrag). Auf ähnlichem Preisniveau liegen auch Konkurrenzprodukte im Mobilfunknetz von E-Plus (u.a. bei Simyo, Yourfone und blau.de). Etwas teurer sind hingegen Allnet Flat Verträge in den Mobilfunknetzen von Vodafone (D2) und der deutschen Telekom. Bei den im D1 Netz funkenden Anbietern congstar und Freenetmobile fallen beispielsweise derzeit für die Tarife „Full Flat“ bzw. „Freeflat“ knapp 30 Euro Grundgebühr an. Damit lohnen sich die Allnet Flat Angebote von Kabel Deutschland und Unitymedia unterm Strich vor allem für Kunden, die alle Kommunikationsverträge (Internet, Festnetz, Mobilfunk und evtl. TV) aus einer Hand beziehen wollen. Alle anderen Kundengruppen können bei anderen Anbietern einige Euro sparen.

Bild: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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Sebastian Vogt ist Gründer und Chefredakteur des Kabel Blogs. In seiner Freizeit versuchte er bis Mitte 2014 möglichst viele technische Geräte mit einem hohen WAF zu finden, damit diese auch von seiner besseren Hälfte genutzt werden konnten, was nicht immer einfach ist. Mitte 2014 hat er seine Wohnung aufgelöst und bereist als Digitaler Nomade die Welt und schreibt von unterwegs. Damit hat sich auch seine TV- und Internetnutzung geändert. Weg vom linearen Fernsehen und dem Kabelinternet hin zu WiFi, LTE und Streaming.Sebastian ist Experte für Streaming, mobiles Internet und Hardware.

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