Per Kabelanschluss Fernsehen gucken
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Welche Leistungen stecken hinter einem Kabelanschluss?

Ein digitaler Kabelanschluss ermöglicht unter anderem die Nutzung des sogenannten Triple-Play-Angebotes aus Kabelfernsehen, Internet und Telefon. Doch noch vor den Leistungen stellt sich die Frage nach dem Kabelanbieter und damit dessen Verfügbarkeit.

Die Tarife bestimmen sich vor allem durch die Wahl des Anbieters sowie durch die gewünschten Leistungen, die unter anderem das Mieten von Zusatzgeräten oder das Buchen von Zusatzpaketen nach sich ziehen können. Dieser Artikel zeigt, welche Faktoren dafür eine Rolle spielen.

Wer sich einen Kabelanschluss mieten möchte, um Fernsehen, Internet, Telefon aus einer Hand zu beziehen, wird schnell erkennen, dass diesem Vorhaben mehrere Überlegungen vorausgehen sollten.

Zum einen haben unterschiedliche Kabelanbieter auch unterschiedliche Leistungsangebote. Daher sollte schon vorab geklärt werden, welche Angebote ich überhaupt in Anspruch nehmen möchte (Was brauche ich?). Liegt der Fokus auf bestimmten (Regional-)Sendern, viele Sportsendern, Musik-TV oder eine hohe Anzahl an HDTV-Programmen?

Je nachdem, welche Leistung erbracht werden soll, muss anschließend die Frage beantwortet werden, welche Zusatzgeräte (Welche Zusatzleistungen sind buchbar?) hierbei vonnöten sein werden – und damit auch welche möglichen Zusatzgebühr auf mich zukommen können. Für HDTV ist beispielsweise ein anderer Receiver-Typ zu nutzen als für einen einfachen digitalen Kabel-Receiver.

Bei Sky oder Video on Demand (VoD) werden ebenfalls entsprechende Geräte oder Module gegen Gebühren überlassen.

Ein weiteres Kriterium sind die einmaligen Gebühren pro Erstbuchung, auch Bereitstellungsentgelt oder Bereitstellungsentgebühr genannt. Zu diesen zählen die Installationsaufwendungen (werden sie mir voll- oder teilweise berechnet bzw. erlassen?) sowie die Freischaltung hinzugebuchter Angebote.

Der wichtigste Punkt bei allen Überlegungen ist jedoch die Verfügbarkeit des präferierten Kabelanbieters. Diese kann von Bundesland zu Bundesland, zu Region zu Region und sogar von Straßenseite zu Straßenseite unterschiedlich sein. Es ist daher durchaus möglich, dass sich mein Wohnort nicht im Verbreitungsgebiet des gewünschten Kabelnetzbetreibers (Wo wohne ich?) befindet.

Wo wohne ich? Die Kabelnetzverteilung in Deutschland

Unter diesen Kabelanbieter wird Deutschland aufgeteiltNeben rund 30 kleineren Kabelnetzunternehmen teilen sich vor allem zwei Kabelanbieter das Breitbandnetz in Deutschland auf. Unitymedia Kabel BW und Kabel Deutschland verfügen beide in unterschiedlichen Teilen der Bundesrepublik über das ehemalige Breitbandnetz der Deutschen Bundespost, später Deutsche Telekom. Dabei hat Kabel Deutschland vor allem das ostdeutsche Verteilungsgebiet inne, während Unitymedia Kabel BW die alten Bundesländer versorgt. Konkrete Werte für den Kabelanschluss bei den einzelnen Anbietern findet ihr auf der Seite: Kabelanschluss-Kosten.

Die größten Kabelanbieter in Deutschland und ihre Verbreitungsgebiete

Kabel Deutschland

Kabel Deutschland (KDG) als der größte Kabelnetzbetreiber Deutschlands hat rund 14 Mio. Haushalte in 13 Bundesländern zu versorgen. Als die Telekom auf Druck des Kartellamtes das Kabelnetz in neun Gesellschaften aufspaltete, wurden sechs davon im März 2002 zur Kabel Deutschland GmbH. Die Wandlungen der letzten Jahre scheinen jedoch noch immer nicht vorbei zu sein. Erst im Juni 2013 kam es zu einem Kaufangebot für die KDG durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone – und seit 2014 gehört Kabel Deutschland offiziell zum Vodafone-Konzern. Abgesehen von den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ist die KDG in jedem Bundesland präsent. siehe Kabel Deutschland Verfügbarkeit 

Unitymedia Kabel BW

Während Kabel Deutschland aus sechs der ursprünglich neun Tochtergesellschaften der Telekom entstand, wurden die Gesellschaften ihs (NRW) und iesy (Hessen) 2007 zur einheitlichen Marke Unitymedia für die Gebiete NRW und Hessen. Die Gesellschaft Kabel BW wurde der größte Kabelnetzbetreiber für Baden-Württemberg. Mitte 2012 erwarb der Global Player im europäischen Kabelgeschäft, Liberty Global Incorporation, die beiden Unternehmen Kabel BW und Unitymedia. Gemeinsam versorgen sie in Deutschland ein Gebiet von rund 7 Millionen Haushalten. Ab Frühjahr 2015 soll Unitymedia Kabel BW unter dem Namen Unitymedia firmieren.

Unitymedia

Unitymedia ist der größte Kabelnetzbetreiber für Hessen und Nordrhein-Westfalen.

siehe Unitymedia Verfügbarkeit 

Kabel BW

Kabel BW hat das Versorgungsgebiet Baden-Württemberg bedient.

siehe Kabel BW Verfügbarkeit 

TeleColumbus

Nach der Abspaltung des Kabelnetzbetriebs von der Telekom im Jahre 2000 fanden sieben Jahre später die Kabelgesellschaften EWT und TeleColumbus zur einheitlichen Marke mit Sitz in Berlin zusammen. Heute versorgt der Netzbetreiber vor allem den Berlin-Brandenburger Raum, aber auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen (Bautzen, Dresden, Chemnitz), Sachsen-Anhalt (Merseburg, Halle/Saale, Köthen, Eisleben) und Thüringen (Erfurt, Jena) gibt es kleinere Kabelnetzinseln der TeleColumbus-Gruppe. Insgesamt versorgt die TC Group etwa 1,2 Millionen Kunden.

Primacom

Die Primacom entstand 1998 aus den Kabelgesellschaften Kabelmedia und Süweda. Mit Sitz in Leipzig ist die seit 2003 an der Frankfurter Börse notierte AG vor allem stark in den ostdeutschen Bundesländern vertreten sowie in einzelnen westdeutschen Regionen präsent. Etwa 1 Million Haushalte sind im Versorgungsgebiet der Primacom angeschlossen. 800 000 Kunden zählt das Unternehmen.

Weitere Anbieter

Darüber hinaus gibt es viele kleinere oder regional begrenzte Kabelanbieter, die mindestens Kabelfernsehen bereitstellen können. Neben den privaten Gesellschaften sind seit einiger Zeit auch Institutionen wie die Stadtwerke darauf gekommen, den Kunden neben Gas, Wasser und Strom TV, Telefon und/oder Internet anzubieten. Einige davon beziehen ihre Dienstleistungen über DSL, andere wiederum über das Breitbandkabel. Es kann sich daher durchaus lohnen, vorher einmal zu prüfen, ob der eigene Gasanbieter nicht zugleich Fernsehen im Repertoire hat.

Was brauche ich? Welche Leistungen nehme ich in Anspruch?

Nachdem der Kabelanbieter (abhängig von der Verfügbarkeit) gewählt worden ist, gilt es nun, dessen Leistungen herauszufinden und mit den eigenen Wünschen in Einklang zu bringen. Die meisten Anbieter teilen inzwischen ihre Leistungspakete in folgende Gruppen auf:

    • TV: Ein digitaler Kabelanschluss kostet im Monat unter 20 EUR, HD-Anschluss zwischen 20 und 30 EUR. Für die Bereitstellung eines komplett neuen Anschlusses können einmalige Gebühr bis zu 60 EUR entstehen. Oft werden diese aber Neukunden erlassen. Hierüber sollte man sich vorher beim jeweiligen Kabelanbieter erkundigen.
    • Telefon: Telefongrundgebühr ohne Flatrate ins Festnetz liegt zwischen 5 EUR (Primacom) und 15 EUR (Unitymedia Kabel BW) monatlich. Allein TeleColumbus bietet nur die Telefon-Flatrate an und liegt mit ihrer Pauschale von knapp 15 EUR unter dem Preis der anderen mit Flatrate-Option.
    • Internet: Internetgebühren sind abhängig von der gewünschten Geschwindigkeitsleistung. Gemessen wird diese hauptsächlich an der Downloadgeschwindigkeit, also wie schnell sich eine Webseite aufbaut und wie schnell sich Dateien herunterladen lassen. Angeboten werden 6 bis 50, 100, 128 oder 150 Mbit/s. Die Tarife liegen je nach Wahl der Leistung bei 20 bis 40 EUR im Monat.
    • Telefon + Internet: Als sogenanntes 2Play vereint das Paket Telefonanschluss und Internetflatrate. Die Preise liegen je nach gebuchter Downloadgeschwindigkeit zwischen 20 EUR und 40 EUR. Es macht kaum einen Unterschied, ob nur Internet oder gleich 2Play gebucht wird. Die Differenz beträgt weniger als 5 EUR mehr im Monat.
    • Die genannten Optionen können sich durchaus lohnen, wenn beispielsweise der Kabelanschluss bereits im Mietvertrag steht (Am Ende ein kleiner Tipp) und somit bereits als Pauschale pro Monat bezahlt wird.
    • Telefon + Internet + TV: Das Angebot 3Play (Triple Play) ist das umfangreichste der Kabelanbieter. Wie schon bei 2Play entscheidet auch bei 3Play die gewählte Downloadgeschwindigkeit über Leistung und Preis. Hinzu kommt die Wahl digitaler oder HD-Kabelanschluss. Grundvoraussetzung für die hochauflösende Technologie ist ein modernisiertes Hausnetz von 862 Mhz. Hier ein Tipp: Wo Highspeed-Internet möglich ist, ist auch ein modernisierter Anschluss vorhanden. Diese Kombipakete im Vergleich finden sich ausführlich auf der Seite über Kabelfernsehen.

Die monatlichen Anschlussgebühren liegen bei digitalem Anschluss bei 20 bis 30 EUR. Mit Option auf HD-Sender und Video-on-Demand können es bis zu 40 EUR werden. Bei einigen Kabelanbietern gibt es hier eine Besonderheit. Sie bieten nur 2Play + Fernsehen an.

Sind Zusatzgeräte nötig? Technische Voraussetzungen

Zunächst ist ein Kabelanschluss Voraussetzung für Kabelfernsehen. Da es bereits zum Standard zählt, einen digitalen Kabelanschluss zu haben, kann es nötig sein, einen entsprechenden digitalen Kabelreceiver dazuzumieten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der eigene Fernseher keinen Tuner (Empfangsteil) für digitale Signale besitzt. Ein einfacher Röhrenfernseher oder VHS-Rekorder kann beispielsweise nur analoge Signale verarbeiten. Ob es sich bei dem Gerät der Wahl um einen digitalen Kabelreceiver handelt, lässt sich anhand der Packung recht schnell herausfinden. Ein Kabelreceiver muss als DVB-C bzw. DVB-C2 gekennzeichnet werden. DVB steht für Digital Videobroadcast, das C dahinter zeigt, dass der Verbreitungsweg Kabel (engl: cable) ist. Die 2 hinter dem C bezeichnet einen Nachfolger des DVB-C. DVB-C2 ist jedoch nicht zwingend nötig, da zum Beispiel HDTV auch über die normalen DVB-C-Geräte realisiert werden kann.

Smartcard
Smartcard

Der Kabel-Receiver wird zwischen Anschlussbuchse und Fernseher zwischengeschaltet und übermittelt Audio- und Videosignale an das entsprechende Endgerät. Mit einem digitalen Kabelanschluss lassen sich bereits über 100 Fernsehsender und Radiosender empfangen. Heutzutage stellen Kabelanbieter bereits vermehrt hochauflösende Kabelreceiver inklusive für Ihre Kunden bereit.

Um verschlüsselte Programme ansehen zu können, muss zusätzlich eine Smartcard verwendet werden. Diese wird in das CI-Modul (CI = Common Interface) am Receiver eingeführt. Auf der Smartkarte befinden sich personenbezogene Daten des Kabelkunden sowie Daten zur Dekodierung von Programmen. Mithilfe der Smartcard lassen sich gebuchte Pay-TV-Sender, die der jeweilige Kabelnetzbetreiber anbietet, entschlüsseln und empfangen.

Pay-TV-Anbieter wie Sky haben ihre eigenen Anforderungen, die eine weitere Smartcard notwendig machen. Sky zählt bereits zu den Zusatzleistungen.

Welche Zusatzleistungen sind buchbar?

Letztendlich fangen schon bei der Verwendung einer Smartcard oder eines HD-Receivers die Zusatzleistungen an. Da die Kabelnetzbetreiber diese Leistungen jedoch bereits in ihren Gesamtpaketen integriert haben, belassen auch wir es dabei.

Dagegen sind Sky-Pakete, Video on Demand oder die Option, weitere Sender in HD anzuschauen, echte zusätzliche Leistungen, die zum Angebot hinzu gebucht werden müssen.

Externer Dienst Sky

Smartcard Sky
Smartcard Sky (c) Sky Deutschland

Wie oben bereits angedeutet, sind für den Empfang von Sky weitere Voraussetzungen zu erfüllen. Insofern zwischen Sky und Kabelgesellschaft eine Kooperation besteht, können Kabelkunden mit einer für Sky vorgesehenen Smartkarte Sender dieses Anbieters empfangen. Welche TV-Pakete angeboten werden, entscheidet sich durch die beschlossene Kooperation. Bei Kabel Deutschland, Unitymedia Kabel BW, TeleColumbus oder Primacom sind derzeit TV-Pakete von Sky zubuchbar.

Bei Kabel Deutschland beispielsweise kostet das Set Sky Starter den Abonnenten rund 13 EUR im Monat, Sky Film, Sky Sport, Sky Bundesliga je rund 35 EUR, Sky Film HD, Sky Sport HD, Sky Bundesliga HD rund 45 EUR. Für Sky Komplett sind es rund 57 EUR im Monat. Für Sky Komplett HD kommen noch einmal 10 EUR dazu.

Bei Unitymedia und Kabel BW ist die Voraussetzung, um Sky buchen zu können, eines der angebotenen Zusatzpakete DigitalTV Allstars (15 EUR/Monat) oder DigitalTV (7 EUR/Monat) Highlights zu nutzen. Die beiden Kabelnetzbetreiber haben derzeit Sky Bundesliga, Sky Film und Sky Sport im Angebot. Das erste Paket kostet monatlich rund 28 EUR. Je Paket zusätzlich bezahlt man rund 10 EUR mehr. Mit HD-Option sind es wiederum 10 EUR mehr; dafür ist der Dienst Sky Go inklusive.

Bei technischen Problemen an Sky wenden

Hier sei noch der Hinweis gegeben, dass die Kabelbetreiber lediglich als Mittler zwischen Abonnenten und Sky fungieren. Sollten Fragen hinsichtlich der Technik oder des Programms bestehen, ist nicht Kabel Deutschland oder Unitymedia, sondern ausschließlich Sky der Ansprechpartner.

Video on Demand

Video on Demand
Video on Demand

Ein weiterer Dienst, den einige Kabelanbieter anbieten, ist Video on Demand, also Video auf Wunsch/Bestellung. Die großen Anbieter haben VoD bereits in ihrem Sortiment. Bei Kabel Deutschland ist es Select Video, bei Unitymedia die Unitymedia Videothek und bei Kabel BW die Kabel BW Videothek.

Voraussetzung für Video-on-Demand-Dienste wie Select Video ist zunächst ein auf ein 862 MHz modernisiertes Kabelnetz. Jeder der Highspeed-Internet (200 und mehr Mbit/s) beziehen kann, hat ein solches Kabelnetz. Ein aktiver Internetanschluss sowie ein von den Kabelbetreibern zertifizierter HD-Festplattenrekorder sind ebenfalls nötig. Diese Videorekorder oder Receiver mit Festplatte sind in der Lage, Programme aufzuzeichnen und somit zum späteren Abspielen zu speichern.

Abgesehen von den gemieteten Endgeräten ist der Zusatzdienst zunächst kostenlos. Auf Abruf werden Videos bis zu 48 Stunden zur Verfügung gestellt. Dauer und Mietzeit sind auf jedem Video einsehbar. Auch kostenlose Angebote an Filmen und Serien sind zu finden.

Mobilfunk: Telefonieren und Surfen

Smartphone-Nutzung
Smartphone (c) Mr. T. in DC (Flickr)

In Kooperation mit Mobilfunknetzbetreibern bieten einige deutsche Kabelgesellschaften auch einen Mobilfunktarif plus Handy oder Smartphone an.

Für diese Dienstleistung ist technisch gesehen kein Kabelanschluss vonnöten, da die Übertragung nicht über Breitband, sondern kabellos via LTE oder einem anderen Mobilfunkstandard geschieht. Wer jedoch seinen Mobikfunk über einen Kabelanbieter buchen möchte, kommt um einen Kabelanschluss nicht drumherum. Denn die Zusatzleistung Mobilfunk ist vertraglich gesehen, erst realisierbar, wenn ein Kabelanschluss bereits gebucht wurde oder zeitgleich gebucht wird. Dafür ist ein 2Play-Angebot, bestehend aus Telefon und Internet, bereits ausreichend, oder ein einfacher Anschluss für digitales Kabelfernsehen.

Unitymedia Kabel BW kooperiert mit dem Mobilfunknetzanbieter Telefónica O2. Kabel Deutschland als Tochterunternehmen von Vodafone überträgt über das Vodafone-Netz.
Der Kabelanbieter aus NRW, Hessen und ab 2015 auch aus Baden-Württemberg bietet verschiedene Mobilfunk-Tarife an, wie zum Beispiel Allnet + Surf (kostenlos surfen + telefonieren in alle Netze). Bei Kabel Deutschland sind 4 Smartphone-Tarife buchbar. Die Mietgebühr hängt vom gewählten Smartphone ab.

Weitere Zusatzleistungen

Andere Zusatzleistungen, die angeboten werden, sind zum Beispiel Sicherheitspakete (Antivirenschutz/Firewall) für die Internetnutzung (meist unter 5 EUR/Monat) sowie zusätzliche Rufnummern für das Telefon oder weitere Hard- bzw. Software.

Einmalige Bereitstellung

Neben den laufenden Gebühren kommen auf den Kabelkunden einmalige hinzu. Diese entstehen durch die Bereitstellung von Geräten oder Aktivierung neuer Leistungen. Hier lohnt es sich, einen günstigen Zeitpunkt abzuwarten. In unregelmäßig wiederkehrenden Abständen erlassen die Kabelanbieter nicht selten diese Pauschale. Nicht selten aber verschenken die Anbieter einen Onlinegutschein für die Buchung. Oftmals ist es so, dass der Gutschein bereits die Summe der Pauschale entspricht. Dieses Privileg bekommen zumeist die Neukunden.

Mindestvertragslaufzeit und Kündigung

Viele Angebote werden günstiger, je länger die Mindestvertragslaufzeit ist. Generell gilt bei den meisten TV-Paketen oder Angeboten eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Die Mindestvertragslaufzeit muss bei den Produktangeboten angegeben werden. Meist sind sie in Fußnoten geschrieben, die sich wiederum als Stern oder als kleine Ziffer rechts oben neben der monatlichen Gebühr befinden (zum Beispiel: 12,50 Euro* bzw. 12,50 Euro¹). Bei anderen Angeboten kann die Mindestlaufzeit aber auch klein formatiert direkt unter der Anzeige mit den monatlichen Beiträgen stehen.

Eine Kündigungsfrist besteht bis zu 6 bis 8 Wochen vor dem Ende des kommenden Vertragsjahres. Hier sind die Kabelgesellschaften hart. Wenn in dieser Zeit die Kündigung nicht bei den Kabelanbietern eingetroffen ist, verlängert sich der Vertrag um weitere sechs bis zwölf Monate. Es gilt das Datum auf dem Posteingangsstempel. Jeder wichtige oder vertragliche Gegenstand, der per Post verschickt wird, sollte als Einschreiben versendet werden. Das gilt auch für die Kündigung. Wie die Kündigungsfristen und Mindestvertragslaufzeiten der Kabelanbieter sich derzeit darstellen, kann hier im Kabel-Blog unter Kündigungsfrist nachgesehen werden.

DSL-Anschluss
DSL-Anschluss

Alternative zum Kabelanschluss: DSL oder Glasfaser

Wenn euer Wohnhaus keinen Kabelanschluss hat, weil nur ein Telefonkabel zur Verfügung steht, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, um TV, Internet und Telefon von einem Anbieter zu bekommen: DSL, VDSL bzw. Glasfaser. Dass über das Telefonkabel auch der Internetanschluss realisiert werden kann, ist bekannt.  Dass aber auch das TV-Programm nicht nur über das Fernsehkabel laufen kann, sondern über DSL, ist eine relativ neue Option. Fernsehen via DSL nennt sich IPTV, was bedeutet: Internet Protocol TV. Zwei nennenswerte Anbieter gibt es derzeit  in Deutschland: die Deutsche Telekom und Vodafone. Die Telekom stellt Fernsehen via DSL bzw. Glasfaserkabel über ihr Angebot T-Entertain zur Verfügung. Vodafone nennt ihr Fernsehen schlicht Vodafone TV.

Eine der Voraussetzungen für Fernsehen via DSL besteht darin, dass ihr einen funktionierenden Internetanschluss habt. Der Internetanschluss wiederum wird durch das Telefonkabel realisiert. Daher gibt es IPTV praktisch nur in Kombination mit Internet und Telefon als 3Play (Triple Play, Paket mit drei Leistungen). Mehr darüber findet ihr auf unserer Seite IPTV.

Je nach Angebotsaktion gleichen sich preislich die 3Play-Pakete via DSL oder Kabel immer mehr an. Wer also keinen Kabelanschluss zur Verfügung hat, für den dürfte DSL eine Alternative darstellen.

Eine solche Kabeldose ermöglicht auch Breitband-Internet und Telefonieren| Foto: Redaktion
Eine solche Kabeldose ermöglicht auch Breitband-Internet und Telefonieren| Foto: Redaktion

Wie kommt der Kabelanschluss in die Wohnung?

Wenn euer Vermieter einen Kabelanschluss legen lassen will, geschieht dies vertraglich mit einem Kabelanbieter. Das mit Kabelanschluss zu versorgende Haus wird dann mit dem Kabelnetz verbunden. Zu den einzelnen Netzebenen findet ihr hier weitere Infos. Der Kabelbetreiber lässt die Kabel bis zum Übergabepunkt legen. Dieser findet sich meist in einem Kasten im Keller oder im Hauptflur, wenn Keller nicht vorhanden. Durch das Anschließen entstehen Installationskosten, die die Mieter normalerweise nicht zu tragen haben. Ausnahme wäre, dass ihr als Mieter trotz vorhandenen Alternativen auf Kabelanschluss bestehen würdet, dann kann es vorkommen, dass anteilig weitere Beträge entstehen.

Das einmalige Bereitstellungsentgelt sowie die monatlich anfallenden Gebühren sind die Faktoren, mit denen Kabelkunden zu rechnen haben. Diese wiederum richten sich nach der Anzahl der Wohnungen im angeschlossenen Gebäude. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten für die Berechnung der Nutzungsgebühren. Die Mieter können entweder nach der Anzahl der angeschlossenen Wohnungen (Normal-Tarife) bezahlen oder nach der Anzahl der vorhandenen Wohnungen (Pauschale). Pauschalen sind in der Regel günstiger als Normaltarife, da die Anzahl der angeschlossenen Wohnungen durchaus kleiner, aber nie größer sein kann als die der vorhandenen Wohnungen.

Hausanschluss

In den meisten Wohnungen gibt es einen Gemeinschaftsanschluss, das heißt vom Übergabepunkt gehen die Kabelleitungen in die Wohnungen. Dieser Gemeinschaftsanschluss kann der Vermieter selbst berechnen. Nutzungsgebühren zahlen die Mieter dann an den Vermieter.

Wohnungsanschluss

Oft ist es jedoch so, dass der Vermieter mit der Kabelgesellschaft einen Vertrag über die Versorgung der Wohnungen abschließt. Ihr als Mieter, die einen Kabelanschluss mieten möchten, schließt wiederum einzeln mit der Kabelgesellschaft einen Vertrag ab. Wendet euch an euren hiesigen Kabelnetzbetreiber wählt eure Leistungen und damit den Vertrag. Anschließend wird ein Installateur beauftragt, der euren Kabelanschluss freischaltet. Am Übergabepunkt wird euer Wohnuhngsanschluss freigeschaltet. Dafür ist es nicht mal nötig, eure Wohnung zu betreten. Das Bereitstellungsentgelt sowie die monatlich zu zahlenden Gebühren zahlt ihr an euren Kabelanbieter entrichten.

Selten, aber möglich: Einzelnutzervertrag

Wollt ihr Kabelfernsehen und in eurer Wohnung bzw. im ganzen Haus ist kein Kabelanschluss verfügbar, dann richtet euren Wunsch an euren Vermieter. Ist dieser mit der Installation eines Kabelanschlusses einverstanden, wird der Auftrag an die Kabelgesellschaft übermittelt. Diese installiert, wie schon beim Hausanschluss, die Fernsehkabel und schließt das Haus an das Kabelnetz an. Auch hier habt ihr einen Vertrag mit dem Kabelnetzbetreiber zu schließen. Dieser Vertrag nennt sich Einzelnutzervertrag.

Übrigens gilt das Prozedere nicht nur für einen Kabelanschluss. Wenn in eurem Haus Kabelanschluss liegt und ihr gern über eine Multimediadose ebenso telefonieren und surfen wollt, fragt euren Vermieter, ob er dies genehmigt. Bestätigt er euch als Mieter den Wunsch und lässt den entsprechenden Anschluss im Haus installieren, könnt ihr auch mit diesen Leistungen einen Einzelvertrag abschließen.

Am Ende ein paar Tipps

Die Einrichtungsgebühren sparen:

Die meisten Kabelbetreiber gewähren beim Vertragsabschluss über Internet einen Online-Bonus oder führen Aktionen durch, in denen mit dem Erlass der Einrichtungsgebühr Neukunden geworben werden.

Kabelanschlussgebühr oft in der Miete enthalten:

Viele Hausverwaltungen und Gebäudewirtschaften haben bereits mit dem Kabelanbieter einen Vertrag geschlossen, sodass die monatlichen Gebühren für den Kabelanschluss bereits in der Miete als Pauschale aufgeführt werden.

Weiterführende Informationen

  • Verfügbarkeit prüfen: prüft hier, ob an eurer Adresse Kabelinternet und/oder Kabelfernsehen bei Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW bzw. TeleColumbus gewährleistet sind
  • Kabelfernsehen: was ist Kabelfernsehen und wie viel kostet es
  • Fernsehsenderliste: alle Basis- und zusätzlichen TV-Sender, die ihr über Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW, Primacom, TeleColumbus und KabelKiosk empfangen könnt

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