Im Privathaushalt: Welcher Drucker ist der richtige?

Printer on the table

Behördendokumente, eine Entschuldigung für die Schule oder auch die Steuererklärung zum Abheften – das ein oder andere Dokument fällt im Familienalltag oder auch im Singlehaushalt schnell mal für den Alltag zum Ausdrucken an. Ein Drucker ist daher hilfreich, aber die Unterschiede sind gewaltig. Soll es nun eher ein 30-Euro-Modell sein oder ist die Königsklasse mit um die 300 Euro notwendig?

Niedrige Preisklasse

Bereits für etwa 30 Euro gibt es neue Drucker, die sogar in Farbe drucken können. Allerdings ist hier Vorsicht vor den Folgekosten geboten. Die Drucker werden zwar meist mit Druckerpatronen geliefert, doch oft reichen diese aber nur für wenige Ausdrucke und der nächste Nachkauf steht schon bald wieder an. Wer regelmäßig mit dem Drucker arbeiten möchte, benötigt ständig Tinten- oder Toner-Patronen. Hersteller haben das längst erkannt und lassen sich das Nachfüllen oder den Neukauf sehr hoch bezahlen. Oft muss ja nicht nur die schwarze Patrone ausgetauscht werden, sondern auch die anderen Farben. Zusammenfassend werden die, die sich für ein Billigmodell entschieden haben, sehr schnell merken, dass die Anschaffungskosten nur ein Bruchteil der Kosten sind, die tatsächlich für das Drucken anfallen.

Mittlere Preisklasse

Eine Alternative zum Tintenstrahldrucker ist das Lasermodell. Ein Laserdrucker hat so einige Vorteile: Dokumente, die mit einem Laserdrucker ausgedruckt wurden, wirken professioneller. Tintenpatronen können eintrocknen, Toner des Laserdruckers sind auch nach Monaten noch verwendbar. Umgerechnet ist der Toner pro Blatt günstiger. Und auch das Papier selbst spielt eine Rolle. Auch einfachstes Papier kann im Laserdrucker zum Einsatz kommen. Beim Tintendruck zeigen sich damit jedoch unsaubere Schriftbilder, da die Tinte zu sehr aufgesaugt wird.

So lohnt sich die Mehrausgabe für einen Laserdrucker in vielen Fällen, zumal einige hochwertige Modelle schon für unter 80 Euro im Handel zu finden sind. Mit Farbe kann man in der Preisklasse jedoch noch nicht drucken. Allerdings gibt es eine sehr hohe Auflösung von bis zu 1.200 Punkten pro Inch (dpi) und eine Verarbeitung von bis zu 20 Seiten pro Minute. Ob ein Laserdrucker im eigenen Haushalt zwingend notwendig ist, sollte individuell entschieden werden. Egal ob Single-Haushalt oder Familie: Es ist hier hilfreich, die monatlichen Druckzahlen und Bedürfnisse vor dem Kauf genau aufzuschlüsseln.

Höhere Preisklassen

Es gibt Drucker, die können mehr als nur drucken. Diese sogenannten Multifunktionsgeräte sind zusätzlich in der Lage, zu scannen und somit auch Kopien anzufertigen. Teilweise ist sogar eine Fax-Funktion integriert. Generell ist es natürlich praktisch, Geräte mit vielen Funktionen zu besitzen. Dagegen sprechen allerdings die hohen Anschaffungskosten und der hohe Stromverbrauch. 

Farblaserdrucker

Wer sich für einen Laserdrucker in Farbe entscheidet, bekommt diese Modelle bereits für unter 160 Euro. Er ermöglicht beispielsweise den farbigen Ausdruck von Fotos, Informationsblättern oder Werbedrucken.

Allerdings ist das neben dem etwas höheren Anschaffungspreis mit zwei Nachteilen verbunden: einem deutlich größeren Drucker und wesentlich höheren Folgekosten. Denn in einem Farblaserdrucker kommen normalerweise vier Toner-Kartuschen zum Einsatz, die es jeweils nachzukaufen gilt. Das macht einen Farblaser vergleichsweise groß und schwer. Und bei Preisen von 50 Euro oder mehr für eine Toner-Kartusche ist auch hier der Anschaffungspreis bei einer regelmäßigen Nutzung nicht zu vernachlässigen – er wird schon bald von den Betriebskosten übertroffen..

Der Alleskönner

Wer einen Drucker für alle Bedürfnisse sucht, der ist mit einem Multifunktionsgerät mit Farblaser-Technologie bestens beraten. Hier gibt es in der Funktionalität keine Einschränkungen: Dokumente lassen sich ebenso drucken wie Fotos – und das bei den meisten Geräten mit hoher Auflösung und in hoher Geschwindigkeit. Scannen, Kopieren und häufig auch Faxen rundet die Funktionsvielfalt ab. Entsprechende Kosten sollten hier jedoch eingeplant werden. Geräte in dem Ausmaß sind deutlich größer und schwerer als Farblaserdrucker ohne die Zusatzfunktion. Hierzu kommen hohe Folgekosten für die Toner-Kartuschen und für den Strom. Auch der Anschaffungspreis ist mit ca. 200 Euro nicht gerade gering und sollte entsprechend einkalkuliert werden.

Bild: depositphotos.com/ Fotofabrika

Über Sebastian 179 Artikel
Sebastian Vogt ist Gründer und Chefredakteur des Kabel Blogs. In seiner Freizeit versuchte er bis Mitte 2014 möglichst viele technische Geräte mit einem hohen WAF zu finden, damit diese auch von seiner besseren Hälfte genutzt werden konnten, was nicht immer einfach ist. Mitte 2014 hat er seine Wohnung aufgelöst und bereist als Digitaler Nomade die Welt und schreibt von unterwegs. Damit hat sich auch seine TV- und Internetnutzung geändert. Weg vom linearen Fernsehen und dem Kabelinternet hin zu WiFi, LTE und Streaming.Sebastian ist Experte für Streaming, mobiles Internet und Hardware.

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