Triple Play

Triple Play
Triple Play

Triple Play ist der englische Begriff für „dreifaches Spiel“ und steht in der Telekommunikationsbranche für ein Angebotspaket  aus drei Elementen.

Was ist Triple Play?

Unter Triple Play lassen sich die Angebote folgender drei Sparten der Telekommunikationsanbieter zusammenfassen, die in einem Bündel/Paket (engl: Bundle) angeboten werden:

  • Fernsehen
  • Telefon
  • Internet

Nur wenn ein Kunde ein Angebot aus mindestens je einer Angebotssparte in Anspruch nehmen kann, liegt ein Triple-Play-Angebot vor.

Fernsehen / Video on Demand

Fernsehen umfasst sowohl das klassische lineare als auch zeitversetztes Fernsehen (Time Shift) und Onlinevideothek (Video on Demand). Obwohl für Video on Demand eine Internetverbindung Voraussetzung ist und die angebotenen Inhalte ebenso am PC wie am TV-Gerät genutzt werden, wird der Dienst zur Sparte Fernsehen gerechnet.

Telefon / VoIP

In die Sparte Telefon fallen analoge und digitale Telefonanschlüsse, DECT (Funktelefone), ISDN sowie Internettelefonie. Bei analogen und digitalen Anschlüssen verläuft die Signalübertragung über das Telefon- bzw. Fernsehkabel. Bei der Internettelefonie wird zur Übertragung das Internetprotokoll genutzt. Daher wird diese Technik auch VoIP (Voice over IP) genannt.

Internet

Mit Internet ist die Bereitstellung eines Anschlusses für das Internet gemeint. Qualitäts- und preisentscheidend ist die Bandbreite des Nutzerstandorts. Die Größe der Bandbreite nimmt direkten Einfluss auf den Datenverkehr und setzt den Maßstab für die sogenannte verfügbare Internetgeschwindigkeit (Download/Upload) am Standort. Je höher die Bandbreite, umso höher die Internetgeschwindigkeit.

Technische Voraussetzungen für Triple Play

Triple Play ist ein Angebot von einem Netzbetreiber, der über ein sogenanntes „Next Generation Network“ (NGN), auch NGA (Next Access Generation Network) verfügt. Markenzeichen eines NGN ist eine einheitliche paketvermittelnde Dateninfrastruktur. Paketvermittelnd meint: Die Infrastruktur erlaubt größere Datenpakete zu versenden. So ist es möglich, statt mehrere unterschiedlicher Kabel für je einen Dienst ein Kabel für mehrere Dienste zu verwenden. Dadurch ist es möglich, über das Fernsehkabel zu telefonieren (Kabelnetz) oder über das Telefonkabel fernzusehen (DSL/IPTV).

Triple Play bei den Kabelanbietern

Triple Play wird inzwischen von jedem größeren Kabelanbieter bereitgestellt. In Deutschland waren Unitymedia und Kabel BW bei Triple Play die Pioniere unter den Kabelgesellschaften. Bald darauf folgten Primacom und TeleColumbus. Seit Ende 2013 bietet auch Kabel Deutschland offiziell Triple Play an. Zuvor konnte man zwar Telefon + Internet und einzeln TV buchen, jedoch wurden die Posten voneinander getrennt behandelt.

Triple Play bei den IPTV-Anbietern

IPTV-Anbieter übermitteln audiovisuelle Signale über das Telefonkabel mittels Internet-Protokoll. Auch hierfür ist ein NGN vonnöten, da eine einheitliche paketvermittelnde Infrastruktur die Voraussetzung ist. In Deutschland haben sich zwei Anbieter etabliert.

2006 konnte die Deutsche Telekom bereits Triple Play zur Verfügung stellen. Ihr Paket besteht aus Fernsehen (T-Entertain) + Telefon + Internet.

Vodafone konnte mit Vodafone TV erst wesentlich später in den Triple-Play-Markt einsteigen. Zuvor gab es nur ein 2Play aus Internet + Telefon.

 

Über Nadja 137 Artikel
Seit 2006 bin ich als Redakteurin und Lektorin bei Online-Projekten aktiv. Hier im Kabel-Blog bin ich für die News zuständig, recherchiere neue Sender und erstelle nützliche Ratgeber für euch. Was ist ein Kabelreceiver? Was braucht ihr fürs digitale Fernsehen? Was gibt es an Onlinevideotheken in Deutschland? Ich erkläre es euch gern.