Über 750.000 Hotspots im WLAN-Netz von Kabel Deutschland

WLAN-Hotspot von Kabel Deutschland: Technischer Aufriss einer WLAN-Haube auf Verteilerkasten. | Bild: Kabel Deutschland

Kabel Deutschland hat einen neuen Meilenstein beim Ausbau des WLAN-Netzes erreicht. Zum Ende des ersten Quartals 2015 waren mehr als 750.000 Hotspots in Betrieb.

Erst Ende Oktober 2014 wurde die Marke von 500.000 WLAN-Hotspots durchbrochen, weniger als ein halbes Jahr später sind es nun 750.000 Zugangspunkte. Bedenkt man, dass das Unternehmen seine “WLAN-Offensive” erst im Sommer 2013 begonnen hat, sind das beeindruckende Zahlen.

Die große Zahl an sich ist allerdings wenig aussagekräftig, denn die Masse der Hotspots befindet sich nicht an Orten, wo sich regelmäßig viele Menschen aufhalten, sondern in Privatwohnungen. Es handelt sich um WLAN-Router von Kunden, die einen Internetanschluss von Kabel Deutschland nutzen. Neben dem privaten WLAN betreibt ein Kunde dann ein zweites, öffentliches WLAN. Kabel Deutschland nennt diese Zugangspunkte “Homespots”.

In dieses öffentliche WLAN können sich bis zu fünf Dritte einwählen, dafür wird zusätzliche Bandbreite bereitgestellt, damit der Anschlussinhaber keine Geschwindigkeitseinbußen erleidet. Die Höchstgeschwindigkeit im Downstream (Daten empfangen) beträgt für die Gäste 10 MBit/s, im Upstream sind es bis zu 2 MBit/s. Dafür braucht es allerdings günstige Empfangsbedingungen.

Kurze Reichweite

Wie jeder, der zu Hause ein eigenes WLAN betreibt, weiß, ist die Empfangsreichweite stark begrenzt. Mitunter ist nicht einmal in der eigenen Wohnung überall ein guter Empfang gewährleistet. Viel weiter als bis in die benachbarten Wohnungen oder auf den Gehweg vor dem Haus kommt man selten.

Internetzugang im unmittelbarem Umfeld von Wohnungen kann praktisch sein, um etwa auf einem Spielplatz in einer Wohnanlage schnelles Internet zur Verfügung zu haben. Und natürlich wohnen manche der Kabel Deutschland-Kunden in Stadtgebieten mit hohem Besucheraufkommen, sodass ihr Homespot intensiv genutzt wird. Die Signale vieler anderer Homespots, besonders solche in hohen Gebäuden, reichen bestimmt nicht einmal bis nach unten auf die Straße. Beachtlich ist insofern nicht so sehr die Anzahl von Hotspots im WLAN-Netz von Kabel Deutschland, sondern wie schnell es wächst. Das ist nicht zuletzt ein Zeichen dafür, wie beliebt Kabelinternet inzwischen als Alternative zu DSL ist.

Neben den Homespots betreibt Kabel Deutschland leistungsstarke öffentliche Hotspots an belebten Straßen und Plätzen. Unternehmen und Einrichtungen mit Publikumsverkehr können ihren Kunden zusammen mit Kabel Deutschland zu geringen Kosten ebenfalls WLAN zur Verfügung stellen, auch diese Zugangspunkte gehören zum WLAN-Hotspot-Netz des Kabelnetzbetreibers.

30 Minuten kostenlos

Die öffentlichen Hotspots stehen jedem Interessierten 30 Minuten pro Tag kostenlos zur Verfügung. Wer alle mehr als 750.000 Zugangspunkte ohne Zeitlimit nutzen möchte, kann eine Flatrate buchen. Kunden mit einem Internet-, Telefon- oder TV-Vertrag von Kabel Deutschland bezahlen monatlich 9,99 Euro. Wer als Kunde mit einem Internet- und Telefonvertrag von Kabel Deutschland über einen Kabelrouter mit WLAN-Option selbst einen Homespot betreibt, zahlt lediglich 4,99 Euro pro Monat. Wer dagegen kein Kunde ist, kann trotzdem die WLAN-Flatrate buchen, muss dann allerdings 19,99 Euro pro Monat ausgeben.

Flatrate-Kunden können drei zusätzliche Logins nutzen: So können mehrere Geräte (etwa neben einem Smartphone noch ein Notebook) über die Hotspots online gehen. Eine Nutzung durch Familienmitglieder ist ebenfalls möglich. Auf Wunsch erfolgt ein automatisches Einloggen in die Hotspots. Für die Betriebssysteme Android OS und iOS (Apple) wird eine Gratis-App zum Finden der Hotspots angeboten. Im Web lassen sich unter www.kabeldeutschland.de/wlan-hotspots die Hotspots finden.

Über Oliver Springer 796 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

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