Sat.1 bietet UMTS-Stick an

Der Fernsehsender Sat.1 bietet ab sofort unter eigener Marke einen UMTS-Surfstick und Prepaid-Tarife für die mobile Internetnutzung an. Der SAT.1 WEB STICK selbst kostet 29,95 Euro, wobei ein Startguthaben in Höhe von 10 Euro enthalten ist. Der UMTS-Stick unterstützt Datenverbindungen mit maximal 3,6 MBit/s im Downstream, wobei das Mobilfunknetz von Vodafone genutzt wird.

Mit Sat.1 nutzt nach N24 und ProSieben ein dritter TV-Sender aus der ProSiebenSat.1-Gruppe die eigene Markenbekanntheit und freie Werbeplätze zur Vermarktung mobiler Internetzugänge. Der SAT.1 WEB STICK wird für 29,95 Euro verkauft, wobei man 10 Euro Startguthaben für Bestellungen bis zum 22. Juli erhält. Der UMTS-Stick ermöglicht dank HSDPA Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s im Downstream, in der Gegenrichtung beträgt die maximale Bandbreite 384 kBit/s. Das Mobilfunkangebot von Sat.1 basiert auf dem Netz von Vodafone.

Das neue Mobilfunkangebot von Sat.1 lässt die Wahl zwischen zwei volumenbasierten Monatsflatrates, einem Stundentarif sowie einem 12 Stunden-Tarif. Außerdem stehen zwei Tarife für die Nutzung im Ausland zur Verfügung. Interessant ist vor allem das Surf-Paket Light für 9,99 Euro, um das Internet einen ganzen Monat lang nutzen zu können. Allerdings stehen nur 500 MB Traffic zur Verfügung, was je nach Art der Nutzung vollkommen ausreichend oder viel zu wenig sein kann. Wie weit man mit 500 MB kommt, erklärt Sat.1 auf einer eigenen Webseite.

Positiv: „Für absolute Transparenz sorgt dabei eine Balkenanzeige, die das verbrauchte Volumen jederzeit übersichtlich dokumentiert. Das Besondere: Keine Grundgebühr, keine Vertragsbindung, kein Mindestumsatz, kein Abo – der Nutzer hat die volle Kostenkontrolle“, hebt SevenOne Intermedia im Pressetext hervor.

Manfred Neumann, Leiter Mobile Services & New Business bei SevenOne Intermedia: „Mit unserem SAT.1 WEB STICK hat der Kunde volle Kostenkontrolle und Transparenz, er muss keine zusätzlich anfallenden Gebühren befürchten. Der STICK macht es möglich, für nur 9,99 Euro im Monat zu surfen. Das ist ein einzigartiges Preisangebot.“

Wer hauptsächlich E-Mails senden und empfangen, über Twitter oder Facebook kommunizieren oder News lesen möchte, wird nicht mehr als 500 MB pro Monat benötigen. Die Konkurrenz in Form der E-Plus-Discountmarke Simyo bietet zwar für 9,90 Euro doppelt so viel Datenvolumen, aber das Vodafone-Netz bietet durch den derzeit noch besseren Netzausbau schnellere Verbindungen. Während das Surf-Paket Light also eine Bereicherung für den deutschen Mobilfunkmarkt darstellt, ist die größere Monatsflatrate alles andere als ein Preisknaller: Für 29,99 Euro erhält man magere 2 GB Traffic.

Wer nur ab und zu unterwegs mit Notebook oder Netbook online gehen möchte, erhält für 1,99 Euro für 12 Stunden Zugangs ins Netz oder kann für 0,99 Euro eine Stunde lang online bleiben, wobei jeweils 1 GB Traffic zur Verfügung steht. Bei der Auslandsnutzung fallen 14,95 Euro für 24 Stunden an.

FAZIT: Das Surf-Paket Light für 9,99 Euro ist für einige Internetnutzer sehr interessant. Um den Prepaid-Tarif von Sat.1 nutzen zu können, muss man nicht den SAT.1 WEB STICK, sondern kann andere Harwdare verwenden. Wer eine billigere Monatsflatrate mit höherem Datenvolumen sucht, kann sich beispielsweise bei Tchibo umsehen. Tchibo hat mit der Internet-Flatrate XL für 19,95 Euro, die 5 GB Traffic (bei Mehrverbrauch Drosselung auf GRPS-Geschwindigkeit) enthält, eine preiswertere Alternative im Angebot. Häufig bieten Internetprovider (wie Kabel Deutschland mit der mobilen Datenflatrate) interessante Konditionen für die mobile Internetnutzung als Tarifoption an.

Für Wenig-Nutzer, die das mobile Internet nur stundenweise benötigen, kommt die beste Alternative allerdings aus dem eigenen Haus: Bei ProSieben kostet eine Stunde mobiler Internetzugang nur 77 Cent, wobei ebenfalls das Vodafone-Netz verwendet wird. Für Wenig-Nutzer sind die ProSieben-Tarife ausgesprochen attraktiv.

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Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

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