Gratis-Internet für 17.000 Mietwohnungen in Berlin – zusätzlich WLAN-Hotspots in Wohngebieten

Bild: Kabel Deutschland
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Mit der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH (berlinovo) hat Kabel Deutschland langfristige Verträge für die Versorgung mit Kabelanschlüssen abgeschlossen, die zwei Besonderheiten bieten: Eine Grundversorgung mit Kabelinternet ohne Aufpreis sowie Gratis-Internet über WLAN-Hotspots in den Wohngebieten.

Mieter von mehr als 17.000 Wohnungen in der Hauptstadt sollen von langfristigen Verträgen zwischen der Wohnungsbaugesellschaft berlinovo und Kabel Deutschland profitieren. Dank der geplanten Modernisierung der Kabelanschlüsse erhalten die Mieter ab Anfang des neuen Jahres nicht nur die Möglichkeit, Internettarife mit Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s zu buchen.

Ein Basisangebot mit niedriger Bandbreite kann sogar ohne Zusatzkosten in Anspruch genommen werden. Christian Biechteler, Direktor Großkunden/Wohnungswirtschaft bei Kabel Deutschland erläutert: „Die langfristige Vertragsgestaltung und der große Umfang mit über 17.000 Wohnungen ermöglichen uns die günstigen Konditionen für die Mieter mit zusätzlichen Leistungen wie einen kostenfreien Internetzugang, den wir erstmalig in einen Vertrag mit einem Berliner Wohnungsunternehmen aufgenommen haben.“

Internet-Grundversorgung ohne extra Kosten

Roland J. Stauber (links), Geschäftsführer der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH für den Immobilien- und Fondsbereich und Christian Biechteler, Direktor Großkunden/Wohnungswirtschaft bei Kabel Deutschland, starten das gemeinsame Kabelprojekt. |Foto: Konzept und Bild / Cathrin Bach
Roland J. Stauber (links), Geschäftsführer der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH für den Immobilien- und Fondsbereich und Christian Biechteler, Direktor Großkunden/Wohnungswirtschaft bei Kabel Deutschland, starten das gemeinsame Kabelprojekt. |Foto: Konzept und Bild / Cathrin Bach

Dieses kostenlose Basisangebot ermöglicht zwar lediglich Datenraten von 512 kBit/s, aber immerhin muss so niemand aus Kostengründen ganz auf einen Internetzugang verzichten. An Unterhaltungsangebote wie Videostreaming in HD-Auflösung ist da zwar nicht zu denken, aber wer Informationen auf Websites von Zeitungen und Behörden sucht, Preise vergleichen oder E-Mails schreiben möchte, kommt mit 512 kBit/s aus, wenn er ein wenig Geduld für den Seitenaufbau mitbringt. Sogar Radiostreams lassen sich mit dieser niedrigen Datenrate in guter Qualität hören.

Um große Downloads schnell abzuschließen reicht es für die Mieter in Zukunft vielleicht schon, sich mit dem Notebook auf den Balkon zu setzen. Vereinbart ist mit Kabel Deutschland nämlich die Installation von insgesamt 25 WLAN-Hotspots in den Wohngebieten der berlinovo. Wie schon beim Pilotprojekt PUBLIC WIFI BERLIN, bei dem kürzlich der 100. Hotspots in Berlin installiert wurde, kann jeder Interessierte 30 Minuten pro Tag kostenlos per WLAN online gehen.

Der Kabelnetzbetreiber plant zudem, verschiedene Bezahloptionen auszuprobieren, mit denen User ihre Online-Zeit auf mehr als 30 Minuten am Tag ausdehnen können. Wer bei Kabel Deutschland einen Internettarif gebucht hat, kann die WLAN-Hotspots – die inzwischen auch in anderen Bundesländern errichtet werden – ganz ohne zeitliche Beschränkung nutzen, wenn er sich vorher auf www.hotspot.kabeldeutschland.de registriert. Pro Vertrag sind übrigens fünf Nutzer möglich, was für Familien interessant ist.

HD-Receiver kostenlos

Die ersten berlinovo-Mieter kommen ab Januar 2014 in den Genuss der Neuerungen. Wann es jeweils so weit ist, hängt davon ab, wann der Vertrag mit dem bisherigen Versorger endet. Durch die Kooperation mit Kabel Deutschland sollen die berlinovo-Mieter außerdem von einem niedrigeren Kostenanteil für ihren Kabelanschluss bei den Nebenkosten profitieren. Mit dem Basisangebot können analoge und digitale TV- und Radioprogramme empfangen werden. „Bei Bedarf erhalten die Kunden für den Empfang der digitalen Programme kostenfrei einen HD-Receiver oder ein CI+ Modul sowie eine Smartcard“, heißt es in der Pressemitteilung. Extra berechnet werden nur die regulären Versand- und Bereitstellungskosten.

„Die Vorteile aus dem Vertrag mit Kabel Deutschland kommen direkt unseren Mietern zu Gute, denen wir guten und zeitgemäßen Wohnraum zur Verfügung stellen wollen. Sie erhalten eine deutliche Kostenersparnis bei gleichzeitiger technischer Innovation in der Medienversorgung und attraktive Mehrwertangebote“, kommentiert Roland J. Stauber, Geschäftsführer der berlinovo für den Immobilien- und Fondsbereich. „Außerdem bleiben die Preise bis 2023 stabil.“

Bild links oben: Kabel Deutschland

Über Oliver Springer 796 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

1 Kommentar zu Gratis-Internet für 17.000 Mietwohnungen in Berlin – zusätzlich WLAN-Hotspots in Wohngebieten

  1. Nepper, Schlepper, Bauernfänger!

    Ich habe den sogenannten kostenlosen Internettarif 512 über Berlinovo bestellt. Von Kostenlos kann dabei keine Rede sein.

    Trotz der geringen Bandbreite von ca. 0,5 Mbit/s entstehen monatliche Kosten von 6,48 Euro (Sicherheitspaket und Rechnungsgebühr) und einmalige Kosten von 49.90 Euro (Bereitstellungsgebühr). Die Kosten werden seitens Berlinovo oder Kabel Deutschland bei der Antragsstellung allerdings nirgends erwähnt und tauchen erstmals in der Auftragsbestätigung auf.

    Bei der Werbung bzw. dem Antrag zu diesem Tarif ist die Rede von „Internetanschluss ohne Zusatzkosten“ dennoch war Kabel Deutschland nicht bereit auf die hohen „Bereitstellungskosten“ zu verzichten. Berlinovo äussert sich mir gegenüber zu der falschen Werbeaussage gar nicht.

    Beide Firmen sind meines Erachtens ein Fall für die Verbraucherzentrale und gehören für dieses angeblich kostenloses Angebot abgemahnt.

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