Erftstadt: Ausbau für 100-MBit/s-Internet für zusätzliche 14.000 Haushalte

Gemeinsamer Netzausbau von NetCologne und RWE


Kabeleinzug per Spülbohrung | Foto: NetCologne (via E-Mail)
Kabeleinzug per Spülbohrung | Foto: NetCologne (via E-Mail)

Gemeinsam mit RWE erweitert NetCologne das Glasfasernetz in Erftstadt. Rund 35.000 Anwohner in den Stadtteilen Liblar, Blessem/Frauenthal, Lechenich/Konradsheim, Ahrem, Herrig sowie Kierdorf und Köttingen werden in Zukunft Highspeed-Internet mit Geschwindigkeiten bis 100 MBit/s erhalten können.

Die äußeren Stadtteile von Erftstadt konnten bereits im Rahmen eines Förderprogramms mit Glasfaserleitungen erschlossen werden. Nun arbeiten NetCologne und RWE zusammen, um die inneren Stadtteile mit Glasfaser zu versorgen.

In Liblar, Blessem/Frauenthal, Lechenich/ Konradsheim, Ahrem, Herrig sowie Kierdorf und Köttingen profitieren rund 14.000 Haushalte bzw. 35.000 Einwohner vom Netzausbau. Bürgermeister Volker Erner: „Im Rahmen des Förderprogramms konnten einige Orte in Erftstadt bereits mit einer Glasfaserinfrastruktur ausgestattet werden, aber auch in den übrigen Stadtteilen steigen die Anforderungen an schnelle Netze immer weiter an. Hier können wir einen Ausbau mit eigenen Mitteln leider nicht stemmen und freuen uns umso mehr, dass wir dieses Netz für weitere 35.000 Anwohner nun ohne jegliche Zuschüsse erhalten.“

Gaben heute den Startschuss für den Glasfaserausbau in Erftstadt (v.r.n.l.): Bürgermeister Volker Erner, Patrick Helmes (Leiter Kommunikation, NetCologne) und Rainer Hegmann (Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr, RWE Deutschland). | Foto: NetCologne (via E-Mail)
Gaben heute den Startschuss für den Glasfaserausbau in Erftstadt (v.r.n.l.): Bürgermeister Volker Erner, Patrick Helmes (Leiter Kommunikation, NetCologne) und Rainer Hegmann (Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr, RWE Deutschland). | Foto: NetCologne (via E-Mail)

28 Killometer neue Glasfaserleitungen

28 Kilometer Glasfaserleitungen müssen im Rahmen des neuen Ausbauprojekts verlegt und mit 75 Technikgehäusen verbunden werden. Diese Arbeiten übernimmt RWE Deutschland: „Hier in der Region verfügen wir bereits über eine dichtes Netz an Leerrohren, das wir für die Glasfaserverlegung nutzen können“, erklärt Rainer Hegmann, Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland. „Dort, wo dieses Netz noch erweitert werden muss, arbeiten wir hauptsächlich mit dem sogenannten Spülbohrverfahren. Hierbei wird die Straßenoberfläche nur punktuell an zwei Stellen geöffnet, das Einziehen der Kabel erfolgt unterirdisch und ist damit für die Anwohner nicht sichtbar. Dort, wo diese Technik nicht zum Einsatz kommen kann, arbeiten wir im klassischen Tiefbauverfahren“, erklärt er weiter.

Die Tiefbauarbeiten beginnen in Liblar. Anschließend wird von dort eine Glasfasertrasse Richtung Köttingen und Kierdorf gebaut. In einem dritten Schritt wird Lechenich erschlossen, bevor es dann nach Ahrem und Herrig weitergeht. Die Ausbauarbeiten finden dennoch teilweise parallel statt, um schneller voranzukommen. Die ersten neuen Internetanschlüsse können voraussichtlich Ende 2015 geschaltet, das Gesamtprojekt soll im Sommer 2016 abgeschlossen werden.

Nutzer erwarten mehr

Spülbohrer im Einsatz | Foto: NetCologne (via E-Mail)
Spülbohrer im Einsatz | Foto: NetCologne (via E-Mail)

„Mit dem Ausbauprojekt können wir für knapp 70 Prozent der Erftstädter Bürgerinnen und Bürger künftig Glasfaseranschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s anbieten“, erklärt Patrick Helmes, Leiter Kommunikation bei NetCologne. „Gerade für Familien, in denen meist viele Endgeräte wie Laptops, Tablets, Smartphones und Fernseher gleichzeitig auf das Internet zugreifen, reichen die bisherigen Geschwindigkeiten von maximal 18 MBit/s nicht mehr aus. Mit den neuen Glasfaserleitungen ist das künftig für rund 14.000 Haushalte problemlos möglich“, so Helmes.

Derzeit sorgen der Boom beim Videostreaming und die steigende Zahl an internetfähigen Geräten für einen erhöhten Bandbreitenbedarf in Privathaushalten. Beim Videostreaming erwarten die User heutzutage gute Bildqualität, wenigstens HD-, besser Full-HD-Auflösung. 4K-Videos (entspricht vierfacher Full-HD-Auflösung) sind noch selten, aber nicht nur Onlinevideotheken wie Netflix und Amazon Instant Video produzieren bereits selbst in 4K. Sogar mit einigen Smartphones lassen sich heute Videos in 4K drehen. Noch größer ist der Einfluss der Parallelnutzung, denn immer mehr Endgeräte können mit dem Internet verbunden werden. Innerhalb eines Haushalts müssen sich alle die Bandbreite des Anschlusses teilen.

Vor Ort informieren

An zwei Info-Abenden stellt sich NetCologne in Erftstadt den Fragen der Bürger zum Glasfaserausbau. Die erste Veranstaltung findet am 30. Juni, die zweite am 1. Juli 2015 statt. Veranstaltungsort ist das Restaurant Hans-Josef Zingsheim, Goldenbergstraße 30, 50374 Erftstadt-Kierdorf. Veranstaltungsbeginn ist um 19 Uhr.

Über Oliver Springer 796 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

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