Pay-TV in Deutschland: mehr Sender, mehr HD, mehr Abonnenten


Pay-TV und kostenpflichtiges Video-on-Demand haben sich in Deutschland laut einer aktuellen Studie zuletzt positiv entwickelt. Mehr als 6 Millionen Abonnenten nutzen die rund 90 Pay-TV-Programme und sorgen für Umsätze von über 1,8 Milliarden Euro.

In der Studie „Pay-TV in Deutschland 2013“ gibt der Arbeitskreis Digital Pay-TV im Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) einen Überblick zum Markt für Bezahlfernsehen im deutschsprachigen Raum. Die Umsätze aus Pay-TV und Paid-Video-on-Demand erreichten voriges Jahr 1,84 Milliarden Euro in Deutschland und 2 Milliarden Euro im gesamten deutschsprachigen Raum.

Über 9 Millionen Zuschauer nutzen täglich Pay-TV

In Deutschland kletterte die Zahl der Pay-TV-Abonnenten auf 6,1 Millionen, im deutschsprachigen Raum insgesamt waren es 6,8 Millionen. Allein in Deutschland schalteten 2012 täglich mehr als 9 Millionen Menschen Pay-TV-Programme ein. Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mag, ergibt Sinn, wenn man sich vergegenwärtigt, dass beispielsweise in Familien ein vorhandenes Pay-TV-Abo üblicherweise allen Familienmitgliedern zur Verfügung steht. Die Pay-TV-Sender erreichen also deutlich mehr Fernsehzuschauer, als man beim Blick auf die Zahl der zahlenden Nutzer meinen könnte.

Sabine Christmann, Director Regulatory Affairs & Public Policy, Sky Deutschland und Vorsitzende des Arbeitskreises Digital Pay-TV im VPRT sagte: „Die Ergebnisse unserer Studie belegen: Pay-TV ist im Massenmarkt angekommen und hat sich neben den gebühren- und werbefinanzierten Angeboten als dritte Säule im deutschen Fernsehmarkt fest etabliert. Wegbereiter waren und sind die Vielfalt, Innovationskraft und der Qualitätsanspruch der Branche. Unser Arbeitskreis nimmt das als Ansporn, um die Erfolgsgeschichte von Pay-TV in Deutschland fortzuschreiben.“

HDTV bei Pay-TV weit verbreitet

Die Attraktivität von Pay-TV hängt nicht zuletzt an der Angebotsvielfalt. 2003 gab es hierzulande erst 26 Pay-TV-Programme, ihre Zahl stieg auf 89. Die Branche setzte zuletzt stark auf den Start neuer HDTV-Programme: Im Jahr 2011 gab es in Deutschland erst 36 HD-Sender im Pay-TV-Segment, inzwischen sind es 57.

Frank Giersberg, Leiter Marktentwicklung im VPRT: „Nachdem das Pay-TV-Angebot in Deutschland zuletzt insbesondere im Bereich der HD-Programme und Abrufdienste stark ausgebaut wurde, verzeichnen wir aktuell zweistellige Wachstumsraten der Abonnenten sowie der Pay-TV- und Paid-VoD-Umsätze. Damit ist Pay-TV das zur Zeit wachstumsstärkste Segment im deutschen Fernsehmarkt. Für die kommenden Jahre erwarten wir eine anhaltend dynamische Entwicklung.“ Wie gut sich Paid-Video-on-Demand (wie es von Onlinevideotheken wie Maxdome, Lovefilm und WATCHEVER angeboten wird) in Deutschland entwickelt, zeigten dieses Jahr übrigens schon Studien des Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V. (BVV) sowie des BITKOM.

Über Oliver Springer 796 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

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