Tele Columbus: maxdome kommt auf neue Kabelreceiver

Kabelnetzbetreiber integriert VOD-Inhalte


Logo von maxdome: ProSiebenSat.1 Media AG
Logo von maxdome: ProSiebenSat.1 Media AG

Kunden von Tele Columbus sollen 2016 die Möglichkeit erhalten, Videostreams aus der Onlinevideothek maxdome direkt über neue Kabelreceiver abzurufen. Das Video-on-Demand-Angebot von maxdome soll wesentliches Element des Produktspektrums bei Tele Columbus werden.

Die Art und Weise, wie in Deutschland Medien genutzt werden, verändert sich. Daran kommen auch die Kabelnetzbetreiber nicht vorbei. Video-on-Demand-Angebote haben in letzter Zeit viele neue Nutzer gefunden und die Kabelnetzbetreiber, die inzwischen stark auf Highspeed-Internetanschlüsse setzen, profitieren vom steigenden Bandbreitenbedarf ihrer Kunden. Für die meisten Kunden dürften Videoangebote im Netz der Hauptgrund sein, sich für einen besonders schnellen Internetzugang zu entscheiden.

Tele Columbus fehlt eigene Onlinevideothek

Einen eigenen Abrufdienst für Videos haben dagegen nicht alle Kabelnetzbetreiber. Während Kabel Deutschland und Kabel BW damals früh eigene Video-on-Demand-Angebote aufbauten, kann der heute drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Tele Columbus keinen solchen Dienst vorweisen. Um daran etwas zu ändern, kooperiert das Unternehmen mit der ProSiebenSat.1 Group und wird das Streaming-Angebot von deren Tochter maxdome ins eigene Produktportfolio integrieren.

„Mit maxdome haben wir für unsere Kunden den idealen Partner gefunden, um unser abwechslungsreiches Fernseherlebnis in bester HD-Qualität mit einem hochwertigen Film- und Serien-Angebot zu verbinden“, betont Stefan Beberweil, verantwortlich für Produkte, Marketing und Vertrieb bei der Tele Columbus Gruppe. Einen genauen Zeitpunkt nennen die Unternehmen bisher nicht, aber voraussichtlich wird es Mitte 2016 so weit sein.

Nur auf neuen Receivern?

Angekündigt ist, dass die maxdome-Inhalte „über die neuen Receiver von Tele Columbus abgerufen werden“ können. Daraus lässt sich schließen, dass alte Hardware nicht unterstützt wird. Bis die Kooperation Früchte trägt, dürfte es also eine Weile dauern. Tele Columbus füllt damit eine Angebotslücke und erhält die Chance, Kunden durch attraktive Bundle-Tarife zu gewinnen. Einzelheiten zu Kosten bzw. neuen Tarifen sind zwar nicht bekannt, aber wie so eine Kooperation zwischen einem Kabelnetzbetreiber und einer Onlinevideothek aussehen kann, ist seit dem Frühjahr bei Unitymedia zu beobachten.

Eine Integration der maxdome-Inhalte kann die Tarife des Kabelnetzbetreibers aufwerten und für eine verstärkte Kundenbindung sorgen. Für maxdome, das erst durch (das inzwischen selbst etwas ins Abseits geratene) WATCHEVER und dann durch den Deutschland-Start von Amazon (Prime) Instant Video und Netflix sehr starke Konkurrenz erhalten hat, mildert die Kooperation mit Tele Columbus den Wettbewerbsdruck.

Über Oliver Springer 796 Artikel
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Telekommunikation, Medien, Video-on-Demand, Fernsehen, Kabelanschluss, IPTV, Instant Messaging, Musik und Kaffee. Als Serienfan interessiere ich mich besonders für Onlinevideotheken und Pay-TV. Vor meiner Zeit als Blogger hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute.

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